GEW Thüringen - Website https://www.gew-thueringen.de GEW Thüringen - Website de-DE GEW Thüringen - Website Mon, 21 May 2018 23:23:21 +0200 Mon, 21 May 2018 23:23:21 +0200 TYPO3 EXT:news news-14207 Fri, 18 May 2018 09:00:00 +0200 Danke für Eure Unterstützung! https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/danke-fuer-eure-unterstuetzung/ Dieses Vertrauen stärkt uns den Rücken. Wir verstehen das Ergebnis aber auch als Signal, uns noch stärker als bisher für Eure Interessen, insbesondere für die Verbesserung Eurer Arbeitsbedingungen, einzusetzen. Die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen, die bisher keinen örtlichen Personalrat gewählt haben, können das immer noch und jederzeit tun. Die Unterstützung der GEW bei der Errichtung eines örtlichen Personalrats ist selbstverständlich.

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Berufliche Bildung Schule GEW Mitbestimmung Artikel Personalräte Thüringen
news-14192 Wed, 16 May 2018 14:29:34 +0200 Die Hochschulen werden wettbewerbsfähig bleiben, aber demokratischer werden https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/die-hochschulen-werden-wettbewerbsfaehig-bleiben-aber-demokratischer-werden/ Der Thüringer Landtag hat am 27. April 2018 das vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft vorgelegte neue Thüringer Hochschulgesetz (ThürHG) verabschiedet. Die Novelle des Thüringer Hochschulgesetzes entstand in einem langen und durchaus kontroversen Prozess, an dem sich alle Interessengruppen intensiv beteiligen konnten. Die GEW Thüringen begrüßt die Änderung hin zu mehr Demokratie an den Hochschulen. Im Gegensatz zu den Präsidien der Hochschulen und den Vertretern von CDU und AfD befürchten wir nicht, dass die Hochschulen durch die paritätische Mitbestimmung handlungsunfähig werden. Wir gehen vielmehr davon aus, dass daraus neue Impulse für die Entwicklung der Hochschulen entstehen können, kommentierten Andrea Scholz und Marko Hennhöfer vom Leitungsteam des Referates Hochschule und Forschung das Ergebnis.

Die GEW Thüringen hätte sich an einigen Stellen noch mehr Mut in der Gestaltung der Mitbestim­mungsmöglichkeiten gewünscht, z. B. beim Katalog der Aufgaben, welche unmittelbar Forschung und Lehre betreffen. Bei diesen Entscheidungen muss die Gruppe der Hochschullehrer*innen laut eines Urteils des Bundesverfassungsgerichtes von 1973 in den akademischen Selbstverwaltungsgremien immer die Mehrheit haben.

Für eine Besserstellung der Lehrbeauftragten bezüglich ihrer Einbeziehung in Gremienent­scheidungen ist ein Anfang gemacht. Nächste Schritte, z. B. bei der Verbesserung der Vergütung dieser Lehraufträge müssen nun in Angriff genommen werden.

Auch hinsichtlich der Arbeitsbedingungen von wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter*innen sind punktuell Verbesserungen festzustellen: die verbindlichen Qualifizierungsvereinbarungen mit der Benennung von Ziel und Zeitplan sind ein wichtiger Schritt, die Qualifizierungsphase klarer zu strukturieren und die Vorgesetzten in die Pflicht zu nehmen, wenn es um die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Betreuer geht.

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Studium Wissenschaft Bildungssystem Gute Arbeit Mitbestimmung Artikel Thüringen
news-14165 Mon, 14 May 2018 12:00:00 +0200 Was gehört zur Arbeitszeit und was ist Mehrarbeit? https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-gehoert-zur-arbeitszeit-und-was-ist-mehrarbeit/ Am 9. Mai 2018 hat zwischen dem Bildungsministerium und der GEW Thüringen ein Gespräch zur Arbeitszeit und Mehrarbeit stattgefunden. Beide Seiten sind sich einig, dass eine Klärung darüber, was Unterricht ist und was sonstige Tätigkeiten umfassen, dringend geboten ist. 

Unterschiedliche Auffassungen haben TMBJS und GEW Thüringen jedoch zur Definition von Abschlussprüfungen. Für das TMBJS gelten diese nicht zu den Leistungserhebungen, die GEW Thüringen sieht das im Sinne der Beschäftigten anders. Auch hier gibt es einen Bedarf der Definition der unterrichtsnahen Tätigkeiten, denn nur so kommt man der Realität an Schule näher.  Und damit kann auch die Möglichkeit geboten werden, Entlastungen für die Lehrkräfte durch die Erweiterung von Anrechnungsstunden zu schaffen – das ist das Ziel der GEW. 

Auch zur Anrechnung der Unterrichtsverpflichtung bei Projektwochen offenbarten sich zwischen Bildungsministerium und Bildungsgewerkschaft unterschiedliche Sichtweisen. Aus Perspektive der GEW Thüringen ist das TMBJS auch hier in der Pflicht, seine Position auf Praxistauglichkeit zu prüfen. 

GEW Thüringen und TMBJS haben vereinbart, das Gespräch zeitnah fortzusetzen, wir werden darüber entsprechend berichten. 

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Berufliche Bildung Schule GEW Bildungssystem Gesundheit Gute Arbeit Artikel Thüringen
news-14156 Wed, 09 May 2018 12:28:00 +0200 Kabinett folgt Forderung der GEW Thüringen https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kabinett-folgt-forderung-der-gew-thueringen/ A13/E13 für Förderschullehrer*innen mit Ausbildung nach DDR-Recht. Jetzt muss nur noch der Thüringer Landtag zustimmen. Dann erhalten verbeamtete Fördersschullehrer*innen mit Inkrafttreten statt des Eingangsamts A12 das Eingangsamt A 13. Für Tarifbeschäftigte heißt das, statt E 11 erhalten sie E 13.

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Schule TV-L Beamte Artikel Förderschule Thüringen
news-14153 Wed, 09 May 2018 12:27:46 +0200 Erfolg der GEW Thüringen: Erster Schritt zur E13/A13 ist geschafft! https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/erfolg-der-gew-thueringen-erster-schritt-zur-e13a13-ist-geschafft/ Kabinett beschließt 255,92 € mehr für Regelschullehrerinnen und Regelschullehrer. Jetzt muss nur noch der Thüringer Landtag zustimmen. Dann erhalten Regelschullehrer*innen in der E11/A12 eine Zulage von 255,92 € monatlich rückwirkend zum 01.01.2018. Der nächste Schritt der Angleichung wird noch in diesem Jahr verhandelt.

