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Studie: Glück im Lehrerberuf. Gibt’s das?!

An der Ruhr-Universität Bochum wird im November 2016 in der Studie „Glück im Lehrerberuf“ das subjektive Wohlbefinden von Lehrer*innen in Deutschland und Österreich unter die Lupe genommen. Ziel ist es, herauszufinden, wie Arbeitsbedingungen, Tätigkeiten und die eigene Persönlichkeit das Wohlbefinden beeinflussen und was dafür sorgt, dass glückliche und zufriedene Lehrer*innen auf Dauer in Ihrem Beruf glücklich und zufrieden bleiben.

13.10.2016 - Kathi V. Wachnowski, wiss. Mitarbeiterin, Projektleitung der Studie „Glück im Lehrerberuf“

In den Medien wird vielfach über Burnout und Überforderung bei Lehrpersonen berichtet und auch in der Wissenschaft liegt ein großer Forschungsschwerpunkt in diesem Bereich. Mit der Studie„Glück im Lehrerberuf“möchten wir uns von dieser defizitären Perspektive abheben und einen ressourcenorientierten Blick auf den Lehrer*innenberuf richten. Indem wir Informationen zu Ihrem Wohlbefinden und zu Aspekten, die dieses beeinflussen können, erheben, stellen wir die positiven Aspekte Ihres Erlebens in den Vordergrund, denn: In bisherigen Studien konnte gezeigt werden, das subjektive Wohlbefinden ist ein zentraler Aspekt der Lebensqualität. Personen, die sich wohl fühlen, sind weniger anfällig für Depressionen, physisch gesünder und zeigen darüberhinaus ein hohes Engagement bei ihrer Arbeit. Mit Hilfe Ihrer Unterstützung möchten wir daher verstehen: Wie entsteht subjektives Wohlbefinden als ein wichtiger Aspekt der Lebensqualität und als Bedingungsfaktor für physische Gesundheit bei Lehrer*innen und wie kann es – in einem weiteren Schritt – gefördert werden? Wir möchten herausfinden, „Was hält Lehrer*innen gesund?“ und nicht, „Was macht sie nicht krank?“. 

Auch Sie können an der Studie teilnehmen und direkt profitieren!

Das Thema „Wohlbefinden und Gesundheit“ betrifft alle Lehrer*innen,daher sind die Lehrpersonen aller Schulformen eingeladen, sich an der Studie zu beteiligen. Wichtig ist uns, eine möglichst große Teilnehmerschaft, um die Vielfalt der Lehrer*innen auch authentisch abbilden zu können. Egal also, ob Sie über eine lange Schulerfahrung verfügen oder Neueinsteiger*in sind, an einer kleinen oder großen Schule, in Vollzeit oder Teilzeit arbeiten: Melden Sie sich an und begeben Sie sich auf die Suche nach dem, was Sie glücklich macht! 

Und wozu das Ganze? Was habe ich davon?

Mit den von Ihnen im Verlauf der Studie gemachten Angaben „füttern“ Sie Ihr individuelles Glücksprofil, das Sie direkt nach Abschluss der Studie als Feedback erhalten. Ihr Glücksprofil gibt Ihnen einen Überblick darüber, was Sie glücklich macht und was eher nicht und wie sich Ihr subjektives Wohlbefinden im Vergleich zu Ihren Kolleg*innen im Verlauf der Studie entwickelt hat. 

Glück ist subjektiv und doch zu erfassen?!

Das subjektive Wohlbefinden setzt sich aus zwei unterschiedlichen Komponenten zusammen: Wir betrachten zunächst das Glück, das als affektive Komponente zum subjektiven Wohlbefinden beiträgt. Dazu gehören positive Gefühle und Emotionen, wie die Freude, die in konkreten Situationen erfahren werden. Als kognitive Komponente trägt die Zufriedenheit zum subjektiven Wohlbefinden bei. Darunter verstehen wir die Bewertung des eigenen Lebens oder einzelner Aspekte daraus.

Um das subjektive Wohlbefinden und seine Bedingungsfaktoren zu erfassen, haben wir uns in der vorliegenden Studie für ein dreistufiges Erhebungsverfahren entschieden:

  • Im ersten Schritt untersuchen wir den Status Quo: Wie schätzen Sie im Moment Ihr subjektives Wohlbefinden ein? Dazu kommen einige Basisdaten zu Ihrer Person sowie Ihrer beruflichen Situation. Sie haben eine Woche Zeit, den ungefähr 20-minütigen Fragebogen zu bearbeiten.
  • In der zweiten Woche werden wir Sie bitten, Tagebuch über Ihre Tagesgestaltung sowie Ihr Wohlbefinden zu führen. Um den Aufwand für Sie auch hier möglichst gering zu halten (fünf Minuten pro Tag!), haben wir ein standardisiertes Instrument entwickelt, in dem Sie Tätigkeiten auswählen und bei Bedarf ergänzen können.
  • Wie weiter oben beschrieben, ist gerade das Glück aber ein flüchtiges Phänomen. Sie können sich daher optional dafür entscheiden, in der dritten Stufe auch punktuell über den Tag verteilt Auskunft zu Ihrem aktuellen Befinden zu geben („Experience Sampling“). Damit ermöglichen Sie uns einen Vergleich der beiden Erhebungsmethoden und reichern Ihr individuelles Glücksprofil mit weiteren Informationen, z. B. zu Ihrem Flow-Erleben, an. 

Teilnahme in Kürze

Die Studie „Glück im Lehrerberuf“ läuft im November 2016. Die Eingangsbefragung findet im Zeitraum vom 12. bis 20.11.2016 statt. Anschließend entwickeln Sie Ihr eigenes Glücksprofil. 

Bei Fragen nehmen Sie per E-Mail gerne Kontakt mit uns auf: glueck-im-lehrerberuf@rub.de 

Über Ihre Teilnahme an der Studie „Glück im Lehrerberuf“ freuen wir uns sehr!

PS: Erzählen Sie Ihren Bekannten und KollegInnen von der Studie! Geben Sie die Informationen zur Studie „Glück im Lehrerberuf“ gerne an Ihre Bekannten, KollegInnen, Verwandten weiter. Sie finden Informationsschreiben für Lehrer*innen und Schulleitungen sowie ein Poster zum Aushängen im Lehrerzimmer hier.

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