GEW Thüringen - Website https://www.gew-thueringen.de GEW Thüringen - Website de-DE GEW Thüringen - Website Tue, 19 Sep 2017 18:26:37 +0200 Tue, 19 Sep 2017 18:26:37 +0200 TYPO3 EXT:news news-12402 Tue, 19 Sep 2017 13:15:16 +0200 Stand Tarifvertrag für Studentische Beschäftigte in Thüringen https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/stand-tarifvertrag-fuer-studentische-beschaeftigte-in-thueringen/ Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag den Auftrag bekommen, themenbezogen mit Studierendenvertretungen und Gewerkschaften Gespräche über den Abschluss eines Tarifvertrages aufzunehmen und in der Tarifgemeinschaft der Länder auf einen solchen Abschluss hinzuwirken. Hiervon umgesetzt ist leider nicht viel. Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag den Auftrag bekommen, themenbezogen mit Studierendenvertretungen und Gewerkschaften Gespräche über den Abschluss eines Tarifvertrages aufzunehmen und in der Tarifgemeinschaft der Länder auf einen solchen Abschluss hinzuwirken. Hiervon umgesetzt ist leider nicht viel.

Die Landesregierung in Thüringen tut viel im Bereich Hochschule. Ein „Novellchen“ haben sie auf den Weg gebracht, was Anfang 2018 in Kraft treten soll. Die Novelle soll für mehr Mitbestimmung an den Hochschulen sorgen. Insgesamt kann man dem zuständigen Ministerium zumindest in der Thematik „paritätische Besetzung der Hochschulgremien“ durchaus Mut bescheinigen. Halten wir es ihnen mal zu Gute: „Fortschritt ist ein schönes Wort. Seine Triebkraft aber heißt Wandel. Und der Wandel hat seine Feinde.“ (Robert Kennedy). Diese Feinde finden sich vor allem in den Hochschulleitungen, die auf einmal in vorbildlicher Solidarität mit den Professor*innen für deren Mitbestimmungsrechte kämpfen, aber eigentlich ihre ohnehin schon übermächtige Stellung an den Hochschulen noch weiter zu stärken beabsichtigen.

In Bezug auf die Thematik Tarifvertrag, so wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist, ist tatsächlich auch etwas passiert, nur nicht ganz so, wie es im Koalitionsvertrag erscheinen mag. Die Landesregierung hat zwar bei der Tarifgemeinschaft der Länder angefragt, Tarifverhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für die Länder aufzunehmen, dies wurde aber von der Gemeinschaft (wenn auch nicht grundsätzlich) abgelehnt. Seitdem wurden weder mit der GEW Thüringen noch mit den Studierendenschaften themenbezogen Gespräche darüber geführt.

Es ist nachvollziehbar, dass die Länder sich erst untereinander einigen wollen, wie sie an ein solches Thema herangehen, doch im Moment erscheint es eher so, als würde das Thema kaum eine Rolle spielen. Die Länder haben sich anscheinend darauf geeinigt, dieses Thema von Wissenschaftsseite aus anzugehen, Kenntnisse darüber, ob es seitens Thüringens Bestrebungen gab, auf einen Tarifvertrag hinzuwirken, haben wir bis  jetzt (Stand August 2017) nicht. Es ist ja schön und gut, das Thema auf höherer Ebene anzusprechen und nachzuhorchen, aber wer auf etwas hinwirken will, muss mehr tun als eine negative Antwort zu akzeptieren!

„Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.“ (Aldous Huxley)

Das Thüringer Finanzministerium (TFM) blockt seit Anfang 2016 Gespräche über den Abschluss eines Tarifvertrages mit Hinweis auf die Vorgänge in der TdL ab, es sei aber zu anderen Themen wie immer gesprächsbereit. Das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) äußerte Gesprächsbereitschaft zur Situation der Studentischen Beschäftigten. Aufgrund dieser Aussagen und der Koalitionsvereinbarung sollte man denken, die Verantwortlichen würden eine entsprechende Initiative ergreifen. Denkste, es ist die GEW Thüringen, die die Füße hochbekommt!.

Politisch scheint ein Tarifvertrag für Studentische Beschäftigte schwer durchsetzbar zu sein oder zumindest nicht ohne nahezu revolutionären Gedanken aus Thüringen heraus. Mut (oder den Willen), neben Berlin einen Tarifvertrag auf Landesebene abzuschließen, hat die derzeitige Landesregierung bzw. die zuständigen Ministerien offensichtlich nicht! Daher organisieren wir Anfang November eine Veranstaltung zum Thema Tarifvertrag, bei der es ein Gespräch mit allen an diesem Thema beteiligten politischen Akteuren geben sollte.

Leider haben die zuständigen Ministerien sowie die beiden angefragten Hochschulleitungen abgesagt. Die Veranstaltung wird also unter anderen Rahmenbedingungen stattfinden. Da wir in der Sache voran kommen wollen, werden wir natürlich auch Schritte zur Verbesserung der Situation Studentischer Beschäftigter diskutieren, die möglich sind, auch ohne dass es – zunächst – einen Tarifvertrag gibt. Beispiels­weise werden wir die Möglichkeit einer Rahmendienstvereinbarung vortragen.

Eine Veranstaltung zu diesem Thema kann nur ein Schritt sein; es ist unser derzeitiger Beitrag zu diesem Thema. Vorstellbar wäre aber auch ein runder Tisch mit Ministerien, Gewerkschaften und Studierendenvertretungen, um die Themen tiefgreifender gemeinsam zu erörtern und Lösungen zu finden. Wäre eine Einladung dazu nicht der nächste Schritt für eine Landesregierung, die die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Studentischen Beschäftigten als Vorhaben im Koalitionsvertrag stehen hat?

Einladung zur Veranstaltung

Tarifvertrag? Ja, bitte! – Rechtliche Stellung von Studentischen Beschäftigten und Tarifkampferfahrungen

Alle Details zu dieser Veranstaltung hier.

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Studium Wissenschaft Gute Arbeit Tarif Artikel Thüringen
news-12356 Tue, 12 Sep 2017 10:46:00 +0200 Mehr als 60 % der Mitglieder der GEW sind Beamtinnen und Beamte https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mehr-als-60-der-mitglieder-der-gew-sind-beamtinnen-und-beamte/ Die gewerkschaftliche Interessenvertretung für Beamtinnen und Beamte wird durch das Grundgesetz Artikel 9 und durch das Beamtenstatusgesetz § 52 garantiert. Das Klischee, dass Beamtinnen und Beamte nicht in einer Gewerkschaft sein dürfen, ist nicht mehr als ein Klischee. Auch wenn es nicht jedem gefallen mag: Der Beamtenstatus ist für die GEW kein Neuland. Als bundesweit größte Interessenvertretung im Bildungsbereich sind von unseren rund 280.000 Mitgliedern über die Hälfte verbeamtet. Bei den Lehrkräften liegt dieser Anteil sogar weitaus höher. Nur eine starke GEW kann gute Tarif- und Besoldungsbedingungen aushandeln.

Beamtinnen und Beamte profitieren vor allem vom GEW-Rechtsschutz, denn:
Die Statistiken des DGB zeigen, dass verbeamtete Mitglieder häufiger Rechtsbeistand benötigen.

Ganz konkret lassen sich Beamtinnen und Beamte beispielsweise immer wieder zu folgenden Problemen rechtlich durch die GEW beraten und helfen:

  • Was tun bei nicht rechtzeitig erfolgter, aber notwendiger Beurteilung?
  • Wie kann ich gegen eine ungerechtfertigt schlechte Beurteilung vorgehen?
  • Wie verhalte ich mich bei einer Dienstaufsichtsbeschwerde?
  • Kann ich gegen die Ablehnung des Sabbatical-Jahres vorgehen?
  • Wie errechnet sich meine Pension?
  • Wie kann und muss ich auf Probleme während meiner Probezeit reagieren?
  • Ist die Höhe meiner Besoldung korrekt?
  • Wie muss ich mich bei Disziplinarmaßenahmen verhalten?
  • Was kann ich tun gegen zu viele Abordnungen?

Die GEW Thüringen ist mit der Landesrechtsstelle und ihren ehrenamtlichen Rechtsschutzbeauftragten bestens aufgestellt, um ihre Mitglieder kompetent zu betreuen.

Aktuelle Termine der Verbeamtungen (incl. Orte und Zeiten) in allen fünf Schulamtsbereichen und weitere Informationen zum Thema Beamtinnen und Beamte finden Sie hier.

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Berufliche Bildung Schule Gute Arbeit Recht Beamte Artikel Förderschule Gymnasium Gemeinschaftsschule Regelschule Grundschule Thüringen
news-12354 Tue, 12 Sep 2017 08:46:00 +0200 Verbeamtungen im September 2017 https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/verbeamtungen-im-september-2017/ Termine, Zeiten, Orte der Verbeamtungen in allen fünf Schulamtsbereichen
Schulamtsbereich Westthüringen
Di, 26.September 2017, 14.00 Uhr und 15.30 Uhr, und bei Bedarf um 17.00 Uhr (in Gruppen)
Mi, 27.September 2017, 14.00 Uhr und 15.30 Uhr, und bei Bedarf um 17.00 Uhr (in Gruppen)
Do, 28.September 2017, 14.00 Uhr und 15.30 Uhr, und bei Bedarf um 17.00 Uhr (in Gruppen)
jeweils im Spiegelsaal der Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr in der Friedrichstraße 5 in Gotha
Schulamtsbereich Ostthüringen
Mi, 20. September 2017, von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Do, 21. September 2017, von 15:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Fr, 22. September 2017, von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Mo, 25. September 2017, von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Di, 26. September 2017, von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr
jeweils in der Aula des der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Technik in der Berliner Straße 157 in Gera
Schulamtsbereich Mittelthüringen
Mi, 20. September 2017, von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Do, 21. September 2017, von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Mo, 25. September 2017, von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Di, 26. September 2017 von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Mi, 27. September 2017, von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Do, 28. September 2017, von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
jeweils im Staatlichen Goethe-Gymnasium in der Amalienstraße 4 in Weimar
Schulamtsbereich Südthüringen
Do, 14. September 2017, um 13:00 und 15:00 Uhr
Di, 19. September 2017, um 13:00 und 15:00 Uhr
Do, 21. September 2017 , um 13:00 und 15:00 Uhr
jeweils im Amtsgerichtssaal des Schulamtes Südthüringen in der Hölderlinstraße 1 in Suhl
Schulamtsbereich Nordthüringen
Di, 26. September, von 14:00 bis ca. 17:00 Uhr
Obereichsfeldhalle, Zentraler Platz 2, 37327 Leinefelde
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news-12344 Mon, 11 Sep 2017 14:48:03 +0200 Wir lassen Ein-Fach-Lehrer*innen nicht im Stich! https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wir-lassen-ein-fach-lehrerinnen-nicht-im-stich/ Nach der Vereinbarung zu einem ersten Schritt der Besoldungsanpassung der Regelschullehrer*innen ist die Enttäuschung bei den Ein-Fach-Lehrer*innen groß. Verständlich! Unterrichten sie doch seit Jahren in verschiedenen Fächern, sind Klassenleiter*innen, haben Weiterbildungen besucht und sind sebstverständlicher und geschätzter Teil der Kollegien.

Gleichwohl ist der Sachverhalt wie folgt: Die Eingruppierung und die Möglichkeit der Höhergruppierung richten sich nach dem für die Beamten geltenden Thüringer Besoldungsgesetz in Verbindung mit den Thüringer Laufbahnvorschriften. Für das zutreffende Amt ist neben der Tätigkeit der Lehrkraft die berufliche Qualifikation, insbesondere die Lehrbefähigung bzw. das Lehramt maßgeblich.

Wir werden das anpacken!

Die GEW Thüringen hat über den Abgeordneten Wolf eine Kleine Anfrage an den Thüringer Landtag gerichtet, die das Problem der Ein-Fach-Lehrer*innen in die öffentliche Wahrnehmung holt.