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Schule TV-L Beamte Artikel Gemeinschaftsschule Regelschule Thüringen
news-14140 Tue, 08 May 2018 13:54:19 +0200 Unser Herz schlägt für die Grundschule https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/unser-herz-schlaegt-fuer-die-grundschule/ Liebe Lehrerin, liebe Erzieherin, lieber Lehrer, lieber Erzieher, im Mai werden die neuen Personalräte gewählt. Bitte machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch, für sich eine kompetente Personalvertretung zu wählen. Gehen Sie zur Wahl! Vor allem aber unterstützen Sie Kolleginnen und Kollegen, welche sich für den örtlichen Personalrat an Ihrer Schule bewerben, denn hier vor Ort kann man viele Dinge im Interesse der Beschäftigten regeln bzw. klären. Dazu braucht es aber auch Courage und Durchsetzungsvermögen.

Einige Schulen hatten in der Vergangenheit leider keinen örtlichen Personalrat und dies ist nicht gut für das Betriebsklima an der Einrichtung. 

Bei den Bezirkspersonalräten und dem Hauptpersonalrat sind verschiedene Interessenvertretungen zur Wahl angetreten. 

Schauen Sie genau, wie die dortigen Kandidatinnen und Kandidaten für eine kompetente Vertretung der Interessen von LehrerInnen und ErzieherInnen an den Grundschulen in  Thüringen aufgestellt sind.

Wir als GEW decken mit 22 Kandidatinnen und Kandidaten das gesamte Spektrum der an Grundschule Tätigen ab. 11 Lehrerinnen und Lehrer, 9 Erzieherinnen und Erzieher sowie 2 Schulleiter aus allen Regionen werben um Ihr Vertrauen, denn unser Herz schlägt für die Grundschule!

GEW – WERTSCHÄTZUNG DEINER ARBEIT
Das sollten Sie sich wert sein!

Ihre GEW-KandidatInnen zur HPR-Wahl

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Schule Gute Arbeit Artikel Grundschule Personalräte Thüringen
news-14133 Mon, 07 May 2018 10:48:00 +0200 Konferenz zur Arbeitszeit: Die Verringerung der Arbeitsbelastung ist möglich! https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/konferenz-zur-arbeitszeit-die-verringerung-der-arbeitsbelastung-ist-moeglich/ Am 3. Mai 2018 fand in Erfurt die von der GEW Thüringen organisierte Konferenz zur Arbeitszeit statt. Knapp 50 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Teilen Thüringens und aus den verschiedenen Schularten waren der Einladung gefolgt. Zunächst erläuterte Anne Kilian, Mitglied im Referatsleitungsteam Tarif- und Beamtenpolitik der GEW Niedersachsen, die dort in den Jahren 2015/16 durchgeführte Arbeitszeit- und Arbeitsbelastungsstudie von Lehrerkräften an öffentlichen Schulen. Diese Studien brachten folgende Hauptergebnisse:

  • Es gibt Mehrarbeit in allen Schulformen. 
  • Lehrkräfte in Teilzeit arbeiten mehr als Lehrkräfte in Vollzeit, weil die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts nicht in Teilzeit geleistet werden kann.
  • Es gibt systembedingte Spitzenzeiten.
  • Der Umfang der Arbeit wächts mit dem Lebensalter.
  • Die Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit ist schwierig. 

Mit dieser Studie liegen erstmal wissenschaftlich erhobene und gerichtsfeste Daten über die Arbeitszeit und über die Belastungssituation von Lehrkräften an staatlichen Schulen vor. Diese können hier im Detail nachgelesen werden. Zudem hat Anne Kilian ein Interview gegeben, welches über den integrierten Player (weiter oben) angehört werden kann. 

Eine aktuelle Studie der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften der Georg-August-Universität Göttingen zum Thema Arbeitszeit von Lehrkräften, erstellt von Thomas Hardwig und Frank Mußmann im Auftrag der Max-Träger-Stiftung, nahm die bisherigen Zeiterfassungsstudien zur Arbeitszeit von Lehrkräften in Deutschland in den Blick. Es ergibt sich daraus Folgendes:

  • Die Arbeitszeit von Lehrkräften, und damit ist nicht nur der eigentliche Unterricht gemeint, ist gerichtsfest bestimmbar.
  • Im Vergleich der betrachteten 20 Arbeitszeitstudien ist festzustellen, dass die Ergebnisse auf alle Lehrkräfte in Deutschland anwendbar sind.
  • Lehrkräfte arbeiten in Deutschland länger als andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst, auch unter Einbeziehung von Ferienzeiten.
  • In Unterrichtswochen kommen Lehrkräfte oftmals und das über längere Zeiträume hinweg auf über 48 Stunden.
  • Sieben-Tage-Wochen, Zeitdruck und fehlende Erholungsmöglichkeiten am Tag führen  langfristig zu einer permanenten Überbelastung und damit zu einem hohen Gesundheitsrisiko.

Die GEW Thüringen fordert aus diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen heraus das Bildungsministerium erneut auf, das Thema Arbeitszeit unter dem Gesichtspunkt der Arbeitsbelastung aufzugreifen. Bärbel Brockmann, Spitzenkandidatin der GEW Thüringen für den Hauptpersonalrat im Bereich Regelschulen, trug die Situation für Thüringen vor und stellte Lösungsmöglichkeiten zur Diskussion. Von den an der Arbeitszeitkonferenz teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern wurden zudem eine ganze Reihe ganz praktischer Möglichkeiten zur Verringerung der Arbeitsbelastung gemeinsam erarbeitet. Die notwendigen Entlastungen für die Lehrkräfte müssen schnellstmöglich umgesetzt werden, denn ohne Entlastungen wird der Krankenstand weiter steigen, für die Schüler*innen bleibt zu wenig Zeit und die Qualität des Unterrichts und der Erziehung wird weiter absinken. Mögliche Entlastungen wären die Schaffung von Anrechnungsstunden für besondere Tätigkeiten, die Reduzierung der Pflichtstundenzahl oder die Erhöhung der Anzahl der Klassenleiterstunden.

Die Wertschätzung der Arbeit der Pädagog*innen in den Schulen durch das Land Thüringen als ihren Arbeitgeber bzw. Dienstherrn bedeutet eine realistische Betrachtung ihrer Arbeitszeit. Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen, meint dazu: „Die Lehrkräfte an den Thüringern Schulen erleben die Auslegung der Regelungen zu Arbeitszeit und Mehrarbeit zugunsten der Unterrichtsabsicherung zu ihren Lasten. Wir raten dem Bildungsministerium dringend, die Arbeitszeitregelungen, die nicht nur die Pflichtstunden in den Blick nehmen dürfen, auf den Prüfstand zu stellen. Nur so gelingt es, den überhohen Langzeitkrankenstand zu verringen und somit der versprochenen Unterrichtsgarantie näher zu kommen.“

Die Förderung von Teilzeit als Entlastung für die Lehrkräfte  muss endlich ermöglicht werden, auch unter Beachtung der Tatsache, dass bei Teilzeitbeschäftigten die unteilbaren Aufgaben (z. B. Klassenfahrten, Klassenleiterstunden) entsprechend zu berücksichtigen sind. Besser in Teilzeit als langzeitkrank.

