GEW Thüringen
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Mein Jahr in der GEW reisverleihungAus dem Leben eines Freiwilligen – Teil 2

In diesem zweiten Teil der Reihe berichte ich, was ich in den ersten zwei Monaten in der Landesgeschäftsstelle der GEW und in meiner ersten Seminarwoche erlebt habe.

27.11.2019 - Justin Walther

Seit Anfang September bin ich im Rahmen des FSJ-Politik in der Landesgeschäftsstelle der GEW-Thüringen tätig. Hier unterstütze ich vor allem den Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Das bedeutet, dass ich an der Internetseite, der Mitgliederzeitung und im GEW-Radio „Bildung in Thüringen“ mitarbeite. In den folgenden Monaten werde ich darüber hinaus Schritt für Schritt Einblicke in die anderen Fachbereiche der GEW bekommen.

Schon viel gelernt in den ersten Monaten?

Seit meinem letzten Bericht hat sich einiges getan. Während für mich im September noch alles neu und ungewohnt erschien, ist es für mich heute Alltag, in die Landesgeschäftsstelle zu kommen und hier meine Aufgaben zu erledigen. Mittlerweile konnte ich auch nicht nur viele neue Menschen kennenlernen, sondern auch in anderen Fachbereichen der GEW Thüringen arbeiten und so einen tieferen Einblick in die Gewerkschaft bekommen. Ich arbeite weiterhin größtenteils im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und helfe hier bei der Internetseite, der Mitgliederzeitung oder dem Gewerkschaftsradio „Bildung in Thüringen“. Für „Bildung in Thüringen“ werde ich im Januar übrigens eine eigene Radiosendung gestalten, in welcher ich das Angebot des FSJ-Politik der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen (LKJ) näher vorstellen möchte.

Im September, Oktober und November durfte ich auch viele neue GEW Mitglieder kennenlernen. So verbrachte ich zum Beispiel einen Nachtmittag mit den Senior*innen der GEW beim Packen von Info-Materialien zur Mitgliedergewinnung. Außerdem lernte ich die Junge GEW oder den Landesausschuss Diversity kennen, der in dieser Ausgabe den Themenschwerpunkt bearbeitet hat. Zu guter Letzt habe ich im Zuge der Landtagswahl in Thüringen diese aus Sicht einer Gewerkschaft erlebt. Besonders im Bereich Social Media mit unserem „Bildungs-O-Mat“ musste ich doch erstaunt feststellen, wie kontrovers Bildungsthemen in Thüringen diskutiert wurden. Über den Ausgang der Wahl kann sich wohl jeder selbst sein Urteil bilden – wichtig ist jedoch, dass auch zukünftig zahlreiche bildungspolitische Themen umgesetzt werden.

Warum gibt es Seminarwochen?

Zu einem Freiwilligendienst gehört nicht nur ein Jahr Arbeit in einer Einsatzstelle und das damit verbundene Sammeln von Erfahrungen in der Arbeitswelt. Wie orientiere
ich mich hinsichtlich meines späteren beruflichen Lebens? Entwickle ich eventuell neue Interessen? Hierfür bietet der Träger des FSJ mehrere Seminarwochen an, welche über das Jahr verteilt und mit verschiedenen Workshops gestaltet sind. Ein großes Ziel des FSJ-Politik ist dabei, die Politische Bildung bei jungen
Erwachsenen auszuprägen. Dabei stellt jedoch nicht nur der Träger Angebote, sondern wir als Freiwillige haben auch die Möglichkeit, unsere Seminarwochen zu gestalten – Teamarbeit und Organisationstalent sind dafür zwei sehr wichtige Eigenschaften.

Meine erste Seminarwoche ist vorbei

Ende Oktober hatte unsere Gruppe des FSJ-Politik in Thüringen ihre erste Seminarwoche. Untergebracht waren wir im Bildungshaus des Klosters St. Ursula in Erfurt. Ein Ort, welcher neben Übernachtungsmöglichkeiten und sehr guter Verpflegung auch große Seminarräume bietet. Da sich unsere Gruppe nur von einem Nachmittag im September kannte, begann die Seminarwoche zunächst mit dem Kennenlernen der anderen FSJler*innen und einigen organisatorischen Fragen. Schnell kennengelernt und Teamaufgaben souverän gemeistert, stiegen wir gemeinsam in die ersten Themen der politischen Bildung ein. Dazu gehörte z.B. eine Filmvorstellung über Nachhaltigkeit und die damit zusammenhängende Gestaltung von politischen Interessen. Außerdem besuchten wir eine Ausstellung im „Erinnerungsort Topf und Söhne“ in Erfurt, welche unter dem Thema „Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute“ stand. Zum Abschluss des Seminars konnten wir nun selbst unsere nächste Seminarwoche planen, welche Ende Januar 2020 gemeinsam mit der Gruppe des FSJ-Politik aus Niedersachsen stattfindet. Darüber
erfahrt ihr dann jedoch erst in einer der nächsten TZ-Ausgaben.

Schon voll angekommen und integriert, heißt es für mich nun wieder, an der Internetseite zu basteln, die nächste Ausgabe der „thüringer zeitschrift“ zu gestalten und natürlich noch meine Radiosendung im Januar vorzubereiten. Ich wünsche euch Allen eine schöne Vorweihnachtszeit, ein schönes Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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