Die GEW Thüringen ist dazu bereits im Gespräch mit Bildungsminister Helmut Holter. Gemeinsam wollen wir Wege finden, wie die gute pädagogische und fachliche Arbeit der Ein-Fach-Lehrer*innen anerkannt werden kann.

Die GEW Thüringen wird nicht locker lassen. Sobald die Antworten auf die Kleine Anfrage im Thüringer Landtag vorliegen, werden wir das Gespräch mit Finanz- und Bildungsministerium suchen.

Gemeinsam sind wir stark.

Eure GEW Thüringen

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news-12334 Fri, 08 Sep 2017 14:02:00 +0200 Flucht und Asyl in der Thüringer Bildungslandschaft + Verbeamtungswelle in Thüringen + Probleme bei der Kita-Gesetz-Novellierung https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/flucht-und-asyl-in-der-thueringer-bildungslandschaft-verbeamtungswelle-in-thueringen-probleme-bei/ BILDUNG IN THÜRINGEN mit diesem Thema: Flucht und Asyl in der Thüringer Bildungslandschaft + Verbeamtungswelle in Thüringen + Probleme bei der Kita-Gesetz-Novellierung. Moderatoren im Studio sind Nadine Hübener und Michael Kummer. Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Bildung & Geschlecht Migration Bildungssystem Artikel Thüringen news-12289 Wed, 06 Sep 2017 11:25:00 +0200 Die Bundestagswahl rückt näher: Moderne Räume für moderne Methoden – Bildung. Weiter denken! https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/die-bundestagswahl-rueckt-naeher-moderne-raeume-fuer-moderne-methoden-bildung-weiter-denken/ Zeit für jedes einzelne Kind, darauf kommt es in den Kitas an. Das geht aber nur, wenn der Fachkraft-Kind-Schlüssel stimmt. Eine gute frühkindliche Bildung gibt es nicht umsonst. Mehr Geld für Bildung! Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit Artikel Thüringen news-12296 Wed, 06 Sep 2017 09:34:00 +0200 Betriebsrätewahl: Weshalb das Jahr 2018 ein gutes Jahr für die Beschäftigten bei freien Trägern wird https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/betriebsraetewahl-weshalb-das-jahr-2018-ein-gutes-jahr-fuer-die-beschaeftigten-bei-freien-traegern-wird/ 2018 ist es wieder soweit. Zwischen dem 01. März und dem 31. Mai 2018 – je nach dem an welchem konkreten Datum die letzte Betriebsratswahl im Betrieb stattfand – sind die Beschäftigten aufgerufen, ihre innerbetriebliche Interessenvertretung zu wählen. Aber wozu brauchen die Beschäftigten eigentlich einen Betriebsrat?

Eine engagierte Interessenvertretung bringt nachweislich höhere Einkommen, sichere Jobs und zukunftsfähige Konzepte. Über die Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte des Betriebsrats können die Beschäftigten Einfluss nehmen auf die Bereiche Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitszeit, Entgelt, personelle Einzelmaßnahmen und Kündigungen sowie auf die Unternehmenskultur im allgemeinen.

Warum brauchen die Beschäftigten bei dieser Wahl Unterstützung durch ihre GEWerkschaft?

Die Durchführung einer Betriebsratswahl baut auf die Einhaltung vieler Termine und Fristen auf. Die GEW Thüringen unterstützt

  1. ihre Mitglieder in bestehenden Betriebsräten,
  2. diejenigen, welche sich diese Aufgabe zukünftig vorstellen können, und
  3. selbstverständlich auch die Kolleg*innen, die einen Betriebsrat an ihrer Einrichtung erstmalig wählen wollen,

dabei, nicht den Überblick zu verlieren. Des Weiteren bietet sie eine erfolgreiche, erfahrungserprobte Strategie an und ermöglicht es den GEW-Mitgliedern, sich regelmäßig auszutauschen und so von den Erfahrungen und Erfolgen der anderen zu profitieren.

Zur Begleitung der anstehenden Wahlen haben wir wir eine Vielzahl an Materialien erstellen lassen:

  • Flyer,
  • Wahlkalender,
  • Arbeitshilfen, Plakate,
  • Sticker und
  • einen eigenen Homepage-Auftritt.

Interessierte GEW-Mitglieder können sich ab dem Herbst 2017 innerhalb einer GEW-internen Arbeitsgruppe „Betriebsräte aktiv“ informieren, sich austauschen, beraten lassen und natürlich das neue Material in Augenschein nehmen.

Hast Du Interesse?

Dann schick eine Mail an Nadine Hübener oder ruf einfach an.

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Bildungsbereiche Kita Berufliche Bildung Schule Mitbestimmung Artikel Kita in freier Trägerschaft Betriebsräte Thüringen
news-12295 Wed, 06 Sep 2017 09:33:00 +0200 Interview zum Abschied von Heike Kandraschow https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/interview-zum-abschied-von-heike-kandraschow/ Von 1991 bis August 2017 war sie in der Geschäftsstelle der GEW Thüringen tätig. Die Rechtsstelle der GEW Thüringen hat sie mit aufgebaut, zahlreiche juristische Siege eingefahren und somit für bessere Arbeitsbedingungen vieler Mitglieder gesorgt. Anlässlich ihres vollzogenen Wechsels in die Freistellungsphase der Altersteilzeit befragten wir Heike Kandraschow:
  • Du warst seit 1991 als Juristin in der Geschäftsstelle der GEW Thüringen dabei und hast die Rechtsstelle mit aufgebaut. Welche Erlebnisse verbindest du mit dieser Anfangszeit und haben sich die ursprünglichen Ideen und Vorhaben im Laufe der Zeit denn so umsetzen lassen?
  • Der Anfang war ein Massengeschäft: Tausende Lehrer*innen und Erzieher*innen haben eine Kündigung wegen mangelnder persönlicher oder fachlicher Nichteignung, aber auch aus betriebsbedingten Gründen erhalten. Die Rechtsstelle arbeitete in kleinen Räumen und wir stiegen tatsächlich über Berge von Verfahrensakten und verhandelten thüringenweit in den Arbeitsgerichten für unsere Mitglieder.

    Diejenigen, die durchgehalten und eine gerichtliche Entscheidung ihrer Kündigung wegen Nichteignung beim Landesarbeitsgericht abgewartet haben, wurde die Rechtswidrigkeit ihrer Kündigung bescheinigt. Leider waren das nur wenige, denn die meisten haben ihren Arbeitsplatz aufgegeben gegen Zahlung einer Abfindung. Doch selbst dies war ein Erfolg, denn der damalige Minister Herr Althaus hatte verkündet, dass er die Kündigungen wegen Nichteignung bis zum höchsten Arbeitsgericht durchziehen wird. Doch musste er sich eines Besseren belehren lassen und lenkte deshalb schließlich mit Abfindungszahlungen ein.

    Es war immer schwierig, den Mitgliedern zu vermitteln, dass man bereit sein muss, um sein Recht zu kämpfen. Viele juristische Streitfragen blieben leider ungeklärt, weil ich nicht die klagewilligen Mitglieder gewinnen konnte.

    • Was hat sich wie ein roter Faden durch die gesamten Jahre deiner Tätigkeit in der GEW gezogen?

    Die GEWerkschaft hat viele Tätigkeitsfelder und fast immer bedürfen sie der juristischen Begleitung.

    • Welche juristische Beratung oder welcher juristische Streit ist Dir besonders in Erinnerung?

    Die Mehrarbeit von teilzeitbeschäftigten Lehrern und deren anteilige Vergütung während des Floating-Modells haben mich viel beschäftigt. Trotz der Vereinbarungen der GEW mit dem Kultusministerium hierüber gab es viele Rechtsstreitigkeiten. Da gab es unser Gerichtsverfahren, das zunächst gewonnen und im Berufungsverfahren beim Thüringer Landesarbeitsgericht verloren wurde. Wir legten die Revision beim Bundesarbeitsgericht ein, das schließlich den Freistaat Thüringen verpflichtete, dem Kläger (GEW-Mitglied) für die geleisteten Mehrarbeitsstunden anteiliges Urlaubsgeld, anteilige Zuwendung und vermögenswirksame Leistungen zu zahlen. Diese Entscheidung
    war ein wichtiger Erfolg, denn sie konnte auf viele vergleichbare Fälle übertragen werden.

    • Was Außergewöhnliches fällt Dir noch zu Deiner Arbeit, Deinen Kolleg*innen oder zur Landesgeschäftsstelle ein?

    Ich habe in einem Team gearbeitet, wo das Miteinander und die Fröhlichkeit im Vordergrund standen. Bei den vielen Problemen, die mir Mitglieder von ihrer Arbeit berichten,
    wohl keine Selbstverständlichkeit. Außerdem arbeitet auch meine beste Freundin in der LGS, mit der ich nicht nur privat, sondern auch beruflich verbunden bin. Wer hat das schon?!

    • Wenn Du die GEW Thüringen aus der ersten Hälfte der 1990er Jahre mit der heutigen GEW Thüringen vergleichst – was fällt Dir dazu auf?

    Der Altersdurchschnitt der Mitglieder hat sich so wie in den Lehrerkollegien deutlich erhöht. Viel Arbeit lastet auf den Schultern weniger aktiver Ehrenamtler. Da muss sich was ändern.

    • Bei welcher Situation bzw. bei welchen Situationen in der Landesgeschäftsstelle hast Du am meisten gelacht?

    Als ich in der Geschäftsstelle anlässlich meines 60. Geburtstages mit einem Krückstock und einer Greifhilfe empfangen wurde. Denn just an diesem Tag hatte ich mal „schlimm Rücken“.

    • Ein Abschlusskommentar von Dir?

    Wer glaubt, dass die GEW ein Verein ist, dem man Wünsche, Erwartungen und Forderungen mitteilt, dem muss klar sein, dass es keinen Zauberer gibt, der sie erfüllt. Nur die aktive Mitarbeit in der GEW mit der Bereitschaft, Verhandlungen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen erforderlichenfalls auch mit wirksamen Kampfmaßnahmen zu unterstützen, machen gewerkschaftliche Ziele erreichbar.

    So wünsche ich mir für die GEW, dass sie durch neue und junge Mitglieder, die sich auch ehrenamtlich aktiv betätigen wollen, verstärkt wird. Viele Aufgaben gleichzeitig zu verfolgen, machen abrechenbare Ergebnisse schwierig, wenn man ihnen keine Prioritäten gibt. Die Tarifarbeit sollte dabei immer ein besonderes Gewicht haben.

    • Vielen Dank.
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    Bildungsbereiche GEW Gute Arbeit Recht Artikel Kita in freier Trägerschaft Thüringen
    news-12293 Wed, 06 Sep 2017 09:32:00 +0200 Leider mutlos: Fehlende Weitsicht beim aktuellen Entwurf des Kita-Gesetzes https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/leider-mutlos-fehlende-weitsicht-beim-aktuellen-entwurf-des-kita-gesetzes/ Die Landesregierung verpasst mit dem Entwurf für ein neues Kita-Gesetz die Chance, die Qualität in den Einrichtungen durch einen höheren Personalschlüssel zu verbessern: Und verschließt damit die Augen vor dem drohenden Fachkräftemangel. Zwar formuliert der vorgelegte Gesetzentwurf einige Verbesserungen. Zu nennen wären an dieser Stelle verschiedene Begriffsdefinitionen, die Betonung der umfassenden rechtlichen Verantwortung des Trägers sowie die Regelungen für die Fortbildung des pädagogischen Personals. Wir sehen es als Wertschätzung der Beschäftigten an, dass verschiedene Forderungen der GEW in den zweiten Entwurf Eingang gefunden haben: unter anderem die dreijährige einschlägige Berufserfahrung für die Leitungsebene sowie die Erhöhung der Stellenanteile für die Leitungstätigkeit.

    Im Sinne einer Weiterentwicklung der Qualität der Thüringer Kindertagesstätten ist der Gesetzesentwurf jedoch aus unserer Sicht unzureichend.