Zusätzliche Belastungen durch interpretierbare Regelungen zur Arbeitszeit und Mehrarbeit müssen zeitnah abgebaut werden. Die Praxis der Mehrarbeit als unentgeltlicher  Pflichtstundenerhöhung und die damit verbundenen Verschleierungstatbestände gilt es zu ändern. Lösungen, die die GEW Thüringen dem Bildungsministerium vorgeschlagen hat, wären beispielsweise die Schaffung von Arbeitszeitkonten und die planmäßige Mehrarbeit auf freiwilliger Basis. Der Teufelskreis aus Abgeltung von Mehrarbeit durch Zeitausgleich, der wiederum Unterrichtsausfall oder Mehrarbeit produziert, muss durchbrochen werden. Mehrarbeit ist zu vergüten und das ab der ersten angeordneten Stunde. Die Schulaufsicht hat dafür Sorge zu tragen, eine verkappte Pflichtstundenerhöhung zu verhindern, indem es keine  regelmäßige Anordnung von abgeltungsfreier Mehrarbeit gibt.

Eine effektive und an den Schulen wahrnehmbare Personalreserve zur Vermeidung von Unterrichtsausfall ist zu schaffen.

Die Umsetzung der Rahmendienstvereinbarung zum Gesundheitsmanagement sollte eine Pflichtaufgabe der Schulaufsicht auf allen Ebenen werden und entsprechend personell wie finanziell abgesichert sein. Zur Umsetzung gehört, dass Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt und daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet und kontrolliert werden.

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Berufliche Bildung Schule GEW Bildungssystem Gesundheit Gute Arbeit Artikel Thüringen
news-14126 Thu, 03 May 2018 11:44:47 +0200 Eindrücke vom 1. Mai in Thüringen: Die GEW vor Ort in Ilmenau, Erfurt, Jena und Saalfeld https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/eindruecke-vom-1-mai-in-thueringen-die-gew-vor-ort-in-ilmenau-erfurt-jena-und-saalfeld/ Über 9.000 Menschen beteiligten sich diesmal in Thüringen an den Demonstrationen und Aufmärschen unter dem Motto "Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit" - und die GEW war in mehreren Orten präsent. Hier einige Bilder: Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule GEW Gesellschaftspolitik Gute Arbeit Mitbestimmung Artikel Thüringen news-14084 Fri, 27 Apr 2018 11:00:00 +0200 Offener Brief der Lehrerinnen und Lehrer eines Thüringer Gymnasiums: Hilferuf an das Bildungsministerium https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/offener-brief-der-lehrerinnen-und-lehrer-eines-thueringer-gymnasiums-hilferuf-an-das-bildungsministe-1/ Am 16. April 2018 und damit wenige Tage vor den beginnenden Abiturprüfungen wendeten sich die Lehrer*innen eines Gymnasiums aus Thüringen mit einem offenen Brief an den Hauptpersonalrat Schule im Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS), an die Thüringer Staatskanzlei und an die bildungspolitischen Sprecher*innen. Dieser offene Brief ist ein lauter Hilferuf in Sachen Arbeitszeit und Mehrbelastung. Die GEW Thüringen sieht darin einen deutlichen Ausdruck veralteter und unzuverlässiger Regelungen auf dem Rücken der Lehrer*innen und hat dem Bildungsministerium bereits signalisiert, an der Lösung der Probleme vor Ort als Vermittler mitzuarbeiten. In diesem Brief machen sie auf die dauerhaften Belastungen der Kolleg*innen aufmerksam. „Wir werten dieses Schreiben als weiteren Beleg dafür, dass die Praxis im Umgang mit den bestehenden  Arbeitszeit- und Mehrarbeitsregelungen der Thüringer Lehrkräfte mitunter an die Grenzen der Belastbarkeit der Kolleg*innen führt und  deshalb die Regelungen selbst dringend verbessert werden müssen. Das ist ein wichtiger Schritt, um den hohen Langzeitkrankenstand in den Griff zu bekommen“, so Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen. Und weiter: „Wir hoffen immer noch, dass die von Bildungsminister Holter versprochene Änderung in der Kultur des Umgangs mit Problemen seitens des Ministeriums und der Schulämter tatsächlich greift und der Überbringer der schlechten Nachricht nicht für diese verantwortlich gemacht wird. Wer einen Hilferuf absetzt, dem muss geholfen werden und der darf nicht stattdessen sanktioniert werden.“

Seit vielen Jahren weist die GEW Thüringen das Bildungsministerium darauf hin, dass die Regelungen zur Arbeitszeit und zur Mehrarbeit nicht nur präzisiert werden müssen, sondern dass aufgrund der Unklarheiten vielerorts an den Schulen von den Lehrer*innen mehr gearbeitet wird als vertraglich geregelt – und damit auch mehr als bezahlt. Die damit verbundene Verdichtung der Arbeit und der damit einhergehende Stress sind wohl eine der Ursachen für den hohen Langzeitkrankenstand und für die weitverbreitete Unzufriedenheit an den Schulen. Im November 2017 unternahm das TMBJS den Versuch, hier Klarheit hineinzubringen. Die GEW Thüringen unterstützte das und klärte ihre Mitglieder vor allem über die Frage auf, was genau denn Unterricht ist und wann genau Mehrarbeit entstehen kann. Genau hier gehen die Auffassungen auseinander. Diese Differenzen müssen im Interesse der Lehrer*innen aufgeklärt werden, damit  es gerade nicht zu ungerechtfertigter und letztlich nicht bezahlter Mehrarbeit kommt. Hier brauchen die Lehrer*innen und besonders die Schulleiter*innen verlässliche Regelungen an die Hand. Und genau darauf machten die Lehrer*innen im offenen Brief aufmerksam, wenn sie schreiben:

„Führt ein Lehrer am Gymnasium in der Zeit der ersten acht Unterrichtsstunden eines Schultages Aufsicht in Abiturprüfungen und kann deshalb in dieser Zeit seine an diesem Tage zu haltende planmäßig vorgesehene eine Unterrichtsstunde nicht halten, gilt diese eine Unterrichtsstunde … als gehalten. Klargestellt wird, dass ihm in diesem Fall eine - nicht acht - Unterrichtsstunden angerechnet werden.“ Das bedeutet in der Praxis, dass eine Lehrerin/ein Lehrer also acht Unterrichtsstunden arbeitet, aber nur eine bezahlt bekommt. Die Unlogik zu Lasten der Lehrer*innen ist offensichtlich – und letztlich nur ein Beispiel von vielen unklaren oder ungerechtfertigten Regelungen.

