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Zentrale Kundgebung in Leipzig von 3000 Streikenden - Streikfortführung am 20. Mai 2015

Heute haben die von SuE betroffenen Beschäftigten der Städte Erfurt, Gotha, Weimar und Jena und der Landkreise Weimar, Gotha und Wartburgkreis weiter gestreikt. Mehr als 300 Beschäftigte aus Thüringen sind heute früh zur zentralen mitteldeutschen Streikversammlung nach Leipzig aufgebrochen.

19.05.2015

Dort machten insgesamt 3000 Streikteilnehmer/innen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vor dem Bundesverwaltungsgericht auf ihre Forderungen in dieser Tarifauseinandersetzung aufmerksam. Es kam daher zu erheblichen Beeinträchtigungen und teils auch zu kompletten Schließungen in zahlreichen Einrichtungen.

Da von kommunaler Arbeitgeberseite immer noch kein ernsthaftes Angebot zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsdienstberufe (SuE) vorliegt, wird der Streik auch am 20. Mai 2015 von den bereits bestreikten Einrichtungen fortgesetzt. 
Die beiden Streikversammlungen am 20. Mai 2015 werden in Eisenach (ab 10:00 Uhr, Markt) und in Jena (ab 08:00 Uhr vor dem Volksbad) stattfinden. 
Folgende Busse werden die Streikenden aus Weimar, Erfurt und Gotha nach Eisenach bringen:

• Weimar: 07:20 Uhr, Goetheplatz
• Erfurt: 08:00 Uhr, Intercity-Hotel
• Gotha: 08:30 Uhr, Busbahnhof

Als Ansprechpartnerin vor Ort steht Ihnen ab 8:00 Uhr Nadine Hübener unter der Mobilnummer 01573 336 02 98 zur Verfügung.

Hintergrund:

Der kommunale Arbeitgeberverband (VKA) erkennt die hervorragenden Leistungen der Beschäftigen im Sozial- und Erziehungsdienst (Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagog/innen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpflegerinnen, Heilpädagogen, Kindheitspädagog/innen) an. Nur: Eine lediglich verbale Anerkennung der Leistungen der Fachkräfte reicht nicht aus!
Die Tätigkeitsmerkmale für die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst stammen größtenteils noch aus den 1970er-Jahren. Die Berufe haben sich seitdem jedoch stark verändert. Die gesellschaftlichen Erwartungen sind in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Damit sind auch die Anforderungen an Qualifikation und Arbeit der Beschäftigten in den Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen gestiegen. Die Eingruppierung und Bezahlung der Beschäftigten haben mit dieser Entwicklung und den dadurch beständig gestiegenen Anforderungen nicht Schritt gehalten. Die Verantwortung, die unsere Fachkräfte für Bildung, Erziehung und Betreuung übernehmen, wächst stetig, während das Niveau ihrer Bezahlung konstant niedrig bleibt. Wenn die Ansprüche steigen, muss sich das auch
auf die Gehälter auswirken.

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