    Jegliche im Vorfeld diskutierten Verbesserungen des Personal- und Betreuungsschlüssels sind im Verlauf des Prozesses unter den Tisch gefallen. Damit werden die avisierten Änderungen zu reinen Schönheitsreparaturen.

    Dem Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung muss auch durch eine den Aufgaben angepasste Personalausstattung Rechnung getragen werden. Genau das tut dieser Gesetzesentwurf aber nicht. Aus Sicht der GEW Thüringen wäre es sinnvoll gewesen, den Fokus der Novellierung auf die Verbesserung der Qualität zu legen. Dazu gehört etwa, die im Gesetzesentwurf formulierte Bezugsgröße „Wahrung des Kindeswohls“ auch inhaltlich zur Anwendung zu bringen und Aspekte wie die personelle und räumliche Ausstattung daran anzupassen.

    Des Weiteren haben wir uns von diesem Gesetzesentwurf mehr Weitsicht versprochen. Gerade im Zusammenhang mit dem drohenden Fachkräftemangel
    sind gute Arbeitsbedingungen, zu denen neben einem pädagogisch begründeten Betreuungsschlüssel auch eine tarifvertragliche Entlohnung der Beschäftigten zählt, entscheidend.

    Die GEW Thüringen hat bei ihrer aktuellen Stellungsnahme zum Entwurf erneut die Gelegenheit genutzt, für eine Tariftreueklausel zu werben, die dem Land Thüringen die Möglichkeit gibt, seine Zuschüsse an Mindestbedingungen zu knüpfen wie es im Bereich der Wirtschafts- und Projektförderung bereits jetzt üblich ist. Der TVöD Sozial- und Erziehungsdienst sollte dabei als Leitwährung dienen. Dabei ist es an der Landesregierung und den örtlichen Trägern, die Finanzierung der Kindertagesstätten auf eine solide Basis zu stellen, ohne die Eltern über erhöhte Beiträge zusätzlich zu belasten.

    Die detaillierte Stellungnahme der GEW Thüringen zum Kita-Gesetz-Entwurf ist hier zu finden.

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    Bildungsbereiche Kita Bildungsqualität Gute Arbeit TVöD Artikel Kita in freier Trägerschaft Thüringen
    news-12291 Wed, 06 Sep 2017 09:31:00 +0200 Empfehlungen III: Unterrichtsmaterial zur Thematisierung von Flucht und Asyl https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/empfehlungen-iii-unterrichtsmaterial-zur-thematisierung-von-flucht-und-asyl/ Der Landesausschuss Diversity hat eine Auswahl von kostenlos verfügbaren Angeboten zusammengestellt, die dazu beitragen über die Themen Asyl und Flucht, Menschenrechte und Migration im Bildungsalltag zu sprechen. Sie geben vielfältige Impulse zu Verständnis und Respekt und tragen zur Teilhabe von Geflüchteten im schulischen Rahmen bei.
  • Der Lehrerclub
  • Die Stiftung Lesen bietet auf ihrer Internetseite „Der Lehrerclub“ vielfältige Arbeitsmaterialien verschiedener Verlage und Bildungsinstitutionen zu den Themenschwerpunkten Asyl und Flucht, Menschenrechte und Migration an. 

    • IdeenSet Flucht und Asyl

    Die Pädagogische Hochschule Bern erarbeitete das „IdeenSet Flucht und Asyl“ mit Unterrichtsmaterial und -entwürfe für die Sekundarstufen I und II, die interkulturelle Kompetenzen fördern. 

    • Krieg und Flucht im Unterricht - Biographische Zugänge und didaktische Materialien

    Die Berghof Foundation entwickelte das Unterrichtsmaterial „Krieg und Flucht im Unterricht - Biographische Zugänge und didaktische Materialien“. Ausgewählte Module können im pdf-Format für den Einsatz im Unterricht ab der Sekundarstufe I heruntergeladen werden. Ausgangspunkt sind Interviews mit Kindern, die nach Deutschland
    geflohen sind und von ihrem neuen Leben in einem fremden Land berichten. 

    • Empfehlungen der GEW Bund

    Auch die Bundes-GEW empfiehlt eine Reihe von Unterrichtsmaterialien, Info-Broschüren, Filmen und Praxisbeispielen. 

    • Flucht und Trauma im Kontext Schule

    Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCR) bietet ein Handbuch zu „Flucht und Trauma im Kontext Schule“ für Pädagog*innen an. Anhand von Erlebnissen aus dem Schulalltag werden praxisnahe Beispiele gegeben, wie vielfältig sich traumatische Erfahrungen äußern können. Die zusammengestellten praktischen Anregungen und Übungen sollen bei der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingskindern helfen. 

    • Leitfaden der GEW Bayern

    Die GEW Bayern hat zu Abschiebungen aus Schulen und Betrieben in Zusammenarbeit mit dem Rechtsanwalt Hubert Heinhold einen Leitfaden erstellt, der Beschäftigten im Bildungsbereich erläutert, welche Rechte und Pflichten sie im Falle einer Abschiebung von Personen aus ihren Einrichtungen haben. 

    • Einmischen und dagegenhalten!

    Die Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster bietet eine als pdf downloadbare Broschüre an, die sich um sprachliche Sensibilität im Umgang mit Geflüchteten einsetzt und eine Hilfe bei rassistischen Anfeindungen und rechtspopulistischen Polemiken bieten will: „Einmischen und dagegenhalten! - Zum Umgang mit rassistischen Anfeindungen im Kontext von Flucht und Asyl“.

    • Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung

    Der Paritätische hat eine Handlungsempfehlung erarbeitet, die Empfehlungen für konkrete Situationen, Beratungsangebote und Informationen zu rechtsextremen und menschenfeindlichen Einstellungen in Deutschland gibt. Ein besonderes Anliegen der Broschüre ist es, überkommenen Bildern und Klischees der extremen Rechten, die häufig in den Medien bedient werden, eine differenzierte Auseinandersetzung mit Erscheinungsformen der extremen Rechten entgegenzustellen: „Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung“

    • Unterrichtsmaterial in Deutsch und Englisch

    Onilo bietet Unterrichtsmaterial an, das in Deutsch und Englisch online verfügbar ist.

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    Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Kita Schule Bildung & Geschlecht Migration Gesellschaftspolitik Bildungssystem Artikel Thüringen
    news-12290 Wed, 06 Sep 2017 09:30:00 +0200 Empfehlungen II: Kinder- und Jugendbücher zu den Themen Flucht und Asyl https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/empfehlungen-ii-kinder-und-jugendbuecher-zu-den-themen-flucht-und-asyl/ Integration gelingt am besten über Sprache. Lesen und Vorlesen helfen den Menschen, die bei uns Schutz suchen, sich zu orientieren und einzuleben, Kontakte zu knüpfen – und natürlich auch einen Zugang zur deutschen Sprache zu erhalten. Wir, der Landesausschuss Diversity, haben Euch eine Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern zusammengestellt, die wir für besonders gelungen halten, das zu realisieren.
  • Buchkinder e.V.: Willkommensbuch „Willkommen in Weimar“
  • Das Buch ist als Beteiligungsprojekt von Kindern für Kinder entstanden. Es ist mehrsprachig und wurde von mehreren Muttersprachler*innen gemeinsam erstellt. Im Buch selbst geht es zum Beispiel um Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen oder wie Weimar so „tickt“. Vor allem für Kinder, die neu ankommen in der Stadt, ist es eine Orientierungshilfe. Weitere Infos (Link „Augenschmaus“ anklicken). Das Buch kann über die Homepage oder per E-Mail bestellt werden: info(at)buchkinder-weimar(dot)de

    • Claude K. Dubois: Akim rennt. (2016, ab 6 Jahren)

    Mit sehr wenig Text aber dafür sehr eindrücklichen und bewegenden Bildern schildert der Autor die Geschichte eines kleinen Jungen auf der Flucht. Die Zeichnungen kommen mit wenigen Farben aus und wirken eher wie Skizzen, was den Eindruck der Unsicherheit des Jungen noch verstärkt. Aber auch wenn das Buch ein wenig beklemmend wirkt, gerade für sehr kleine Kinder, kann es mit dem versöhnlichen Ende einiges an Hoffnung wieder auffangen.

    • Irena Kobald / Frey Blackwood: Zuhause kann überall sein. (2016, ab 5 Jahren)

    Dieses Buch erzählt von einem Mädchen, welches ebenfalls aus seiner Heimat fliehen musste. Dabei beschreibt es die Fremdheit am Ankunftsort und hebt vor allem die Wichtigkeit von Sprache für das Gefühl des Geborgenseins und Ankommens hervor. Diese bietet aus der Sicht der Protagonistin erst die Möglichkeit, sich zu Hause zu fühlen.

    • Kirsten Boie: „Bestimmt wird alles gut“ (Arabisch, Deutsch, 48 Seiten, 2016, ab 6 Jahren)

    Boie erzählt die Geschichte der beiden Brüder Rahaf und Hassan, die mit ihrer Familie die syrische Heimat verlassen müssen und nach Deutschland fliehen. Die Fluchtgeschichte beruht auf wahren Begebenheiten – sie wird in Deutsch und Arabisch erzählt. Übersetzt wurde sie von Mahmoud Hassanein und einfühlsam von Jan Birck illustriert. Im Anhang befindet sich ein kleiner Sprachführer, mit denen Kinder erste Worte auf Deutsch oder Arabisch kennenlernen können. Die Arbeitsgemeinschaft
    Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW hat das Buch mit dem LesePeter (Mai 2016) ausgezeichnet und merkt u.a. an: „Für den Leser ist es emotional sehr bewegend, die Sicht eines Kindes zu erfahren, das aufgrund sprachlicher Hürden kaum Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme hat und nicht weiß, wie es sich verhalten soll.“

    Onilo bietet dazu Unterrichtsmaterial an, das in Deutsch und Englisch online verfügbar ist.

    • Janne Teller: Krieg. Stell Dir vor, er wäre hier, (4. Auflage, 2015, 64 Seiten, ab 12 Jahren)

    In diesem Buch wird ein wichtiger, aber nachvollziehbarer Perspektivwechsel be-schrieben: In Europa herrscht Krieg und die Regionen im sogenannten Nahen Osten bieten Schutz. Die Kernaussage lautet also: „Es könnte jede*n treffen.“ Das Buch ist ein Aufruf, das nicht zu vergessen, und Solidarität mit Geflüchteten zu üben.

    • Mehrnousch und Mehrdad Zaeri-Esfahani: 33 Bogen und ein Teehaus (2016, 148 Seiten, ab 12 Jahren)

    Mehrnousch Zaeri-Esfahani erzählt von ihrer Flucht aus dem totalitären Iran unter Chomeini über die Türkei, Ost-Berlin, verschiedene teils menschenunwürdige Flüchtlingsunterkünfte bis schließlich nach Heidelberg. Die Autorin versieht die Stationen ihrer Flucht mit topografischen Informationen, die den Kapiteln vorangestellt werden. Die zarte Illustration von Mehrdad, dem Bruder der Autorin, ästhetisiert die Geschichte auf zurückhaltende, aber wirkungsvolle Weise. AJuM spricht dem Buch einen hohen Wert für die interkulturelle Bildung zu und bemerkt: „Wir erlesen viel Eigenes im Fremden und bekommen die Schwierigkeit aufgezeigt, sich in einer fremden Kultur
    zurecht zu finden [...]“
    Dafür wurde das Werk mit dem LesePeter (Februar 2017) ausgezeichnet.

    • Auf der Suche nach weiteren Büchern?

    Der Carlsen-Verlag setzt unter der Rubrik „In der Schule über Flucht sprechen“ den Fokus auf Gespräche und den Einsatz von bildstarken Titeln ohne oder mit wenig Text. Zu einigen der vorgestellten Bücher gibt es darüber hinaus umfangreiches Unterrichtsmaterial zum kostenlosen Download.  