Oder um es noch deutlicher mit den Worten eines Kollegen dieses Gymnasiums  auszudrücken: „Am 27. April ist Deutsch-Abi, bis zur Abgabe der zweifach korrigierten Arbeiten haben die Kolleg*innen bis zum 24. Mai Zeit (an unserer Schule müssen die Erstkorrektoren auch die Zweitkorrektur stemmen, um ein ‚hohes Maß an Objektivität zu gewährleisten‘.) Sie haben also 40 Aufsätze in 27 Tagen (davon 12 reguläre halbe Arbeitstage, wenn man unterstellen würde, dass eine Lehrkraft an den Wochenenden und Feiertagen nicht arbeiten würde) neben der vollen Stelle zu korrigieren und sich mit ihrem Zweitkorrektor abzustimmen. In dieser Zeit liegt auch noch der Hauptprüfungstag für das mündliche Abitur. Wenn man pro Aufsatz mit 3 h rechnet, kann sich jeder selbst ausrechnen, wie bekömmlich das für die Gesundheit und das Wohlwollen der Kolleg*innen ist.“

Die GEW Thüringen sieht hier einen hohen Handlungsbedarf, um zu einheitlichen, verlässlichen und verbindlichen Regelungen zu kommen, die auch die Ergebnisse moderner Arbeitszeitstudien berücksichtigen. Es ist offensichtlich, dass die Frage der Arbeitszeit in Zeiten der demografischen Entwicklung im Lehrerkollegium, Stichwort Überalterung, eine immer größere Bedeutung bekommt. Deshalb lädt die GEW Thüringen alle daran interessierten Kolleg*innen zur „Konferenz zur Arbeitszeit/Mehrarbeit“ ein. Sie findet am Donnerstag, den 03.05.2018, 15:00 bis 18:00 Uhr, in der Alten Parteischule Erfurt, Hörsaal 3, Werner-Seelenbinder-Straße 14, 99096 Erfurt, statt.

Auf dieser Konferenz sollen Konsequenzen aus den Arbeitszeitstudien gezogen, mögliche Entlastungen diskutiert und erarbeitet werden, denn die Lehrkräfte arbeiten nachweislich länger als andere Beschäftigte. Problematisch ist: Es fehlen Erholungsmöglichkeiten zwischen den Unterrichtsstunden, die Sieben-Tage-Woche ist in der Schulzeit quasi obligatorisch und die Entgrenzung der Arbeitszeit ist fast die Regel. Selbst unter Einbeziehung der Ferienzeiten, die zumeist erhebliche Arbeit zu Hause bedeuten, kommen die Lehrkräfte im Mittel auf 48 Stunden und 18 Minuten – bei einer Bezahlung von 40 Stunden pro Woche. Seit rund 20 Jahren werden den Lehrkräften immer mehr Aufgaben angewiesen, die Pflichtstundenzahl wurde aber nicht entsprechend reduziert. Die Gesundheitsrisiken sind inzwischen immens, der hohe Langzeitkrankenstand spricht Bände.

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Berufliche Bildung Schule Gesundheit Gute Arbeit Artikel Förderschule Gymnasium Gemeinschaftsschule Regelschule Grundschule Thüringen
news-14089 Fri, 27 Apr 2018 06:00:00 +0200 Fragen und Antworten rund um die Tarifverhandlungen TVöD 2018 https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/fragen-und-antworten-rund-um-die-tarifverhandlungen-tvoed-2018/ BILDUNG IN THÜRINGEN mit diesen Themen: Fragen und Antworten rund um die Tarifverhandlungen TVöD 2018 - und dazu aktuelle Themen und Ankündigungen. Moderatoren im Studio sind Nadine Hübener und Michael Kummer. Kita Schule Tarif TVöD Beamte Artikel Thüringen news-14078 Thu, 26 Apr 2018 13:16:00 +0200 Fehlerhafte Vergütung seit 1.1.2018? Zwei Fragen an die Rechtsstelle. https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/fehlerhafte-verguetung-seit-112018-zwei-fragen-an-die-rechtsstelle/ Frage 1: Ich bin Lehrerin für untere Klassen und erhalte nicht seit 1.1.2018 die neue Stufe 6 TV-L. Das ist doch falsch oder? Frage 2: Ich bekomme mein Gehalt aus einer individuellen Endstufe 5+, was ändert sich ab 1.1.2018 mit der Stufe 6? Frage 1: Ich bin Lehrerin für untere Klassen und erhalte nicht seit 1.1.2018 die neue Stufe 6 TV-L. Das ist doch falsch oder?

Antwort: Mit der Länder Tarifrunde 2017 TV-L wurde die Entgelttabelle um die Stufe 6 auch für die Entgeltgruppen E 9 bis E 15 ab 1.1.2018 erweitert. Beschäftigte der Länder, die zum 1.1.2018 bereits 5 Jahre in der Stufe 5 verbracht haben, steigen in die erste Phase der neuen Stufe 6, die zweite Phase erfolgt zum 1.10.2018. Der Aufstieg in die nächste Stufe erfolgt nach § 16 Abs. 3 TV-L. Hiernach wird die Stufe 6 nach 5 Jahren ununterbrochener Tätigkeit innerhalb derselben Entgeltgruppe in Stufe 5 erreicht.

Die Lehrer*innen für untere Klassen an Grund und Förderschulen wurden seit 1.1.2015 schrittweise nach § 67 Abs. 1 ThürBesG zum 1.1.2017 von der Besoldungsgruppe A 11 in die A 12 übergeleitet. Angestellte Lehrkräfte kamen von der Entgeltgruppe E 10 in die Entgeltgruppe E 11 TV-L. Zum 1. Januar 2017 erfolgte die vollständige Höhergruppierung in die E 11 TV-L. Mit der Höhergruppierung erfolgt die Stufenzuordnung nach § 17 Abs. 4 TV-L. Bei der Höhergruppierung werden Beschäftigte der Stufe zugeordnet, die mindestens dem bisherigen Tabellenentgelt entspricht. Ein Garantiebetrag zum bisherigen Tabellenentgelt wird dabei mindestens als Unterschiedsbetrag gewährt. In der Gehaltsabrechnung wird der Garantiebetrag bei der Stufe ausgewiesen (z.B. 5G) und beträgt 61,31 € (E9-E15).

