GEW Thüringen
Du bist hier:

Das fordern die Gewerkschaften in der Tarifrunde 2021

Wir fordern in der Länder-Tarifrunde ein, was du verdienst: Fünf Prozent, mindestens 150,- Euro. Bei der Tarifrunde 2021 für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) geht es um die allgemeine Lohnerhöhung für rund eine Million Beschäftigte. Dazu zählen bei der GEW die angestellten Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen in Deutschland. Aber auch die Beschäftigten im Hort/Ganztag sowie an den Hochschulen kämpfen um mehr Lohn und Anerkennung.

Über eine Entgeltsteigerung hinaus erwarten wir, dass Erfahrungszeiten bei Höhergruppierungen künftig vollständig mitgenommen werden und studentische Beschäftigte in die Tarifbindung einbezogen werden. Wichtig für die GEW ist auch, dass für angestellte Lehrkräfte endlich die vollständige Paralleltabelle erreicht wird.

Im Jahr 2020 gab es Klatschkonzerte für die „Helden des Alltags“ – viele davon Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Das war ein schönes Zeichen der Anerkennung. Aber mehr auch nicht. Echte Anerkennung muss sich auch in der Bezahlung ausdrücken.

Eine Höhergruppierung muss in die gleiche Stufe erfolgen und die in der alten Entgeltgruppe zurückgelegte Stufenlaufzeit muss mitgenommen werden. Nur dann lohnt es sich für alle, neue und verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen.

Sonderpädagogische Fachkräfte haben in Thüringen den Status “Lehrkräfte”. Wir fordern eine Mindesteingruppierung von Lehrkräften in die E 10. Damit erreichen wir eine deutliche Aufwertung und Anerkennung ihrer Leistungen.

100 Euro sind nötig, um mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten. Teuerungsraten treffen Azubis und Studis besonders hart. Die öffentlichen Arbeitgeber müssen hier mit gutem Beispiel vorangehen.

Sie unterstützen die Lehre als Tutor:innen, halten Bibliotheken am Laufen und wirken an Forschungsprojekten mit. Ihre Arbeitsbedingungen werden derzeit nicht per Tarifvertrag geregelt, sondern von den Hochschulen diktiert. Das wollen wir ändern!

Es gibt bei der Zuordnung der Entgeltgruppen zu den Besoldungsgruppen eine Schieflage. Mit der Angleichungszulage wurde die Gehaltsdifferenz schrittweise verringert. Jetzt ist es Zeit, den letzten Schritt zu gehen: Paralleltabelle jetzt!

Die Einführung der S-Tabelle für die Horterzieher:innen und -koordinator:innen war ein Erfolg. Jetzt gilt es die ungünstigeren Stufenlaufzeiten der S-Tabelle an die besseren der allgemeinen Tabelle anzugleichen.

Der Großteil der Kolleg:innen im Wissenschaftsbetrieb ist befristet beschäftigt. Selbst Qualifizierungsbefristungen sind oftmals kürzer als die durchschnittliche Promotionsdauer. Wir erwarten wirksame Maßnahmen zur Eindämmung.

Ansprechpartner_in
Nadine Hübener
Referentin für Bildung
Heinrich-Mann-Str. 22
99096 Erfurt
0361 590 95 54
01573 336 02 98