    Die Intersektionale Kinderbuchliste des Projektes „i-Päd – intersektionale Pädagogik“ führt nach Altersstufen geordnet Bücher auf, die gegen Ausschlüsse und Diskriminierung wirken und Themen aufgreifen, die oft Kindern gegenüber wenig besprochen werden. 

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    Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Kita Schule Bildung & Geschlecht Migration Gesellschaftspolitik Bildungssystem Artikel Thüringen
    news-12288 Wed, 06 Sep 2017 09:29:00 +0200 Refugees welcome in Forschung und Lehre https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/refugees-welcome-in-forschung-und-lehre/ Unter diesem Titel hat der 28. Gewerkschaftstag der GEW im Mai 2017 hat einen Beschluss gefasst, in dem die für das Hochschulwesen zuständigen Ministerien der Länder und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aufgefordert werden, die verschiedenen Programme für die Aufnahme Geflüchteter an Hochschulen mit mehr Nachhaltigkeit auszustatten und auch auf Wissenschaftler*innen auszuweiten. Es gibt zwar verschiedene kurzfristig aufgelegte Bundesprogramme wie z.B. INTEGRA oder WELCOME, die die Hochschulen bei ihren Aktivitäten zur Studienvorbereitung und -begleitung geflüchteter Menschen unterstützen. Diese werden allerdings meist nur jährlich bewilligt, so dass die Hochschulen keine Planungssicherheit zur Verstetigung ihrer Aktivitäten auf diesem Gebiet haben.

    Diese ist aber notwendig, weil zu erwarten ist, dass mittelfristig weitere studierfähige und –willige Menschen aus ihren Heimatländern flüchten müssen und bei uns Aufnahme finden werden. Weiterhin ist es sinnvoll, dass einmal aufgebaute Fachkompetenz auf diesem Gebiet den Hochschulen erhalten bleibt, indem den in diesem Bereich Beschäftigten dauerhafte Arbeitsverträge angeboten werden. 

    Insbesondere im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ ist es schwierig, qualifiziertes Personal zu bekommen, so dass die Hochschulen die Möglichkeit haben müssen, Fachlehrkräfte unbefristet einzustellen. Das funktioniert aber nur, wenn Finanzierungssicherheit gegeben ist.

    Da die meisten Programme bislang nur Studieninteressierte und Studierende im Blick haben, fordert die GEW eine Ausweitung der Programme auf geflüchtete Graduierte, die vor ihrer Flucht in Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen tätig waren. Diese müssen durch spezifische fachsprachliche Angebote, Praktikumsangebote und Mentor*innen an eine wissenschaftliche Tätigkeit in Deutschland herangeführt werden. Außerdem wird im Beschluss eine gezielte Ansprache von Frauen durch geschulte Ansprechpartnerinnen und frauenspezifische Formate gefordert.

    Auf diesen Beschluss aufbauend wird die GEW einen Forderungskatalog zu Maßnahmen entwickeln, die die Integration geflüchteter Menschen in das Hochschul- und Wissenschaftssystem zum Ziel haben. Auch die 9. Landesvertreterversammlung der GEW Thüringen im September 2018 sollte sich mit diesem Thema befassen.

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    news-12287 Wed, 06 Sep 2017 09:28:00 +0200 Interview mit geflüchteten Studierenden: Nach der Flucht - Vorbereitung auf ein Studium https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/interview-mit-gefluechteten-studierenden-nach-der-flucht-vorbereitung-auf-ein-studium/ Viele geflüchtete Menschen möchten in Deutschland ihr schon im Heimatland begonnenes Studium fortsetzen oder ein neues Studium beginnen. Auch an den Thüringer Hochschulen gibt es spezifische Angebote für diese Zielgruppe. Neben eingehender Beratung gehören dazu studienvorbereitende Maßnahmen wie z.B. Deutschkurse. Diese werden aus Bundesmitteln über den DAAD im so genannten INTEGRA-Programm bezuschusst. Auch die Hochschule Nordhausen beteiligt sich aktiv daran. Wir sprachen mit vier jungen Syrern: Abdul (27) und Rami (27) leben seit zwei Jahren in Deutschland, Tareq (27) und Amr (20) sind seit gut anderthalb Jahren hier.
  • Warum bzw. wie sind Sie nach Nordhausen gekommen?
  • Abdul: Ich kam zunächst nach Mühlhausen. Dort erklärte ich einem Sozialarbeiter meine Motivation, zu studieren. Der hat dann an der Hochschule Nordhausen angerufen, und so bin ich hier. 

    Tareq: Bei mir war es genauso, auch ich war zuerst in Mühlhausen. 

    Amr: Ich habe gezielt nach Hochschulen gesucht, an denen es ein Studienkolleg gibt. Und in Thüringen ist das nur in Nordhausen. 

    Rami: Ich war von Anfang an nach Nordhausen zugewiesen, ich habe es mir nicht ausgesucht.

    • Welchen Bildungsabschluss haben Sie schon?

    Amr: Ich habe in Syrien Abitur gemacht.

    Abdul: Ich habe vier Jahre Wirtschaft studiert in Syrien und war vor meiner Flucht fast fertig mit dem Studium.

    Tareq: Ich habe in Syrien einen Abschluss als Bauzeichner, das ist ein zweijähriges Kurzstudium. Der Abschluss ist auch in Deutschland anerkannt.

    Rami: Ich habe in Syrien zwei Jahre Jura studiert.

    • Welchen Bildungsabschluss bzw. Beruf streben Sie an?

    Amr: Ich möchte in Jena oder Erfurt Politikwissenschaft studieren, erst Bachelor und dann Master. An sich wollte ich ja Schauspieler werden, dann kam aber der Krieg dazwischen. Jetzt brauche ich einen Beruf, von dem ich leben kann.

    Abdul: Ich möchte den Bachelor in Betriebswirtschaft an HS Nordhausen machen; da ich in Syrien schon fast fertig mit dem Studium war, möchte ich möglichst viel anrechnen lassen, um schnell fertig zu werden.

    Tareq: Ich möchte Bauingenieurwesen an FH Erfurt studieren, 3 bis 4 Semester meines Bauzeichnerstudiums würden anerkannt, so wäre ich schneller fertig (mit dem Bachelor). Vielleicht mache ich danach Master. Am liebsten wäre mir aber ein duales Studium, dann würde ein Unternehmen mein Studium finanzieren und ich bräuchte kein BAföG. Den Kontakt muss ich mir aber selber suchen. Oder ich arbeite neben dem Studium, um mich zu finanzieren. Bloß dauert das Studium dann vielleicht länger. Ich möchte so schnell wie möglich unabhängig von staatlicher Unterstützung sein und für meinen Lebensunterhalt arbeiten.

    Rami: Ich werde eine Duale Ausbildung als Zahntechniker machen; das ist mein Berufswunsch, und in Deutschland kann man das nicht studieren. Ich habe einen Ausbildungsplatz in Bad Sachsa gefunden. Dort kann man ganz billig wohnen.

    • Und was machen Sie jetzt hier an der Hochschule Nordhausen?

    Abdul: Zusammen mit Tareq besuche ich einen Deutsch-Kurs für Akademiker mit Migrationshintergrund; man muss schon studiert haben, um daran teilzunehmen. Am Ende gibt es eine Bescheinigung, in der die erworbenen Kompetenzen stehen.

    Amr: Ich bin im 1. Semester des G-Kurses am Studienkolleg, zuvor habe ich hier schon einen INTEGRA-Deutschkurs gemacht und mit der B1-Prüfung abgeschlossen.

    Rami: Ich besuche einen anderen Deutschkurs in Nordhausen, den Kontakt zu den anderen Studenten habe ich über den Internationalen Stammtisch der Hochschule erhalten. Ich habe mich an der Hochschule auch zu Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten beraten lassen.

    • Können Sie sich vorstellen, in Nordhausen oder Thüringen zu bleiben, hier zu arbeiten und zu leben? Wie stellen Sie sich Ihr Leben in 10 Jahren vor?

    Tareq: Wenn ich hier eine gute Arbeit finde, dann ja; am liebsten bei einem Unternehmen, das nach dem Krieg mit Syrien zusammenarbeitet, um meine sprachliche und kulturelle Kompetenz einzusetzen. Ich kann mir auch vorstellen, eine Firma zu gründen, die mit Deutschland, Syrien und anderen arabischen Staaten zusammenarbeitet; oder die Filiale einer deutschen Firma in Syrien aufbauen.

    Abdul: Ja, ich könnte mir vorstellen, hier zu leben und zu arbeiten. Aber am liebsten möchte ich nach Syrien zurück; leider ist dort die Situation immer noch schlecht. Ich möchte zum Aufbau der deutsch-syrischen Beziehungen und der deutsch-syrischen Freundschaft beitragen. Was in zehn Jahren sein wird? Ich lasse es auf mich zukommen, das kann ich nicht planen,

    Amr: Als Politikwissenschaftler möchte ich später am liebsten an einer Botschaft arbeiten. Zunächst möchte ich aber in Thüringen bleiben, um meiner neuen Heimat ein bisschen von dem zurückzugeben, was ich hier erhalten habe. In zehn Jahren werde ich dann als Politikwissenschaftler irgendwo in der Welt arbeiten, gerne hätte ich dann die deutsche und die syrische Staatsbürgerschaft.

    Rami: Ich möchte nach meiner Ausbildung nach Syrien zurück, sobald es geht. Ich hoffe, dass es nach vier oder fünf Jahren unserem Land wieder besser geht; als Zahntechniker mit deutscher Ausbildung habe ich dort gute Chancen; ich möchte mich gerne selbständig machen.

    • Gibt es Hindernisse auf dem Weg, Ihr Ziel zu erreichen?

    Abdul: In Deutschland ist es anders als in Syrien, wir brauchen daher etwas Unterstützung, um zu lernen, wie alles funktioniert.

    Tareq: Das Wetter ist schon ein Problem. Manchmal denke ich, die Deutschen haben keine Freude, weil es immer regnet. In Syrien scheint jedoch immer die Sonne. Außerdem sind viele Deutsche zu wenig informiert über andere Länder wie z.B. Syrien; sie haben deshalb Angst vor Ausländern (nicht nur Flüchtlingen).

    Rami: Sie haben Angst, weil sie uns nicht richtig kennen.

    Amr: Viele Deutsche haben kein Vertrauen in uns. Wenn unsere Mitmenschen uns erst mal kennenlernen, dann ist alles gut. Man muss uns etwas Zeit lassen, um zu zeigen, was wir können. In Syrien sind wir gewohnt, alle Fremden willkommen zu heißen, zumindest war es vor dem Krieg so. In Deutschland sind die meisten Menschen zurückhaltender.

    • Was möchten Sie uns noch sagen?

    Abdul: Das Land funktioniert anders als wir es kennen. Zum Beispiel lieben die meisten Deutschen ihre Arbeit und leben dafür; in Syrien steht die Familie an erster Stelle.

    Rami: Das stimmt, es gibt wenig soziale Beziehungen zwischen den Menschen: Arbeit – nach Hause – Schlafen – wie Roboter, es ist wenig los.

    Amr: In Nordhausen hat man seine Ruhe, da kann man gut studieren. Eine kleine Stadt ermöglicht viel bessere Kontakte als eine große. Ich habe viele Kontakte in Deutschland, so lerne ich die Sprache schnell. Allerdings kann ich mit Umgangssprache auch keine Prüfung bestehen, und mit den Leuten auf der Straße kann ich nicht wie an der Hochschule sprechen. Es gibt große Unterschiede zwischen akademischer Sprache und Umgangssprache.

    Abdul: Es gibt auch viele Leute, die nett sind und uns helfen; ich habe zwei sehr gute Freunde gefunden, sie studieren soziale Arbeit hier in Nordhausen. Wir haben hier gute Chancen erhalten. Was schwierig ist, ist zu wissen, welchen Weg wir gehen müssen, um unser Ziel zu erreichen 

    Tareq: Es gibt immer Lösungen für Probleme.