Mit der Höhergruppierung in eine neue Entgeltgruppe beginnt die zugeordnete Stufe neu. Die Lehrer*innen für untere Klassen wurden zum 1.1.2017 in die E 11 höhergruppiert. Die zugeordnete Stufe beginnt mit dem 1.1.2017 neu zu laufen. Beschäftigte, die in die E 11 Stufe 5 höhergruppiert wurden, steigen nach 5 Jahren in der Stufe 5 in die Stufe 6 auf.

Frage 2: Ich bekomme mein Gehalt aus einer individuellen Endstufe 5+, was ändert sich ab 1.1.2018 mit der Stufe 6?

Antwort: Die Stufe 5 war bislang für die E 9-E15 die höchste Stufe. Eine individuelle Endstufe (z.B.5+) bekamen Beschäftigte, die nach der Überleitung des BAT-O zum TV-L 2006 ein höheres monatliches Bruttogehalt hatten, als die oberste Stufe der neuen Entgeltgruppe des TV-L. Dieses Gehalt wurde als Besitzstand weiter gewährt und durch Tarifanpassungen dynamisiert. Für viele Beschäftigte der E 9-E 15 bringt die neue Stufe 6 einen finanziellen Gewinn. Die Beschäftigten, deren individuelle Endstufe oberhalb der neuen Stufe 6 liegt, erhalten ab 1.1.2018 weiterhin ihrer individuelle Endstufe.

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Berufliche Bildung Schule Recht TV-L Artikel Thüringen
news-14065 Wed, 25 Apr 2018 18:11:30 +0200 Kundgebung "JA 13 - für alle!" vor dem Thüringer Landtag https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kundgebung-ja-13-fuer-alle-vor-dem-thueringer-landtag/ Heute fand die von der GEW Thüringen initiierte Kundgebung vor dem Thüringer Landtag statt, um erneut die gleiche Bezahlung von Thüringer Lehrerinnen und Lehrern zu fordern. Bildungsminister Helmut Holter, die bildungspolitischen Sprecher*innen von LINKE, SPD, Grüne und CDU ergriffen das Wort und bejahten prinzipiell diese Forderung - offen blieb die konkrete Umsetzung. Hier einige Bilder dieser Kundgebung: Schule TV-L Beamte Artikel Thüringen news-14054 Tue, 24 Apr 2018 13:16:31 +0200 Freistaat regelt übertarifliche Leistungen im Reiserecht: Reise-und Wartezeiten gelten als Arbeitszeit https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/freistaat-regelt-uebertarifliche-leistungen-im-reiserecht-reise-und-wartezeiten-gelten-als-arbeitsze/ Der Tarifvertrag der Länder (TV-L) bestimmt für angestellte Beschäftigte im Landesdienst, dass bei Dienstreisen nur die Zeit der dienstlichen Inanspruchnahme am auswärtigen Ort als Arbeitszeit gilt. Reise-und Wartezeiten finden danach keine Berücksichtigung. Überschreiten diese Reisezeiten jedoch insgesamt 15 Stunden im Monat, werden auf Antrag 25 % in Freizeit ausgeglichen bzw. auf die Arbeitszeit angerechnet, so § 6 Abs. 5 TV-L. Vergleichbaren beamteten Beschäftigten im Landesdienst werden nach § 14 Abs. 4 Thüringer Arbeitszeitverordnung – ThürAzVO – Reise-und Wartezeiten zur Hälfte auf die Arbeitszeit angerechnet. Der Ausgleich erfolgt ebenfalls durch Freizeit. Bei gleichem Sachverhalt kommt es also wegen der unterschiedlich anzuwendenden Rechtsgrundlage zu erheblichen Abweichungen von Ansprüchen bei angestellten und beamteten Beschäftigten.

Der Freistaat Thüringen hat mit Wirkung vom 01.04.2018 die unterschiedliche Behandlung der Beschäftigten durch übertarifliche Anrechnung von Reise-und Wartezeiten für angestellte Beschäftigte (Tarifbeschäftigte) geregelt. Nunmehr werden Reise-und Wartezeiten bei Dienstreisen einheitlich für Beschäftigte im Landesdienst zur Hälfte auf die Arbeitszeit angerechnet. Das gilt auch für dienstliche Fortbildungsmaßnahmen.

Diese Regelung wurde im Thüringer Staatsanzeiger 16/2018, vom 16.4.2018, Seite 431 veröffentlicht.

Die unterschiedslose Behandlung von angestellten oder beamteten Beschäftigten ist sehr zu begrüßen.

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Wissenschaft Berufliche Bildung Schule Bildungsgerechtigkeit Recht TV-L Beamte Artikel Thüringen
news-14064 Tue, 24 Apr 2018 10:01:00 +0200 Wertschätzung Deiner Arbeit! https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wertschaetzung-deiner-arbeit/ Betriebs- und Personalratswahlen Es ist wieder soweit. Bundesweit stehen die regulären Betriebsratswahlen an und turnusgemäß werden in Thüringen auch die Personalräte im öffentlichen Dienst gewählt. Während sich Betriebsräte auf ein für die gesamte Republik gültiges Gesetz – Betriebsverfassungsgesetz – stützen, gilt für die Personalräte das Thüringer Personalvertretungsgesetz, leider noch in der alten Fassung.

  • Wozu eigentlich Mitbestimmung?

Das Gehalt wird doch vielleicht durch einen Tarifvertrag geregelt, für Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es gesetzliche Mindestbestimmungen ebenso wie für die Arbeitszeit. Das reicht doch, oder nicht? Nein!

Personal- und Betriebsräte achten nicht nur darauf, dass die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Kolleg*innen angewendet werden. Vielmehr tragen sie dazu bei, die für den jeweiligen Betrieb möglichen und nötigen Weiterentwicklungen mitzugestalten. Dazu bedienen sie sich z. B. der Instrumente Dienst- bzw. Betriebsvereinbarung, regelmäßiger Personal- und Betriebsversammlungen und regelmäßiger Gespräche mit dem Arbeitgeber.

  • Sie bestimmen mit bei Einstellungen, Eingruppierungen und Höhergruppierungen.
  • Sie reden mit bei personellen Angelegenheiten wie Abordnung und Versetzung und beraten bei Konflikten.
  • Sie sind eine wichtige Balance zwischen den unterschiedlichen Interessen von Arbeitgebern und Beschäftigten.

Mit Mitbestimmung geht vieles besser, auch deshalb übrigens kämpfen wir als GEW Thüringen für eine Weiterentwicklung des Thüringer Personalvertretungsgesetzes.

Die GEW Thüringen streitet in der Öffentlichkeit und mit der Politik um die Wertschätzung Eurer Arbeit – in den Kindergärten, in den Schulen und in den Hochschulen. Wir verstehen uns als Eure Partner bei der Erfüllung Eurer ehrenamtlichen Arbeit.

