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Das Theater Augusto Boals – ein theaterpädagogischer Workshop (abgesagt)

Die theaterpädagogischen Methoden Augusto Boals bieten einen Schatz an Möglichkeiten. Sie eignen sich zur Anwendung im Klassenzimmer, in der (sozial-)pädagogischen Praxis und als Methodik zur Reflexion von Prozessen in Teams und Kollegien. Boals Theatermethoden bringen Gruppen in Bewegung und zum Nachdenken und machen die Erfahrungswelten der Teilnehmenden zum Thema. Sie ermöglichen Interaktion, dialogische Prozesse und die Auseinandersetzung damit, wie Realität verändert werden kann. Der Workshop bietet Gelegenheit, einen praktischen Einblick in die Übungen, Spiele und Techniken Augusto Boals zu bekommen und ihre Anwendungsmöglichkeiten zu reflektieren. Vorerfahrungen im Theaterspiel sind NICHT notwendig, Neugier und Lust auf Bewegung hingegen schon.

Das Theater Augusto Boals:

Die Geschichte des Theaters der Unterdrückten beginnt in den 1970er Jahren in Latein­amerika, seitdem haben sich Boals Übungen und Spiele, Forumtheater, Bildertheater und andere Methoden auf allen fünf Kontinenten verbreitet und werden in mehr als 60 Ländern in unterschiedlichsten Bereichen angewandt.

Eng angelehnt an die Theorie und Praxis des ebenfalls brasilianischen Pädagogen Paulo Freire werden Boals Methoden sowohl zur Reflexion und kritischen Analyse gesellschaftlicher Realitäten als auch für konkrete, transformierende Aktionen angewandt.

Workshopleitung:

Das Seminar leitet Till Baumann.

Till Baumann hat am Augusto Boal Theaterzentrum in Rio de Janeiro gelernt und lebt als Theatermacher in Berlin. Seit inzwischen 15 Jahren arbeitet er mit Boals Theateransätzen in Europa und Lateinamerika, u. a. in Schulen, Jugendeinrichtungen, Gefängnissen und Theatern. Für den Verein „Miteinander – Netzwerke für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V.“ führt er seit 2004 Theaterprojekte zum Thema Rechtsextremismus und zur Stärkung von Zivilgesellschaft durch. In Berlin ist er Teil des Paulo Freire Instituts und der Theaterwerkstatt KURINGA. Er hat Augusto Boals „Übungen und Spiele für Schauspieler und Nicht-Schauspieler“ übersetzt und gibt Weiterbildungen für Multiplikator*innen, insbesondere zur Anwendung theaterpädagogischer Methoden in der Konflikt-Transformation, Friedenspädagogik und Menschenrechtsarbeit.

Weitere Informationen: www.tillbaumann.de 

Organisatorisches: 

  • Der Workshop muss leider entfallen. 

Neuauflage voraussichtlich im Jahr 2018.

Für Fragen zum Seminar und zur Anmeldung steht Marlis Bremisch, Referentin für Bildung der GEW Thüringen, zur Verfügung. 

Datum
19.05.2017 - 20.05.2017
Uhrzeit
15:30 bis 17:00 Uhr
Veranstaltungsort
Novotel Gera
Berliner Straße 38
07545 Gera
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Routenplaner
Ansprechpartner_in
Marlis Bremisch
Referentin für Bildung und Gewerkschaftliche Bildungsarbeit
Heinrich-Mann-Str. 22
99096 Erfurt
0361 590 95 21