    Amr: Unser Reichtum ist jetzt, dass wir beide Kulturen in uns haben. Wir sind Deutschland dankbar, dass wir hier bleiben und studieren können; deshalb wollen wir auch etwas zurückgeben. Wir sind auch der Hochschule Nordhausen dankbar, dass sie uns die Chance gibt, uns hier auf das Studium vorzubereiten.

    • Ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
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    news-12286 Wed, 06 Sep 2017 09:27:00 +0200 Integration und Bildung im ländlich geprägten Ilm-Kreis https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/integration-und-bildung-im-laendlich-gepraegten-ilm-kreis/ Es ist entscheidend für Menschen, die neu nach Deutschland kommen, an welchem Ort sie ihren Anfang in der Gesellschaft machen. Es wird in dieser Hinsicht in Thüringen unter anderem immer wieder von dem Wunsch gesprochen, Fachkräfte neu zu gewinnen und zu halten. Doch wie sieht die Realität aus, beispielsweise im ländlich geprägten Ilm-Kreis? Wie reagierte diese Kommune auf den Zuzug von zum Beispiel Geflüchteten?
  • Integration ist überwiegend kommunale Aufgabe
  • Seit 2015 werden die Kommunen vor große Herausforderungen gestellt, was die Integration von Geflüchteten anging. Zum besseren Verständnis: Es sind die Kommunen, die bei der Bewältigung der Aufgaben rund um das Thema Integration den Hauptanteil der Aufgaben übernehmen. Hier gibt es lokal zum Teil große Unterschiede. So ist es zum Beispiel entscheidend für die soziokulturelle Integration, ob ein Mensch in einem städtischen Umfeld oder in einem ländlich geprägten Raum lebt. Der Ilm-Kreis, welcher in diesem Bericht beleuchtet werden soll, ist so ein ländlich geprägter Raum. Hier gibt es seit Anfang 2017 zusätzlich zum Bildungskoordinator eine Integrationsmanagerin. Doch wie genau funktionieren diese beiden Arbeitsbereiche? Ich habe mir für den Ilm-Kreis die Arbeit der Integrationsmanagerin, Daniela Mückenheim, genauer angesehen.

    • Wie sieht die Arbeitsgrundlage der Integrationsmanager*innen aus?

    Die Integrationsmanager*innen in Thüringen sind Teil eines ESF – Projektes, der „Armutspräventionsrichtlinie“. Sie werden zu 80% aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und zu 20% aus Mitteln des Landes Thüringen gefördert. Da Menschen mit Migrationshintergrund (vor allem Geflüchtete) besonders von Armut betroffen sind, wurden die notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet. Für Thüringen bedeutet das: Es gibt 15 Integrationsmanager*innen, die bei der jeweiligen Kommune oder dem Landkreis angesiedelt sind. Die Besonderheit ist hier: Die Arbeit richtet sich nach den lokalen Umständen und ist teilweise sehr verschieden. Im Ilm-Kreis heißt das: Es gibt einen Bildungskoordinator, der sowohl Geflüchtete als auch generell Menschen mit Migrationshintergrund unterstützt. Er ist dafür zuständig, Bildung und Bildungsstrukturen zu organisieren, den Spracherwerb zu koordinieren und im Austausch mit dem lokalen Arbeitsmarkt Menschen beispielsweise in Praktika oder Ausbildungen zu bringen.

    • Was sind die Aufgaben der Integrationsmanagerin im Ilm-Kreis?

    Die Aufgaben der Integrationsmanagerin sind im soziokulturellen Bereich angesiedelt. Das bedeutet, sie haben die Schwerpunkte, das Zusammenleben zu fördern und lokale Strukturen zu vernetzen und fit zu machen für interkulturelle Herausforderungen. Dabei kann man die Arbeit grob in 6 Bereiche unterteilen:

    1. Bestandsaufnahme lokaler Integrationsstrukturen: Das heißt, zu erfassen, wer für welche Aufgabe zuständig ist. Hier ist das Ziel ein Integrationswegweiser, der alle Menschen informieren soll – sowohl Geflüchtete / Migrant*innen als auch deren Unterstützer*innen. Dabei ist die Integrationsmanagerin die Schnittstelle für alle Beteiligten: Ämternetzwerk, Ehrenamtliche, Sportvereine, etc.
    2. Aufbau und Intensivierung verbindlicher lokaler Integrationsstrukturen: Dieser Punkt bedeutet, gemeinsam Lösungen zu finden für lokale Probleme. Zum Beispiel werden Ideen zu Projektanträgen ausformuliert oder Fördermöglichkeiten gefunden. Dabei ist die Position der Integrationsmanagerin die einer Vermittlerin zwischenallen Gruppen und nicht die einer Interessenvertretung kommunaler Strukturen.
    3. Entwurf eines Integrationskonzeptes für den Landkreis: Die Strukturen, die bereits entstanden sind, sollen eine Festschreibung in einem verbindlichen Konzept finden, welches durch den Kreistag beschlossen werden soll. Dabei ist eine breite Beteiligung geplant, auch durch Migrant*innen / Geflüchtete. Das Konzept soll dabei alle Menschen mit Migrationshintergrund integrieren. Das Konzept ist nach Beschluss die Arbeitsgrundlage für den Landkreis.
    4. Die Öffentlichkeitsarbeit: Diese Arbeit ist notwendig, damit die Menschen im Ilm-Kreis auch von den Möglichkeiten erfahren, die es gibt. Unterstützer*innen können erfahren, wo sie sich engagieren können. Und Geflüchtete / Migrant*innen können sich Unterstützung suchen oder selbst Hilfe anbieten. Zudem werden damit auch die Vernetzung und der Austausch der Akteur*innen gestärkt.
    5. Die Ehrenamtskoordination: Mit Stammtischen für Ehrenamtliche und Schulungen, die direkt auf deren Bedürfnisse ausgerichtet sind, soll die Arbeit der Ehrenamtlichen gestärkt werden. Zudem stärkt dieser Austausch auch die Zusammenarbeit im Landkreis zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen.
    6. Vernetzung: Hier sind vor allem die ländlichen Netzwerktreffen hervorzuheben. Sie bringen alle Akteur*innen an einen Tisch und fördern so den Wissenstransfer und Austausch. Migrant*innen können hier sagen, was sie brauchen. Ämtervertretungen können über Möglichkeiten informieren und Ehrenamtliche werden für die interkulturelle Arbeit sensibilisiert. Die gegenseitige Wertschätzung soll über die intensive Vernetzung gefördert werden.
    • Lokale Zusammenarbeit stärkt die gegenseitige Akzeptanz

    Der lokale Ansatz ist das Besondere bei der Funktion der Integrationsmanagerin. Für den Ilm-Kreis lässt sich damit sagen, daß auf die besonderen Herausforderungen einer ländlichen Region eingegangen wird. Das ist deshalb notwendig, da sich die Regionen in Thüringen, wie eingangs beschrieben, zum Teil stark unterscheiden.

    Generell ist es schwieriger, Zusammenarbeit, Integration und gegenseitige Akzeptanz im ländlichen Raum zu gestalten. Größere räumliche Entfernungen sind eines der Probleme. Eine Infrastruktur, die es erschwert, Zugang zu notwendigen Informationen oder zu Unterstützung zu bekommen, ist ein weiteres Problem. Wenn zum Beispiel Menschen ohne Führerschein Ämtergänge erledigen müssen, stehen sie vor anderen Problemen als in einem städtischen Umfeld. Die Arbeit der Integrationsmanagerin und des Bildungskoordinators setzen an diesen Problemen an. Durch deren Arbeit sollen die erschwerten Anfangsbedingungen ausgeglichen und Integration ermöglicht werden.

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    news-12283 Tue, 05 Sep 2017 14:27:00 +0200 Integration von Kindern und Jugendlichen in den Thüringer Schulen https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/integration-von-kindern-und-jugendlichen-in-den-thueringer-schulen/ Im Schuljahr 2016/2017 wurden in unseren Schulen ca. 14.300 Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache unterrichtet, viele davon geflüchtete Kinder. Mit dem Schuljahr 2015/2016 wurden von Seiten der Landesregierung, in Zusammenarbeit mit dem TMBJS und den Kommunen eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um eine Integration dieser Kinder und Jugendlichen in Schule bzw. im Sozialraum Schule zu ermöglichen und unterstützen. Den befristeten Einstellungen von Lehrerinnen und Lehrern für das Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ) folgte im Schuljahr 2016/2017 die zusätzliche befristete Einstellung von 300 Lehrkräften aufgrund der durch Flüchtlinge angestiegenen Schüler*innenzahlen. Von Beginn an hat sich die GEW dagegen ausgesprochen, diese Einstellungen nur befristet vorzunehmen, da der Bedarf über einen längeren Zeitraum hinweg absehbar war und ist. Festzustellen ist auch, dass die vorgenommenen Einstellungen den tatsächlichen Bedarf nicht abdecken. Mit dem Beschluss der Landesregierung zum Personalentwicklungskonzept 2025 (PEK 2025) und im Rahmen der Vorbereitung des Doppelhaushaltes 2018/2019 erfolgt nun das Angebot der Entfristung an die betroffenen Beschäftigten.

    Parallel hierzu wird Lehrerinnen und Lehrern auch im Schuljahr 2017/2018 wiederholt eine berufsbegleitende Weiterbildung „Deutsch als Zweitsprache“, gefördert mit ESF-Mitteln und in Trägerschaft des Thüringer Volkshochschulverband e.V. in Kooperation mit dem ThILLM durch das TMBJS angeboten.

    Die rechtlichen Grundlagen

    Im Thüringer Schulgesetz sind Integration und Förderung von Schüler-innen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache als Auftrag festgeschrieben
    (§ 2 Abs.1). Neben dem Thüringer Schulgesetz und der Schulordnung werden in der Verwaltungsvorschrift zur Organisation des Schuljahres (VVOrgS) die jeweiligen Regelungen für die Zuweisung von personellen Ressourcen, hier auch für die Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache, festgelegt.

    Auszug aus der VVOrgS1718
    Vorbemerkungen: „Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache können bei entsprechendem Bedarf eine Förderung in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erhalten.
    Diese erfolgt entsprechend dem Sprachförderbedarf des Schülers auf drei Stufen, dem Sprachförderniveau Vorkurs, dem Sprachförderniveau
    Grundkurs und dem Sprachförderniveau Aufbaukurs. Der DaZ-Unterricht kann als Einzelförderung, Gruppenförderung oder in Sprachklassen durchgeführt werden. Der Unterricht findet in der Regel an der Stammschule des Schülers statt. Sprachklassen können auch für Schüler verschiedener Schulen und Schularten an Stützpunktschulen organisiert werden. Der Unterricht in Sprachklassen stellt eine besonders intensive Förderung dar. Daher wird hierfür eine höhere Zuweisung vorgesehen.“


    4.6.3 Wochenstunden für den Förderunterricht von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache: „Die LWS für den Förderunterricht von Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache sind beim Schulamt zu beantragen. Der Unterricht kann als Einzelförderung, Gruppenunterricht oder in Sprachklassen erfolgen. Letztere können auch schul- bzw. schulartübergreifend organisiert werden. Für den Förderunterricht Deutsch als Zweitsprache in einer Einzel- oder Gruppenförderung gilt der Richtwert 1 Wochenstunde je Schüler. Für den Unterricht in Sprachklassen gilt der Richtwert von 1,3 Wochenstunden je Schüler.
    Zur Unterstützung von Schulen mit anwachsenden Herausforderungen bei der Aufnahme von Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache während des Schuljahres stehen im Schuljahr 2016/2017 landesweit bis zu 250 LWS zur Verfügung. Die Stunden werden den Schulämtern proportional zum Anteil dieser Schüler zusätzlich für individuelle Vergabe zugewiesen.“
    Auszug aus der Thüringer Schulordnung
    § 47 Abs. 6:
    „Schüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache erhalten entsprechend ihrem jeweiligen Bedarf, insbesondere zum Erwerb der deutschen Sprache, besondere Fördermaßnahmen, um sie zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht zu befähigen.“

    Der Schwerpunkt liegt demnach auf der Absicherung des Förderunterrichtes Deutsch als Zweitsprache (DaZ). 7.300 Schülerinnen und Schüler lernten im vergangenen Schuljahr in allgemeinbildenden Schulen im Förderunterricht „Deutsch als Zweitsprache (DaZ)“, in ca. 100 Sprachklassen, ca. 1000 Gruppenförderungen und ca. 500 Einzelförderungen. Das Ziel ist jeweils, die Schülerinnen und Schüler sobald es ihre sprachlichen Fähigkeiten zulassen, weitestgehend in ihre Regelklasse an ihrer Stammschule zu integrieren.

