GEW Thüringen
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GEW Thüringen unterstützt Forderungspapier zu Wandertagen und Klassenfahrten für Thüringer Schulen – mit zwei entscheidenden Erweiterungen

Das heute von der Thüringer Landeselternvertretung und anderen vorgestellte Forderungspapier wird von der GEW Thüringen unterstützt. Die Beobachtung, dass in den letzten Monaten beim Thema Klassenreisen viele Schwierigkeiten aufgetreten sind und aktuell eigentlich kaum Lernen am anderen Ort möglich ist, teilt die größte Interessenvertretung für Pädagog*innen ausdrücklich und mahnt entsprechende Verbesserungen an. Dabei dürfen die Schulleitungen aber nicht weiter belastet werden.

14.07.2020 - GEW Thüringen

Zum einen dürfen die Schulleitungen nicht noch weiter belastet werden. Wir verweisen hier auf die von der GEW Thüringen vorgestellten „10 Empfehlungen für die organisatorische und pädagogische Arbeit der Thüringer Schulen nach der Coronakrise“, die wir am 07.07.2020 veröffentlicht haben. Dort hat die GEW Thüringen besonders darauf hingewiesen, dass die Schulleitungen dringend Unterstützung durch Verwaltungsfachkräfte benötigen. Insofern greift das im Forderungspapier genannte und zu schaffende eigene Schulbudget zu kurz, wenn nicht gleichzeitig geregelt wird, von welchem zusätzlich anzustellenden Personal diese zusätzliche Verwaltungsarbeit erledigt wird.

Zum Anderen dürfen juristische Fragen nicht auf die Schulleitungen abgewälzt werden, zum Beispiel wenn unterschiedliche Ansichten zu Stornofristen bei besonderen Problemlagen existieren. Hier müssen die Schulämter bzw. das Bildungsministerium in der Hauptverantwortung der Klärung dieser Fragen stehen. Dazu Thomas Pfeuffer, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW Thüringen: „Es ist zu erwarten, dass es ab und an rechtliche Streitigkeiten mit Reiseveranstaltern oder auch mit Eltern geben wird. Da ist es völlig unakzeptabel, wenn die Schulen und damit vor allem die Schulleitungen haften sollen.“

 


Über die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Thüringen:
Die Bildungsgewerkschaft GEW THÜRINGEN ist die größte Interessenvertretung in Thüringen im Bildungsbereich. Sie organisiert aktive und ehemalige Beschäftigte an den Thüringer Bildungseinrichtungen. Schwerpunkte der politischen Arbeit sind die Bildungsgerechtigkeit, die Lern- und Arbeitsbedingungen an Kitas, Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie die Angestellten-, Beamten- und Tarifpolitik. Vorsitzende ist Kathrin Vitzthum.

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