  • Ihr vertretet die Interessen Eurer Kolleg*innen konkret und tragt wesentlich dazu bei, die Arbeitsbedingungen in deren Sinne mitzugestalten. 
  • Ihr seid unsere Seismografen, wenn es darum geht, aktuelle Probleme und Sorgen aus den Kitas, den Schulen und Hochschulen zu erfahren, um dann (tarif-)politisch aktiv zu werden.

Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei allen GEW-Mitgliedern in den Betriebs- und Personalräten für ihre bisherige Arbeit bedanken und denen viel Kraft und Durchsetzungsvermögen wünschen, die sich in diesem Jahr erneut oder erstmals zur Wahl stellen. In der April-tz werden wir Euch unsere Spitzenkandidat*innen und ihre
Vorhaben vorstellen.

  • Personalentwicklungskonzept (PEK) Schule

Wie bereits mehrfach berichtet, haben das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, die GEW Thüringen und der Thüringer Beamtenbund die Verhandlungen zur Weiterentwicklung des PEK Schule wieder aufgenommen. In den fünf Unterarbeitsgruppen wird intensiv gearbeitet. Angesichts der derzeit offenkundigen Mängel in der personellen Ausstattung müssen wir aber neben kurzfristigen und zeitlich zu begrenzenden Lösungsansätzen immer das große Ganze im Blick behalten. Personalentwicklung heißt eben nicht dauerhafte Mangelverwaltung. Und so geben uns die Verhandlungen neben tatsächlich sinnvollen Lösungen auch viele Hinweise für unsere weiteren Forderungen mit auf den Weg.

Im Moment sieht es nicht danach aus, als würde es ein in sich geschlossenes Personalentwicklungskonzept Schule 2018 geben, sondern vielmehr einzelne Vereinbarungen zu ausgewählten Schwerpunkten, die das Ministerium handlungsfähig machen, aber zukünftige dauerhafte Vereinbarungen nicht verunmöglichen. Dass wir dies gemeinsam und konstruktiv diskutieren können, hat die letzte Sitzung des Landesvorstandes bewiesen. Und daher auch hier ein Dankeschön an alle ehren- und hauptamtlichen GEW-Vertreter*innen in den Unterarbeitsgruppen.

  • Wertschätzung

Brandenburg macht es. Berlin auch. Und Sachsen zieht nach. Diese drei Bundesländer haben entschieden, dem Lehrkräftemangel an den Schulen mit Wertschätzung entgegenzuwirken. Diese drei Bundesländer werden zukünftig die Grundschullehrer*innen in die A13/E13 heben. Das ist ein Erfolg der GEW-Landesverbände und ihrer aktiven Mitglieder, den ich mit Respekt wahrnehme. Wir in Thüringen können uns davon eine Scheibe abschneiden. 

Wenn wir mehr wollen, als das, was uns die Finanzministerin im letzten Sommer für die Regelschullehrer*innen angeboten hat, müssen wir das auch öffentlich und laut kundtun. Eine Gelegenheit dazu bietet sich am 25. April 2018 ab 16 Uhr vor dem Thüringer Landtag, wenn wir aufrufen zur Aktion „Ja 13 für alle!“.

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für die anstehenden Betriebs- und Personalratswahlen wünsche ich Euch eine hohe Wahlbeteiligung und viel Erfolg. Gute Interessenvertretung geht immer. Bessere immer mit der GEW!

Kathrin Vitzthum
Landesvorsitzende

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Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Artikel Thüringen
news-13869 Tue, 24 Apr 2018 10:00:00 +0200 tz - thüringer zeitschrift der Bildungsgewerkschaft - April 2018 ist online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tz-thueringer-zeitschrift-der-bildungsgewerkschaft-april-2018-ist-online/ Mit dem Schwerpunkt: Beschäftigte haben Rechte. GEW-Personalräte setzen sie durch!
  • Zur aktuellen Lage in Thüringen: Wertschätzung Deiner Arbeit!
  • BESCHÄFTIGTE HABEN RECHTE.GEW-PERSONALRÄTE SETZEN SIE DURCH!

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    news-14042 Mon, 23 Apr 2018 10:00:00 +0200 Südthüringen als Abschluss meiner fünftägigen Bildungsreise https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/suedthueringen-als-abschluss-meiner-fuenftaegigen-bildungsreise/ Am 30. Juni 2018 sollte Schluss sein, die Türen der Staatlichen Regelschule „Cuno Hoffmeister“ in Sonneberg geschlossen bleiben. Der Beschluss von 2015 beruhte auf der Prognose sinkender Schüler*innenzahlen. Prognose und Realität, hier in Sonneberg, hinter dem Berg vom Erfurt aus betrachtet, offenbarte sich die Diskrepanz. Denn in den dringend sanierungsbedürftigen Schulbau aus dem Jahr 1979 wurde seither nur in absolut notwendige Brandschutzmaßnahmen investiert. Es gibt neue Fenster auf der einen Gebäudeseite, und alte, nicht mehr zu öffnende Fenster auf der anderen. Die Wände in den Schulfluren wurden in einem Projekt mit Studierenden der Bamberger Universität gemeinsam mit den Schüler*innen verschönert. Aber noch immer gibt es Unterrichtsräume mit der Bestuhlung und dem Interieur aus den Anfangsjahren.

    Mein Kollege Michael Kummer und ich trauen am letzten Tag der Bildungsreise kaum unseren Augen, als wir die Schule besichtigen. Schulleiterin Steffi Köthe, zusammen mit drei Lehrer*innen, einer Journalistin vom Freien Wort, dem 1. Beigeordneten der Stadt, Herr Dressel sowie Herrn Schulz vom Schulverwaltungsamt, führt uns durch die Räume. Arbeitsplätze für die Kolleg*innen gibt es nicht, nicht einmal einen Computer im Lehrerzimmer. Aufgaben würden sie zuhause vorbereiten oder den eigenen Laptop mitbringen, wenn sie mal eine PowerPointPräsentation machen, erklären die Lehrer*innen. Das Computerkabinett ist dagegen gut ausgestattet, wenn man von dem uralten Teppichbelag und der improvisierten Verdunkelung mal absieht. 