    Des Weiteren benannt sind hier auch

    • sprachbewusster Fachunterricht
    • die Anwendung besonderer rechtlicher Regelungen sowie
    • die interkulturelle Kompetenz von Lehrern und Schülerinnen und Schülern im Umgang mit den zugewanderten Familien. 
      (vgl. auch Fachliche Empfehlung zum Schulbesuch und Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache in Thüringen, TMBJS)

    In den berufsbildenden Schulen erhielten ca. 900 Jugendliche u.a. in rund 50 BVJ S- Klassen eine sprachliche Förderung. Oftmals sind hier ergänzende Maßnahmen erforderlich, um einen erfolgreichen Schulabschluss bis hin zu einer erfolgreichen Berufsausbildung gewährleisten zu können.

    Zurzeit leben in Thüringen ca. 1.400 unbegleitet minderjährige Kinder und Jugendliche. Neben den Maßnahmen zur Unterstützung der Integration ist ein Netzwerk zur Betreuung und Beratung nicht nur der unbegleiteten minderjährigen Kinder und Jugendlichen sondern auch der Betreuerinnen und Betreuer und der Mitarbeiter in den Jugendämtern in enger Zusammenarbeit mit dem TMBJS erforderlich. Hier hat das Bildungsministerium den Vertrag mit der Fachstelle des Flüchtlingsrates zur Beratung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, Jugendämtern und freien Trägern verlängert (Medieninformation vom 18.7.2017). Eine enge Zusammenarbeit von Schule mit den Jugendämtern ist hier unerlässlich.

    Gelingende Integration braucht Rahmenbedingungen.

    Rahmenbedingungen, die letztendlich auch allen Schülerinnen und Schülern in Thüringen eine ausreichende individuelle Förderung ermöglicht. In der Regierungserklärung von Professor Dr. Immanuel Hoff am 01.06.2017 und den Ergebnissen der Kommission „Zukunft Schule“ wird deutlich, die Thüringer Schule hat zurzeit große Pro-bleme, den regulären Unterricht abzusichern. Lösungsansätze wurden formuliert und nun zur Diskussion gestellt. Nicht alle sind neu.

    Mit den stark angewachsenen Zahlen der Flüchtlingskinder in unseren Schulen ist der Aufgabenbereich aller Pädagoginnen und Pädagogen weiter angewachsen, die Verantwortung unserer Schulleiterinnen und Schulleiter weiter gestiegen, wie auch der damit verbundene bürokratische Mehraufwand. Den Umfang kann man so ungefähr abschätzen, wenn man die Checkliste der oben genannten Fachlichen Empfehlung zum Schulbesuch und Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher
    Herkunftssprache, zur Unterstützung der Schulen erstellt, zur Hand nimmt. Die hohen pädagogischen und organisatorischen Anforderungen an die Schulleiter*innen, die Klassenlehrer*innen, die Beratungslehrer*innen, alle Fachlehrer*innen einschließlich der Lehrer*innen für DaZ sind hier formuliert.

    Die Belastungen aller Pädagoginnen und Pädagogen ist weiter gestiegen. Das Durchschnittsalter auch. 

    Seit dem Personalentwicklungskonzept Schule aus dem Jahr 2013 steht das Thema Entlastung auf der Tagesordnung. Getan hat sich bis jetzt nichts. Nun steht das Thema wieder zur Diskussion. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten steht für uns als GEW in den wieder beginnenden Verhandlungen zu einem Personalentwicklungskonzept an erster Stelle, denn gelingende Integration braucht eine gesunde Schule, eine Schule, die ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen kann.

    Dazu brauchen wir nicht nur Ganztagsbetreuung, sondern eine ganztägige Bildung. Dazu brauchen wir ein Mehrpädagogensystem, mit ausreichender personeller Untersetzung, nicht nur im Bereich der Lehrkräfte, sondern auch der Erzieherinnen und Erzieher, der Schulsozialarbeiter. Es reicht nicht, eine Unterrichtsgarantie und die Absicherung der Betreuung im Hort im Blick zu haben (auch wenn das zurzeit natürlich schwerpunktmäßig im Vordergrund steht), lasst uns auch wieder über gute Bildung und Erziehung nachdenken.

    Das sind die besten Voraussetzungen für eine gelingende Integration.

     


    Statistische Zahlenangaben: Thüringer Landtag 23.03.2017

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    Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Berufliche Bildung Schule Bildung & Geschlecht Migration Gesellschaftspolitik Bildungssystem Artikel Thüringen
    news-12275 Tue, 05 Sep 2017 09:02:00 +0200 Infoblatt 14/2017 der Landesrechtsstelle nun online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/infoblatt-142017-der-landesrechtsstelle-nun-online/ Der Verfall von Urlaubsansprüchen Gerade bei langer Arbeitsunfähigkeit, Bezug einer Erwerbsminderungsrente, aber auch bei Kündigung oder Aufhebungsvertrag ist die Verwirklichung des Urlaubsanspruches im laufenden Kalenderjahr nicht immer möglich. Bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis entsteht die Frage nach der Übertragbarkeit von Urlaub in das nächste Kalenderjahr. Dagegen muss der Abgeltungsanspruch ermittelt werden, wenn der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann.

    Gesetzlicher und übergesetzlicher Urlaubsanspruch

    Für Angestellte im öffentlichen Dienst besteht ein Urlaubsanspruch von ... Dies gilt auch für Beschäftigte, die zwar nicht im öffentlichen Dienst arbeiten, aber ... 

    Unterschiedliche Übertragungszeiträume bei den Urlaubsansprüchen

    Arbeitsunfähigkeit vermindert den Urlaubsanspruch im Kalenderjahr grundsätzlich nicht!

    Der Urlaub, der im laufenden Kalenderjahr aus Krankheitsgründen oder aus dienstlichen/betrieblichen Gründen nicht genommen werden kann, wird ...

    Verfall von Urlaubsansprüchen

    Urlaub, der aus Krankheitsgründen nicht innerhalb ... 

    Ruhendes Arbeitsverhältnis und Urlaubsansprüche

    Ruht das Arbeitsverhältnis wegen Gewährung einer befristeten Erwerbsminderungsrente, vermindert sich der tarifliche Mehrurlaub ... 

    Abgeltung von Urlaubsansprüchen und tarifliche Ausschlussfrist

    Der noch nicht verfallene Urlaubsanspruch ... 

    Hinweise für Nichttarifbeschäftigte

    Auch in Arbeitsverhältnissen, für die nicht der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes Anwendung findet ... 

     

    Das vollständige Informationsblatt der Rechtsstelle können Sie als GEW-Mitglied in der rechten Spalte herunterladen.

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    Recht Artikel Thüringen
    news-12272 Tue, 05 Sep 2017 09:01:00 +0200 Infoblatt 13/2017 der Landesrechtsstelle nun online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/infoblatt-132017-der-landesrechtsstelle-nun-online/ Die korrigierende Rückgruppierung Bei der korrigierenden Rückgruppierung handelt es sich um die Abänderung der Vergütung für die Vergangenheit und für die Zukunft, nachdem der Arbeitgeber festgestellt hat, dass er in der Vergangenheit die Vergütung aufgrund mangelnder Sorgfalt oder Irrtums nicht korrekt bestimmt hat.

    Eingruppierung im öffentlichen Dienst

    Beschäftigte im öffentlichen Dienst verfügen in der Regel über einen ... Hieraus folgt, dass eine ...

    Darlegungs- und Beweislast

    Der Arbeitgeber hat die objektive ... 

    Umsetzung der Korrektur

    Die Korrektur der Eingruppierung darf ...

    Beteiligung des Personalrates

    Der Personalrat hat bei der Rückgruppierung von Angestellten ... 

    Überprüfung durch die GEW-Landesrechtsstelle

    Wir empfehlen GEW-Mitgliedern, eine korrigierende Rückgruppierung einer sorgfältigen rechtlichen Überprüfung zu unterziehen und dazu die Hilfe der GEW-Rechtsschutzbeauftragten sowie der GEW-Landesrechtsschutzstelle in Anspruch zu nehmen.

     

    Das vollständige Informationsblatt der Rechtsstelle können Sie als GEW-Mitglied in der rechten Spalte herunterladen.

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    Recht Artikel Thüringen
    news-12271 Tue, 05 Sep 2017 09:00:00 +0200 Infoblatt 12/2017 der Landesrechtsstelle nun online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/infoblatt-122017-der-landesrechtsstelle-nun-online/ Zulässigkeit der Befristung von Arbeitsverhältnissen Die Vertragsfreiheit erlaubt den Abschluss befristeter Arbeitsverträge. Um eine Umgehung des Kündigungsschutzgesetzes zu vermeiden, ist die Vereinbarung eines befristeten Arbeitsverhältnisses grundsätzlich nur dann zulässig, wenn ... 

    Befristung mit Sachgrund
    Sachliche Gründe nach dem TzBfG liegen insbesondere vor, wenn:

    • ... 
    • ... 
    • ...
    • ... 
    • ...

    Befristung ohne Sachgrund

    Eine sachgrundlose Befristung ist zulässig, wenn es sich ... Ein früheres Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitnehmer ist ... 

    Sonderbefristungrecht

    Darüber hinaus gibt es auch ... 

    Unwirksame Befristung bei Formmangel

    Liegt bis zum Beginn des befristeten Arbeitsverhältnisses kein ... 

    Rechtsschutz

    Bestehen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Befristung und ist der Arbeitgeber nach Aufforderung nicht bereit, das Arbeitsverhältnis zu entfristen, besteht die Möglichkeit der sog. Entfristungsklage. Die Klage muss ... 

    GEW-Mitglieder können für die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Befristung Beratung und Unterstützung im Rahmen des gewerkschaftlichen Rechtsschutzes beantragen.

     

    Das vollständige Informationsblatt der Rechtsstelle können Sie als GEW-Mitglied in der rechten Spalte herunterladen.

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    Recht Artikel Thüringen
    news-12270 Mon, 04 Sep 2017 14:55:00 +0200 Infoblatt 11/2017 der Landesrechtsstelle nun online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/infoblatt-112017-der-landesrechtsstelle-nun-online/ Geltendmachung und Verfall von arbeitsvertraglichen Ansprüchen Arbeitnehmer wie Arbeitgeber verfolgen die Durchsetzung von Ansprüchen aus dem Arbeitsverhältnis in der Regel zeitnah, häufig aber auch erst nach Monaten oder Jahren seit ihrer Fälligkeit. Die Durchsetzbarkeit arbeitsvertraglicher Ansprüche ist u. a. abhängig von der Einhaltung der Ausschlussfrist, soweit eine solche im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Verweist der Arbeitsvertrag auf einen Tarifvertrag, muss die tarifliche Ausschlussfrist beachtet werden.

    Zweck der Ausschlussfrist

    ...

    Folgen der Nichteinhaltung einer Ausschlussfrist

    ...

    Geltendmachung arbeitsvertraglicher Ansprüche

    ...

    Inhalt der Geltendmachung

    ...

    Beispiel: 

    ...

    Ausschlussfrist für angestellte Beschäftigte im öffentlichen Dienst

    ...

    Beispiele für Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis

    ...

     

    Das vollständige Informationsblatt der Rechtsstelle können Sie als GEW-Mitglied in der rechten Spalte herunterladen.

