GEW Thüringen
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[VERSCHOBEN!] Workshop - Antisemitismus im Schulkontext

DER WORKSHOP WIRD VERSCHOBEN, VERMUTLICH AUF FRÜHJAHR 2020. Das Ziel dieses Workshops ist die kritische Bestandsaufnahme von Lehrmaterialien zu Antisemitismus, Israel und dem sogenannten Nahostkonflikt.

Zum Hintergrund

Nach dem überwältigenden Medienecho zu antisemitischen Vorfällen an deutschen Schulen scheint das Thema omnipräsent: Die zuständigen Politikerinnen und Politiker distanzieren sich und rufen zu einem Kampf gegen Antisemitismus auf, es werden Fördergelder bereitgestellt und sogar ein Antisemitismus-Beauftragter einberufen. Doch Antisemitismus hält sich hartnäckig. Diese sich stets aufs Neue manifestierende thematische Überforderung zeigt sich auch im Schulunterricht. Diese Überforderung war auch erst in der vergangenen Woche erneut zu beobachten, als nach dem versuchten Mordanschlag auf Jüdinnen und Juden in Halle zunächst die Frage diskutiert wurde, ob es sich denn tatsächlich überhaupt um Antisemitismus handele. Es ist ein sprachlos machender Bezugspunkt, der einmal mehr zeigt, wie dringlich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist. Angesichts der Erkenntnis, dass antisemitische Einstellungen in allen Bevölkerungsgruppen vorhanden sind und es fast täglich zu antisemitischen Übergriffen kommt, lässt die Marginalisierung, Verzerrung oder Nichtbehandlung dieses Themas im Unterricht mehr als ratlos zurück.

Zur Referentin

Alexandra Bandl studiert an der Universität Leipzig Geschichte und Spanisch auf Lehramt für Gymnasien, ist Mitglied in der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie und freie Mitarbeiterin im Präventionsprojekt „Abbau von Antisemitismus“ des Ariowitsch-Hauses e.V.

Als freie Bildungsreferentin sind ihre Schwerpunkte Antisemitismus, Antiimperialismus, Autoritärer Charakter und Erinnerungskultur.

Ziel des Workshops

Das Ziel dieses Workshops ist die kritische Bestandsaufnahme von Lehrmaterialien zu Antisemitismus, Israel und dem sogenannten Nahostkonflikt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung zu Antisemitismus und dessen unterschiedlichen Erscheinungsformen werden wir gemeinsam analysieren, an welchen Stellen in deutschen Lehrplänen die Themen Antisemitismus und jüdisches Leben vorgesehen sind.
Im Weiteren diskutieren wir gängige pädagogische Prinzipien (interkulturelle Kompetenz) und deren Eignung. Auch wird ein kleiner Einblick in Schulbücher aus dem arabischen Raum gewährt.

Unser Angebot richtet sich an alle Interessierten U35, insbesondere an Lehramtsstudent*innen und Pädagog*innen unabhängig der jeweiligen Vorkenntnisse zu dem Thema. Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an GEW-Mitglieder. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf zwanzig begrenzt!

Anmeldungen bitte an junge-gew(at)gew-thueringen(dot)de

Nach Anmeldung wird ein Ablaufplan zugeschickt. Für Verpflegung wird gesorgt sein!

Termin
09.11.2019, 09:00 - 13:00 Uhr
Veranstaltungsort
Landesgeschäftsstelle GEW-Thüringen
Heinrich-Mann-Straße 22
99096 Erfurt
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 Routenplaner
Ansprechpartner_innen
Jana Bonn
Referentin für Bildung und Junge GEW
Heinrich-Mann-Str. 22
99096 Erfurt
0361 590 95 56

Telefonsprechstunde:
In jeder geraden Woche Dienstags von
17:00 bis 18:00 Uhr.

Dorothea Gläßer
Mitglied im Sprecher*innenteam der Jungen GEW
Marcel Helwig
Mitglied im Sprecher*innenteam der Jungen GEW und im Landesauschuss Diversity