    Der Schließungsbeschluss ist mittlerweile aufgehoben, seine Folgen aber spürbar. Weniger Eltern hätten ihre Kinder angemeldet, was angesichts der fehlenden Perspektive ja verständlich wäre. Trotz der Aufnahme vieler Kinder nichtdeutscher Herkunft wird es im nächsten Schuljahr nur eine fünfte Klasse geben. Self-fulfilling prophecy, denke ich und bewundere den Elan der Kolleg*innen. Das Kollegium sei das beste, sagt dann auch Frau Rabe, ohne gegenseitige Unterstützung ginge hier nichts, selbst krank würden sich die Kolleg*innen noch herschleppen, damit nicht noch mehr Unterricht ausfällt. Wie fast überall ist die Unterrichtsabsicherung ein großes Problem, das Fach Chemie wird beispielsweise von einer jungen Frau unterrichtet, die Chemie auf Lehramt an Gymnasium studiert hat, aber keinen Platz im Vorbereitungsdienst bekam. Die Kürzung der Stundentafel sei an der Tagesordnung, erklärt Frau Köthe. Vierzehn Lehrer*innen seien für die rund 180 Schüler*innen verantwortlich, für die mehr als 50 Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache stünden ihnen zwei DaZ-Lehrkräfte zur Verfügung. Hinzu kommt ein Schulsozialarbeiter und bald nun über eine Projektstelle eine zweite Schulsozialarbeiterin. Das sei dringend notwendig, im letzten Jahr gab es viel Gewalt an und um der Schule, das Viertel, in dem die Schule steht, ein sogenannter sozialer Brennpunkt. Geflüchtete, Nazis und Linke, das Konfliktpotenzial macht vor den Schultüren nicht halt.

    Seit einiger Zeit gibt es Schüleraufsichten, sie sollen die Arbeit der Lehrer*innen in den Pausen unterstützen, das Konzept scheint anzukommen. Ebenso wie die Schülerfirma, die dank eines überlassenen Bauwagens am Freitag die Mittagsversorgung übernimmt und Film- und Spielnachmittage anbietet. Praxisbezug, das ist der Schule wichtig, Berufsorientierung nehme einen großen Stellenwert ein. Der ganze Stolz aber ist die Dreifelderhalle, die sich die Regelschule mit der nahegelegenen Grundschule und dem Förderzentrum teilt. Wenn da nicht das seit Eröffnung undichte Dach wäre, beklagt der stellvertretende Schulleiter. Der stellv. Bürgermeister, Schulverwalter und der mittlerweile hinzugestoßene amtierende Landrat stecken die Köpfe zusammen, das Problem mit dem Dach muss doch zu lösen sein. Bestimmt, aber bevor der Schulnetzplan der Schule keine Perspektive für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre zuschreibe, seien Investitionen in den Schulbau einfach nicht drin, Brandschutz ja, und selbstverständlich auch die Dachreparaturen, immer da wo es tropft, aber eine grundständige Sanierung sagt hier niemand zu. Zu unsicher die Situation, zu wenig absehbar, wie sich Sonneberg entwickelt, die Nähe zum bayerischen Coburg hat mit der gescheiterten Gebietsreform noch einmal zugenommen.

    Die Schule fürchtet, bei den Neueinstellungen leer auszugehen, wer zieht schon in den südlichsten Zipfel, hinter den Berg der alles bestimmenden A4, die Eisenach, Erfurt und Jena miteinander verbindet? Ich hoffe für die Schule, dass es viele sein werden, die Einbindung in das Wohngebiet Wolke 14, die Kooperationen mit vielen Vereinen und Firmen, haben es verdient. 

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    news-13882 Sun, 22 Apr 2018 16:37:00 +0200 Wie gut ist die Lehrer*innenausbildung in Thüringen? GEW‐Umfrage unter Thüringer Lehramtsanwärter*innen https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wie-gut-ist-die-lehrerinnenausbildung-in-thueringen-gew-umfrage-unter-thueringer-lehramtsanwaerterin/ Um die Lehrer*innenausbildung weiter zu verbessern, benötigt die GEW Thüringen Ihre Einschätzung über die von Ihnen durchlaufene Ausbildung. Bitte füllen Sie dazu bis zum 30.04.2018 (24 Uhr) den Online-Fragebogen aus. Sie benötigen dafür nur 15-20 Minuten. Die Teilnahme ist freiwillig.  Dabei sollen die Bereiche 

    • Einbindung des Vorbereitungsdienstes in die gesamte Ausbildung und allgemeine Beurteilung, 
    • Rahmenbedingungen im Studienseminar / Seminarschule / –verbund, 
    • Beurteilung der Seminarveranstaltungen, 
    • Beurteilung der Unterrichtsbesuche / Fachanleitung, 
    • Situation an der Ausbildungsschule / Bedarfsdeckender Unterricht, 
    • praktische Prüfung (Lehrproben) / mündliche Prüfung, 
    • Erwerb von Kompetenzen für die Lehrer*innenarbeit, 
    • Beurteilung der Belastung im Vorbereitungsdienst, 
    • persönliche Bilanz und berufliche Zukunft und 
    • Verbesserungsvorschläge 

    genauer hinter- bzw. erfragt werden. Die Auswertung der erhobenen Daten und die anschließende Veröffentlichung wird durch die GEW Thüringen erfolgen. 

    In dieser Umfrage werden keine personenbezogenen Daten abgefragt. Damit ist eine anschließende Zuordnung der Antworten unmöglich. 

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    news-14011 Fri, 20 Apr 2018 10:01:00 +0200 Nordthüringen ist das Ziel des vierten Tages meiner Bildungsreise (Teil 2 von 2) https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/nordthueringen-ist-das-ziel-des-vierten-tages-meiner-bildungsreise-teil-2-von-2/ Nun geht es nach Schlotheim, einer kleinen Stadt im Unstrut-Hainich-Kreis, später in das nah gelegene Gymnasium und zum Abschluss zu einem Rundgang durch das Fußballinternat. Erste Station ist die Staatliche Grund- und die Staatliche Regelschule, die sich einen Schulbau teilen und dennoch keine Gemeinschaftsschule sind. Warum das so ist, bekomme ich nicht wirklich heraus. Von außen eine altehrwürdige Schule, „Mädchen“ steht über der einen Tür, „Knaben“über der anderen - doch der Eindruck täuscht. Was früher mal passte, ist heute eng, alt, nur notdürftig auf Vordermann gebracht. Die Schule platzt aus allen Nähten, die Lehrer*innenzimmer verdienen ihren Namen nicht. Es ist nicht möglich, dass alle Kolleg*innen der jeweiligen Schule dort Platz finden. Von Arbeitsplätzen für die Pädagog*innen ganz zu schweigen.

    Die Turnhalle der Grundschule befindet sich im Haus, dorthin gelangt man durch einen kleinen Flur, Umkleideräume gibt es nicht, auch keinen Stauraum für die Sportgeräte. Die Kinder, von denen einige auch weit über dem Grundschulalter sind, ziehen sich in ihrem Klassenraum um oder gehen, um ein wenig Intimsphäre zu haben, auf die Toilette. Im Keller befinden sich neben dem Beratungsraum des Schulsozialarbeiters auch noch Klassenräume, dunkel, muffelig, wenig anregend. Eigentlich ein Wunder, dass uns die Kolleg*innen und auch die Schüler*innen so offen und froh begegnen. Herr Heuer, Schulleiter der Grundschule, und Frau Fehn, stellvertretende Schulleiterin der Regelschule, betonen beide, dass sich hier alle gut verstehen und dass es ohne diesen guten Zusammenhalt gar nicht ginge. Alle ziehen an einem Strang und helfen sich, wenn es an einem Raum mangelt oder an Material.