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    Recht Artikel Thüringen
    news-12264 Mon, 04 Sep 2017 14:21:00 +0200 Infoblatt 10/2017 der Landesrechtsstelle nun online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/infoblatt-102017-der-landesrechtsstelle-nun-online/ Arbeitslosigkeit nach Aufhebungsvertrag oder eigener Kündigung Der Aufhebungsvertrag ist die Einigung des Arbeitgebers und der/des Beschäftigten, das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beenden. Die eigene Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis ohne Zustimmung des Arbeitgebers.

    Auswirkungen beim Arbeitslosengeld

    ...

    Sperrzeit

    ...

    Keine Sperrzeit

    ... 

    Dauer der Sperrzeit

    ...


    Sperrzeit und Arbeitslosengeld

    ...

    Sperrzeit und Minderung der Anspruchsdauer beim Arbeitslosengeld

    ...

    Folgen in der Sozialversicherung

    Die Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung ist grundsätzlich an den Bezug von Arbeitslosengeld gebunden.

    • Rentenversicherung ...
    • Kranken- und Pflegeversicherung ...

    Gewerkschaftlicher Rechtsschutz

    Über den Eintritt einer Sperrzeit nach Entstehung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld erteilt das Arbeitsamt einen schriftlichen Bescheid. Ist die/der Arbeitslose mit der Sperrzeitentscheidung nicht einverstanden, besteht die Möglichkeit der Überprüfung durch Einlegung eines Widerspruchs innerhalb eines Monats nach Erhalt des Bescheides. 

    Die GEW-Landesrechtsstelle berät betroffene GEW-Mitglieder und gewährt Rechtsschutz für das Überprüfungsverfahren, wenn Erfolgsaussichten bestehen.

     

    Das vollständige Informationsblatt der Rechtsstelle können Sie als GEW-Mitglied in der rechten Spalte herunterladen.

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    Recht Artikel Thüringen
    news-12250 Fri, 01 Sep 2017 15:46:31 +0200 DGB begrüßt zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/dgb-begruesst-zeitgleiche-uebertragung-des-tarifergebnisses/ Der DGB begrüßt den heutigen Beschluss des Thüringer Landtags, das Tarifergebnis zeitgleich auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Damit war er einem entsprechenden Änderungsantrag der rot-rot-grünen Regierungsfraktionen gefolgt. „Mit dem heutigen Landtagsbeschluss wird eine wichtige gewerkschaftliche Forderung umgesetzt“, so Gabriele Kailing, Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen. „Die zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses ist ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Ausdruck ‚guter Arbeit‘. Durch eine faire Besoldungspolitik kann die Motivation der Bediensteten gesteigert werden. Daher tragen die heutigen Beschlüsse auch dazu bei, dass Fachkräfte besser gebunden und gewonnen werden können.“ Auch die Verbesserungen im Zulagensystem werden vom DGB begrüßt. So wurde durch den Landtag beschlossen, die Zulage für den Justizvollzugsdienst und die Zulagen für die Lehrkräfte an den Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschulen zu erhöhen.

    „Wir kritisieren allerdings, dass unsere Forderung, den Sockelbetrag von 75 Euro aus dem Tarifergebnis zu übertragen, nicht umgesetzt worden ist.“ Der DGB hatte sich im Vorfeld der Landtagsdiskussion mit einer Briefaktion an die Abgeordneten für eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung eingesetzt.

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    Wissenschaft Berufliche Bildung Schule Gute Arbeit Beamte Artikel Thüringen
    news-12247 Fri, 01 Sep 2017 14:27:55 +0200 Flucht und Asyl in der Thüringer Bildungslandschaft https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/flucht-und-asyl-in-der-thueringer-bildungslandschaft/ Der Landesausschuss Diversity beschäftigt sich mit den verschiedenen Dimensionen der Vielfalt von Menschen und deren Widerspiegelung im Bildungswesen und in der Wissenschaft. Er setzt sich bedingungslos für Akzeptanz dieser Vielfalt ein und kämpft gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung. Dafür ist eine „Pädagogik“ der Vielfalt wichtig, damit Kinder und Jugendliche von Anfang an die menschliche Vielfalt kennen und wertschätzen lernen. In den von uns einmal jährlich gestalteten Themenheften heben wir jeweils eine Dimension der Vielfalt hervor. Nachdem 2015 der Schwerpunkt bei „Geschlecht und Sexualität in der Bildung” lag, 2016 bei Be- bzw. Enthinderung, steht dieses Mal das Thema Migration und Zuwanderung im Zusammenhang mit dem Thüringer Bildungswesen im Vordergrund. Dabei fokussiert sich der Landesausschuss Diversity auf zwei Aspekte:

    1. Wie sieht die Situation von Menschen mit Migrationshintergrund im Alltag aus? und
    2. Wie geht der Bildungsbereich mit den veränderten Herausforderungen um?

    Gerade im Bereich der Migrationspolitik sind durch die letzten beiden Jahre die eklatanten Mängel in unserem Bildungssystem noch stärker offenbar geworden: Allen voran die mangelhafte Ausstattung der Schulen und das fehlende Personal. Diese Mängel treffen Menschen mit Migrationshintergrund besonders hart, denn bisher wurde der Spracherwerb von Schüler*innen, deren erste Sprache nicht Deutsch ist, häufig als nebensächlich abgetan. Doch ohne diesen Spracherwerb sind gleichberechtigtes Lernen und selbstbestimmtes Entscheiden über den weiteren Bildungs- und Lebensweg in der deutschen Mehrheitsgesellschaft kaum möglich. Diese Mängel betreffen aber auch die Kolleginnen und Kollegen in den Kitas und Schulen, da zu der alltäglichen Überlast noch die Herausforderung auf sie zukommt, mehrere Kinder oder Jugendliche in der
    Klasse zu haben, die nur wenig Deutsch sprechen und die aus unterschiedlichen Kulturen kommen.

    • Wir begrüßen daher ausdrücklich die Beschlüsse des diesjährigen Gewerkschaftstages der GEW in diesem Bereich. 

    Sie ermöglichen ein intensiveres Arbeiten und bestärken unsere Durchsetzungsfähigkeit als Landesausschuss. Besonders hervorzuheben sind hier die Beschlüsse „3.12 Mehr Pädagog*innen mit ‚Migrationshintergrund‘ in Bildungseinrichtungen!“, „3.14 Bildung ist Menschenrecht – Sprachförderung zur Ermöglichung von Partizipation“ und „3.11 Refugees Welcome in Forschung und Lehre“. Von diesen Beschlüssen ausgehend müssen wir überprüfen, welche thüringenspezifischen Forderungen wir stellen  müssen. Sicherlich wird das Thema auf der Landesvertreter*innenversammlung 2018 der GEW Thüringen eine wichtige Rolle spielen.

    • Gerade für die so genannten neuen Bundesländer ist die deutliche Zuwanderung eine ganz neue Situation

    25 Jahre lang war Ostdeutschland (mit Ausnahme von Berlin) eine Abwanderungsregion. Viele Menschen hatten sich damit abgefunden, in einer schrumpfenden Gesellschaft mit allen ihren Konsequenzen zu leben. Jeder Neuzugewanderte – sei es nur aus einem „westlichen“ Bundesland – wurde mit Erstaunen aufgenommen, manchmal auch argwöhnisch betrachtet. So ganz verstehen konnte man nicht, wie jemand freiwillig in eine Abwanderungsregion geht. 

    Und dann, ab 2015 plötzlich die Umkehr: es kommen wieder Menschen zu uns, sogar so viele, dass Thüringen 2016 einen Nettobevölkerungszuwachs hat. Auch die Geburtenzahlen steigen. Plötzlich sind auch die neuen Bundesländer wieder attraktiv, auf einmal scheinen sie nicht mehr zum Aussterben verurteilt zu sein. Ein so schneller Wandel ist für manche Menschen eine so große Herausforderung, dass sie teilweise ablehnend reagieren. Sie lassen einen an ein hässliches Mauerblümchen erinnern, das nur wenig Beachtung und Aufmerksamkeit bekommt. Auch Attraktivität und der Umgang mit derselben muss gelernt sein.

    • Thüringen ist attraktiv geworden …

    … und muss lernen damit umzugehen, damit es weiterhin attraktiv bleibt, um das Potenzial der Zuwanderung zu nutzen. Das wird nur gelingen, wenn die neuen Mitbürger schnell in unsere Gesellschaft integriert werden, Zukunftsaussichten haben und gerne hier leben und – sofern sie es möchten – auch dauerhaft hier bleiben. Auch wäre es
    schön, wenn diejenigen Menschen, die – sofern sie es möchten - nach Ende der Kriege wieder in ihre Heimat zurückkehren, Thüringen in guter Erinnerung behalten und Thüringen verbunden bleiben.

    Der (gegenseitige) Respekt vor jedem hier lebenden Menschen ist die Grundlage für ein friedliches und wertschätzendes Zusammenleben aller. Das Thüringer Bildungswesen muss in die Lage versetzt werden, hierzu seinen wesentlichen Beitrag zu leisten.

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    Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Migration Artikel Thüringen
    news-12248 Fri, 01 Sep 2017 14:27:55 +0200 „Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor” am Theater Waidspeicher, Erfurt https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/als-mein-vater-ein-busch-wurde-und-ich-meinen-namen-verlor-am-theater-waidspeicher-erfurt/ Empfehlung für Schüler*innen bis Klassenstufe 7: Die lange Reise eines mutigen Mädchens auf der Flucht vor dem Krieg als Theaterstück für Menschen ab 8 Jahre am Theater Waidspeicher in Erfurt. Klassische Märchenelemente mischen sich in diese berührende Fluchtgeschichte, in der die nun erwachsene Toda eindrücklich und gleichzeitig ruhig von Krieg und Verlust erzählt. Vom langsamen Gewöhnen an eine andere Kultur und dem Erlernen einer fremden Sprache. „Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor, wohnten wir woanders. Dort konnten alle ohne Mühe meinen Namen, in dem vier Ks vorkommen, aussprechen. Wo ich jetzt wohne, können die Leute das nicht. Deshalb sage ich jetzt erst mal, dass ich Toda heiße“, so beginnt die Geschichte der kleinen Toda. Bis der Krieg in ihrem Land ausbricht, lebt sie glücklich mit ihrem Vater zusammen. Doch dann muss er fort, um die einen gegen die anderen zu verteidigen. Er muss lernen, wie man ein Busch wird, um sich zu tarnen. Als es zu Hause zu gefährlich wird, schickt die Großmutter Toda auf die Reise. Sie soll allein über die Grenze ins Nachbarland zu ihrer Mutter. Dabei weiß sie nicht einmal, wie eine Grenze aussieht. Auf dem abenteuerlichen Weg dorthin trifft Toda auf verschiedene Menschen: einen geldgierigen Schlepper, eine überforderte Erzieherin, Kinder, die ihr Spielzeug herschenken sollen und einen Kommandanten, der nicht kommandieren kann.

    In der Inszenierung des Theaters Waidspeicher mischen sich Erzählen, Kreidemalerei, Schau-, Puppen- und Schattenspiel. Im intimen Rahmen, in dem die Zuschauer*innen beinahe auf der Bühne sitzen, können sie diese mitgestalten und in einzelnen Szenen selbst zu Akteur*innen werden. Kathrin Blücherts vielschichtige Darstellung dieser starken jungen Heldin lädt zum Mitfiebern und Mitfühlen ein. 

