GEW Thüringen
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Landtagsfraktionen nehmen Kritik der Beschäftigten hoffentlich ernster als das Bildungsministerium

Anlässlich der Anhörung im Thüringer Landtag am 23. August bekräftigte die GEW Thüringen ihre Kritik am Entwurf des neuen Kita-Gesetzes.

24.08.2017 - Nadine Hübener

Nun erwarten wir von den Landtagsfraktionen der demokratischen Parteien, die Kritik der Beschäftigten am schlechten Personalschlüssel und an der Finanzierung der Kitas ernster als das Bildungsministerium zu nehmen und auf dem parlamentarischen Weg deutliche Nachbesserungen zu erreichen.

Ein Großteil der Anzuhörenden (von den Gewerkschaften, Fachverbänden, Vertretungen bis hin zu den Fachhochschulen) forderte vor dem Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport Verbesserungen bezüglich des Betreuungs- und Personalschlüssels.

Die GEW Thüringen formulierte schon in ihren Stellungnahmen: dem Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung muss auch durch eine den Aufgaben angepasste Personalausstattung Rechnung getragen werden. Aus unsrerer Sicht wäre es sinnvoll gewesen, den Fokus der Novellierung auf die Verbesserung der Qualität zu legen. Dazu gehört etwa, die im Gesetzesentwurf formulierte Bezugsgröße „Wahrung des Kindeswohls“ auch inhaltlich zur Anwendung zu bringen und Aspekte wie die personelle und räumliche Ausstattung daran anzupassen.

Einzig die Gewerkschaften (DGB, ver.di und GEW) hatten sich bei der Anhöhrung für gute tarifliche Bedingungen und eine solidere Basis in der Finanzierung von Kindertagesstätten stark gemacht. Wir halten an unserer Forderung fest: eine Klausel zur Tariftreue ist die Möglichkeit, prekären Entlohnungsbedingungen entgegenzuwirken.

Die Losung „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ bedeutet diesbezüglich: Tariflohn für Alle!

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