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Hartmut Rosas Kritik der Spätmoderne und seine Konzeption eines gelingenden Lebens in resonanten Weltverhältnissen

Wege in eine solidarische Moderne

Moderne kapitalistische Gesellschaften sind dynamische Wachstumsgesellschaften. Ihre relative Stabilität über alle Krisen hinweg gewinnen sie traditionell durch eine permanente Steigerungsdynamik, beruhrend auf Wachstum, Beschleunigung und staatliche Aktivitierung der Subjekte. In der Spätmoderne führen diese Prozesse allerdings dazu, dass die natürlichen und sozialen Bedingungen gesellschaftlicher Reproduktion über den Bereich des Ökonomischen hinaus deformiert, vernutzt und zunehmend zerstört werden.

In der Tradition der „Kritischen Theorie der Gesellschaft“ untersucht Hartmut Rosa die strukturellen und kulturellen Mechanismen von Entfremdungsprozessen gegenüber der Natur, dem Bereich des Sozialen und der Selbstbeziehungen des Menschen. Im Rahmen seiner ambitionierten „Soziologie der Weltbeziehungen“ solle gelten: „Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung.“

Die Seminarinhalte:

  • Analyse und allgemeine Bestimmung der Moderne: Was sind die strukturellen und kulturellen Signaturen der kapitalistischen Formation?
  • Krisendiagnose: Entfremdete Weltverhältnisse durch systembedingte Steigerungszwänge
  • Zukunftsvision: ein gelingendes Leben durch Ermöglichung von Resonanz in unseren Beziehungen zur Natur (Ökologie), in den sozialen Verhältnissen (Demokratie) und im Verhältnis zu uns selbst (Selbstsorge)

Methodisches Vorgehen:

Zur Einführung in das Thema bieten wir euch einen visualisierten Kurzvortrag an. Die darin enthaltenen Thesen gilt es in einer anschließenden Diskussion zu prüfen. Dabei sind uns eure Erfahrungen in Form von Bestätigung, Ergänzungen oder Kritik besonders wichtig.

Zum Abschluss wollen wir die offenen Probleme herausarbeiten, die für die weiteren Diskussionen leitend sein können.

Seminarleiter:innen:

Dr. Heidemarie und Dr. Werner Dießner vom Institut für SozialManagment in Markkleeberg sind schon seit einer Reihe von Jahren in der Erwachsenenbildung tätig. Besonders philosophische Fragestellungen haben es ihnen angetan, denn von Hause aus sind beide Philosophen. Aber auch Themen rund um die Neue Rechte gehören zu ihrem Spektrum.

Zur Teilnahme:

Teilnahmegebühr: 35 Euro für GEW-Mitglieder, 100 Euro für Nicht-GEW-Mitglieder. Anmeldeschluss ist der 26.09.2022.

In der Teilnahmegebühr ist ein Mittagsimbiss und Getränke enthalten.

Die Teilnahme ist verbindlich. Die Teilnahmegebühr wird auch erhoben, wenn eine Absage kurzfristig erfolgt oder Du nicht zum Seminar erscheinst.

Zur Sicherheit aller Teilnehmer:innen freuen wir uns, wenn Du vorher einen Coronatest durchführst.

Für Fragen und Anmeldung:

Du kannst Dich wenden an Marlis Bremisch, 0361 590 95 21, marlis.bremisch(at)gew-thueringen(dot)de

Für Deine Anmeldung brauchen wir:

  • Name, Vorname
  • Mitgliedsnummer oder Anschrift, damit wir Dich für den Teilnahmebeitrag richtig zuordnen können
  • Informationen darüber, ob Du vegetarisch oder vegan essen möchtest, oder ob es eine Einschränkung beim Essen gibt, auf die wir achten sollten
Termin
08.10.2022, 10:00 - 16:00 Uhr
Veranstaltungsort
GEW-Landesgeschäftsstelle
Heinrich-Mann-Str. 22
99096 Erfurt
Anmeldeschluss
26.09.2022
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Kontakt
Marlis Bremisch
Referentin für Bildung und Gewerkschaftliche Bildungsarbeit
Adresse Heinrich-Mann-Str. 22
99096 Erfurt
Telefon:  0361 590 95 21
Referent_innen
Dr. Heidemarie Dießner
Philosophin und Dozentin
Dr. Werner Dießner
Philosoph und Dozent