    Seit der Premiere 2016 läuft das Stück mit großem Zuspruch, es war u.a. eines von fünf deutschlandweit ausgewählten Kindertheaterstücken, das als besonders bemerkenswerte Inszenierung zum bundesweiten Festival des Theaters für junges Publikum AUGENBLICK MAL! im April 2017 nach Berlin eingeladen war. Die Festivaljury schrieb in ihrer Begründung für die Auswahl: „Joke van Leeuwens Kinderbuch von den Erlebnissen der kleinen Toda, die mittels teuer bezahlter Schlepper vor heranrückenden Kriegshandlungen in Sicherheit gebracht werden soll, ist bereits 2012 aus dem Niederländischen ins Deutsche übersetzt und mehrfach für Kinder- und Jugendtheaterbühnen adaptiert worden. Die überzeugendste Inszenierung gelang dabei dem Erfurter Theater Waidspeicher. [...] Mehrfach gibt die Inszenierung den Kindern Gelegenheit, sich am Fortgang des Geschehens zu beteiligen, direkten Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit herzustellen. Und dabei etwas zu erproben, was man Empathie nennen könnte. Derzeit dringend nötig.“

    Nach jeder Vorstellung findet ein Gespräch mit der Puppenspielerin Kathrin Blüchert und/ oder der Regisseurin Susanne Koschig statt, in dem Fragen und Meinungen zum Stück mit den Kindern besprochen werden. Hier erfahren Kinder auch Hintergründe zur Stückentstehung. Die Erfahrungen aus diesen Gesprächen zeigen, dass nicht nur jüngere Kinder fasziniert sind von dem spannenden Abenteuer, das die kleine Toda erlebt. Interessant ist, dass vor allem die Jungen Todas Mut bewundern. Die Gespräche eröffnen die Möglichkeit zu Verständnis und Mitgefühl mit Kindern, die ihr zu Hause verlassen müssen und damit auch gegenüber geflüchteten Kindern in der eigenen Klasse bzw. Schule.Bei allem Ernst des Themas sei erwähnt, dass das Stück nicht schwermütig daher kommt, dass es gut ausgeht und man an einigen Stellen auch lachen kann.

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    Schulsozialarbeit Studium Schule Bildung & Geschlecht Migration Artikel Thüringen
    news-12251 Fri, 01 Sep 2017 14:27:55 +0200 Warum Menschen fliehen https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/warum-menschen-fliehen-1/ Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Bildung & Geschlecht Migration Artikel Thüringen news-12244 Fri, 01 Sep 2017 13:37:00 +0200 tz - thüringer zeitschrift der Bildungsgewerkschaft - September 2017 ist online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tz-thueringer-zeitschrift-der-bildungsgewerkschaft-september-2017-ist-online/ Mit dem Schwerpunkt: Flucht und Asyl in der Thüringer Bildungslandschaft
  • Die Landesvorsitzende zur aktuellen Lage in Thüringen: Es bleibt viel zu tun
  • SCHWERPUNKT: FLUCHT UND ASYL IN DER THÜRINGER BILDUNGSLANDSCHAFT

    GEW AKTUELL

    RECHTSSTELLE

    • GEW Thüringen kann Forderung durchsetzen
    • Versäumte Antragsfrist
    • Erfolg verbotswidrige Vergütung
    • Urlaubsanspruch bei Krankheit von Beamten
    • Jahressonderzahlung
    • Gewerkschaftsbeiträge für RentnerInnen

    SOZIALPÄDAGOGIK

    AUS DEN KREISEN

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    Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Migration Gesellschaftspolitik Bildungssystem Artikel Thüringen
    news-12238 Thu, 31 Aug 2017 14:21:00 +0200 Infoblatt 09/2017 der Landesrechtsstelle nun online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/infoblatt-092017-der-landesrechtsstelle-nun-online/ Die Änderungskündigung Was ist eine Änderungskündigung:

    Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses wird mit einem neuen Vertragsangebot zur Weiterbeschäftigung unter geänderten Bedingungen verknüpft.

    Das bedeutet,

    1. der Arbeitgeber ... und
    2. bietet ...

    Handlungsmöglichkeiten der/des Betroffenen

    Die/der Angestellte hat die Möglichkeit, die Änderungskündigung:

    a) ...

    b) ...

    c) ...

    Dieser Vorbehalt sollte wie folgt formuliert sein: „„Ich ...“

    Den Vorbehalt muss die/der Angestellte ... 

    Welche Bedeutung hat die Vorbehaltserklärung?

    ...

    Beachtung des besonderen Kündigungsschutzes

    Zu beachten ist ferner, dass ...

    Klage beim Arbeitsgericht

    Es besteht die Möglichkeit der gerichtlichen Überprüfung der ... 

    Gewerkschaftlicher Rechtsschutz

    Für Beratungen wegen der Änderungskündigung stehen GEW-Mitgliedern die Rechtsschutzbeauftragten der GEW-Kreisverbände zur Verfügung. Rechtsrat kann darüber hinaus bei der Landesrechtstelle eingeholt werden. Für das Klageverfahren können GEW-Mitglieder den gewerkschaftlichen Rechtsschutz beantragen.

     

    Das vollständige Informationsblatt der Rechtsstelle können Sie als GEW-Mitglied in der rechten Spalte herunterladen.

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    Recht Artikel Thüringen
    news-12230 Wed, 30 Aug 2017 16:25:47 +0200 Zeit für jedes einzelne Kind - Bildung. Weiter denken! https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/zeit-fuer-jedes-einzelne-kind-bildung-weiter-denken/ Zeit für jedes einzelne Kind, darauf kommt es in den Kitas an. Das geht aber nur, wenn der Fachkraft-Kind-Schlüssel stimmt. Eine gute frühkindliche Bildung gibt es nicht umsonst. Mehr Geld für Bildung! Kita Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit Artikel Thüringen news-12210 Tue, 29 Aug 2017 09:33:11 +0200 Der neue Bildungsminister im Gespräch mit der GEW Thüringen https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/der-neue-bildungsminister-im-gespraech-mit-der-gew-thueringen/ Die GEW Thüringen hatte aktive Mitglieder aus ihren Arbeitsgruppen zu einer offenen Gesprächsrunde mit Bildungsminister Helmut Holter eingeladen. Nach einer Zwischenbilanz zur rot-rot-grünen Bildungspolitik kamen die GEW-Mitglieder mit Helmut Holter in ein konstruktives Gespräch, in dem viele Probleme kritisch diskutiert und mögliche Lösungswege skizziert wurden. Es war ein guter Anblick, den Bildungsminister mitten im Kreis der Beschäftigten zu sehen und zu erleben, dass Mitreden und Mitgestalten zwei Seiten einer Medaille sind. Es wird darum gehen, Lösungen in Bezug auf Fachkräftemangel, Unterrichtsausfall, Langzeiterkrankungen, prekäre Beschäftigungsbedingungen im Hort langfristig und über die Legislatur einer Landesregierung hinaus zu entwickeln.

    Die GEW Thüringen setzt große Hoffnungen in den begonnenen Dialog und auf die vom Minister skizzierten kurz- wie langfristigen Lösungen.

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    Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Bildungssystem Artikel Thüringen
    news-12169 Fri, 25 Aug 2017 08:46:00 +0200 Verbeamtet und Mitglied in der GEW - wichtiger denn je! (incl. Aushang für Ihre Schule) https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/verbeamtet-und-mitglied-in-der-gew-wichtiger-denn-je-incl-aushang-fuer-ihre-schule/ Was bedeuten Grundsätze des Berufsbeamtentums, Höchstaltersgrenzen, Ruhestand und viele weitere Begrifflichkeiten des Beamtenrechts? Der neue Status bedeutet neue Herausforderungen und Chancen. Als größte Bildungsgewerkschaft stehen wir dabei an Ihrer Seite und lassen Sie nicht im Regen stehen! Das Bildungsministerium hat zum 1. August 2017 die ersten Ernennungen zur Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe vollzogen. Das Beamtenverhältnis auf Probe, wie auch das sich anschließende auf Lebenszeit, sind geprägt von hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums, durch Rechtsprechung der Verwaltungsgerichtsbarkeit sowie des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG). Zudem sind alle Belange des Beamtenverhältnisses durch Gesetze und Verordnungen geregelt und näher ausgestaltet. Ohne den Druck von Gewerkschaften, auch der GEW, vor Ort und im Bund sähen diese Gesetze mit Sicherheit noch magerer aus.

    Die gewerkschaftliche Interessenvertretung für Beamtinnen und Beamte wird durch das Grundgesetz Artikel 9 und durch das Beamtenstatusgesetz § 52 garantiert.

    Der GEW-Rechtsschutz zahlt sich aus – auch und vor allem für Beamtinnen und Beamte. Die Statistiken des DGB zeigen, dass verbeamtete Mitglieder häufiger Rechtsbeistand benötigen. Die Probleme sind vielfältig. Es geht u. a. um Versetzungen und Abordnungen, Teilzeitwünsche, Besoldung, Anerkennung von Vordienstzeiten, Disziplinarmaßnahmen, Beihilfeansprüche, das Ruhegehalt oder die Pension. 

    Mit der Mitgliedschaft in der GEW ist Ihnen kompetenter Rechtsschutz sicher.

    Was bedeuten Grundsätze des Berufsbeamtentums, Höchstaltersgrenzen, Ruhestand und viele weitere Begrifflichkeiten des Beamtenrechts? Der neue Status bedeutet neue Herausforderungen und Chancen. Als größte Bildungsgewerkschaft stehen wir dabei an Ihrer Seite und lassen Sie nicht im Regen stehen!

    Wir setzen uns für Sie ein:

    • für die Übernahme der Tariferhöhungen des Öffentlichen Dienstes
    • gegen Arbeitszeitverlängerungen
    • gegen Verschlechterungen in der Altersversorgung
    • gegen ausgesetzte Höherstufung in der Dienstaltersstufe
    • gegen ungerechtfertigte Disziplinarmaßnahmen
    • gegen Kürzungen der Beihilfe u.v.m.

    Weitere Informationen zum Thema Beamtinnen und Beamte.

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    Berufliche Bildung Schule Gute Arbeit Recht Beamte Artikel Förderschule Gymnasium Gemeinschaftsschule Regelschule Grundschule Thüringen
    news-12162 Thu, 24 Aug 2017 10:57:56 +0200 Landtagsfraktionen nehmen Kritik der Beschäftigten hoffentlich ernster als das Bildungsministerium https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/landtagsfraktionen-nehmen-kritik-der-beschaeftigten-hoffentlich-ernster-als-das-bildungsministerium/ Anlässlich der Anhörung im Thüringer Landtag am 23. August bekräftigte die GEW Thüringen ihre Kritik am Entwurf des neuen Kita-Gesetzes. Nun erwarten wir von den Landtagsfraktionen der demokratischen Parteien, die Kritik der Beschäftigten am schlechten Personalschlüssel und an der Finanzierung der Kitas ernster als das Bildungsministerium zu nehmen und auf dem parlamentarischen Weg deutliche Nachbesserungen zu erreichen.

    Ein Großteil der Anzuhörenden (von den Gewerkschaften, Fachverbänden, Vertretungen bis hin zu den Fachhochschulen) forderte vor dem Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport Verbesserungen bezüglich des Betreuungs- und Personalschlüssels.

    Die GEW Thüringen formulierte schon in ihren Stellungnahmen: dem Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung muss auch durch eine den Aufgaben angepasste Personalausstattung Rechnung getragen werden. Aus unsrerer Sicht wäre es sinnvoll gewesen, den Fokus der Novellierung auf die Verbesserung der Qualität zu legen. Dazu gehört etwa, die im Gesetzesentwurf formulierte Bezugsgröße „Wahrung des Kindeswohls“ auch inhaltlich zur Anwendung zu bringen und Aspekte wie die personelle und räumliche Ausstattung daran anzupassen.

    Einzig die Gewerkschaften (DGB, ver.di und GEW) hatten sich bei der Anhöhrung für gute tarifliche Bedingungen und eine solidere Basis in der Finanzierung von Kindertagesstätten stark gemacht. Wir halten an unserer Forderung fest: eine Klausel zur Tariftreue ist die Möglichkeit, prekären Entlohnungsbedingungen entgegenzuwirken.

    Die Losung „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ bedeutet diesbezüglich: Tariflohn für Alle!

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    Bildungsbereiche Kita Bildungsfinanzierung Gute Arbeit Tarif Artikel TH sonstige Kategorien (nicht direkt verwenden) Kita in freier Trägerschaft Erzieher*innenbildung Betriebsräte Personalräte Thüringen