    Auffallend ist die Wärme in den Räumen, die meisten Unterrichtsräume haben keine Verdunkelung, die Gardinen sind selbstgenäht und erfüllen nur mühsam ihren Zweck, dabei ist erst April. Über den Schulhof geht es in einen kleinen Neubau, den die Grundschule nutzt, hier sind die Räume groß und hell, es wirkt freundlich. Ein Teller mit Tomaten steht da, die werden wohl nicht so gern gegessen, erklärt Frau Schiller, Grundschullehrerin und Befürworterin des Obstprogramms. So bekommen die Kinder eben auch mal frisches Obst und Gemüse und nicht nur Schokoriegel, sagt sie und seufzt. Schlotheim gilt nicht als Ort der Besserverdienenden, entsprechend fehlen in einigen Familien das Wissen und auch das Können für gesunde Ernährung.

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    news-14009 Fri, 20 Apr 2018 10:00:00 +0200 Nordthüringen ist das Ziel des vierten Tages meiner Bildungsreise (Teil 1 von 2) https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/nordthueringen-ist-das-ziel-des-vierten-tages-meiner-bildungsreise-teil-1-von-2/ Als mein Kollege Michael Kummer „Hachelbich“ ins Navigationsgerät eingibt, ahnen wir beide nicht, durch welch wunderschönen Landstrich wir fahren werden. In Hachelbich, ein Ortsteil der Gemeinde Kyffhäuserland, besuchen wir eine der sechs Kitas des lokalen Bündnisses für frühkindliche Bildung in dieser Gemeinde. In der Kita „Abenteuerland“ empfangen uns die Kitakoordinatorin Frau Löser und die leitende Erzieherin Frau Gärtner. Bei Pfannkuchen und Kaffee berichten sie von ihrer Einrichtung und dem Bündnis. Zufrieden wirken sie, fühlen sie sich doch durch den Bürgermeister der kleinen Einheitsgemeinde unterstützt und wertgeschätzt. Es könne immer besser sein, sagen sie, aber eigentlich ist angesichts der Haushaltsmittel mehr möglich gemacht worden als sie erwartet haben. Noch in diesem Jahr soll die Fassade und das Dach erneuert werden, die Räume selbst sind saniert, hell und freundlich. 28 Kinder von eins bis sechs und drei Hortkinder werden derzeit von vier Erzieherinnen und einer BuFDi in einem kleinem Fachwerkhaus mit einem schönen grünen Garten betreut. Personell wird es schon mal eng, wenn jemand krank wird oder wie jetzt gerade längerfristig ausfällt. Spielraum haben sie da aber schon, da alle Beschäftigten einen Vertrag über 32 Stunden haben und dann entsprechend mehr arbeiten würden, aber auch der Austausch zwischen den sechs Kitas im Bündnis hilft bei der Bewältigung.

    Die Verbesserung des Betreuungsschlüssels für die Altersgruppe 3 bis 4 bringt hier gar nichts, eine Stunde pro Einrichtung käme dabei heraus, das reiche hinten und vorne nicht. Und sowieso, das Land bezahle die Personalkosten ja nicht eins zu eins an die Kommune, zeigt sich Frau Löser sicher, da belastet jeder Cent die schmale Kasse der Gemeinde. Das bestätigt später auch Bürgermeister Knut Hoffmann, der es sich nach dem Vorlesen in der nahegelegenen Grundschule nicht nehmen ließ, unseren Besuch mit seiner Anwesenheit zu schmücken. Die Finanzierung der Kitas durch das Land sei ein Lippenbekenntnis, erklärt er, die größte Last trage die Gemeinde und betont zugleich, die Rücküberführung dreier Kitas in die kommunale Trägerschaft bereue er nicht. Der ländliche Raum muss etwas für den Zuzug von Familien tun, da gehören Kitas eben dazu. 

    Frau Löser, die Koordinatorin, ist Expertin fürs Einwerben von Sponsorengeldern, um den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen – und ihre letzte Idee kann nun der große Wurf werden. Sie hat ihren Chef und ihre Kolleginnen überzeugt, ein Bewerbungsschreiben beim Deutschen Kita-Preis für lokale Bündnisse für frühe Bildung einzureichen und tatsächlich sind sie nominiert als eines von 15 Bündnissen. Es heißt also Daumen drücken am 3. Mai, wenn die Preisverleihung in Berlin stattfindet.

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    news-13949 Tue, 17 Apr 2018 14:04:54 +0200 Freistaat regelt übertarifliche Leistungen im Reiserecht https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/freistaat-regelt-uebertarifliche-leistungen-im-reiserecht/ Reise-und Wartezeiten gelten als Arbeitszeit Der Tarifvertrag der Länder - TV-L - bestimmt für angestellte Beschäftigte im Landesdienst, dass bei Dienstreisen nur die Zeit der dienstlichen Inanspruchnahme am auswärtigen Ort als Arbeitszeit gilt.

    Reise-und Wartezeiten finden danach keine Berücksichtigung. Überschreiten diese Reisezeiten jedoch insgesamt 15 Stunden im Monat, werden auf Antrag 25% in Freizeit ausgeglichen bzw. auf die Arbeitszeit angerechnet, so § 6 Abs. 5 TV-L.

     

    Vergleichbaren beamteten Beschäftigten im Landesdienst werden nach § 14 Abs. 4 Thüringer Arbeitszeitverordnung – ThürAzVO – Reise-und Wartezeiten zur Hälfte auf die Arbeitszeit angerechnet. Der Ausgleich erfolgt ebenfalls durch Freizeit.

     

    Bei gleichem Sachverhalt kommt es wegen der unterschiedlich anzuwendenden Rechtsgrundlage zu erheblichen Abweichungen von Ansprüchen bei angestellten und beamteten Beschäftigten.

     

    Der Freistaat Thüringen hat mit Wirkung vom 1.4.2018 die unterschiedliche Behandlung der Beschäftigten durch übertarifliche Anrechnung von Reise-und Wartezeiten für angestellte Beschäftigte (Tarifbeschäftigte) geregelt.

    Nunmehr werden Reise-und Wartezeiten bei Dienstreisen einheitlich für Beschäftigte im Landesdienst zur Hälfte auf die Arbeitszeit angerechnet.

    Das gilt auch für dienstliche Fortbildungsmaßnahmen.

     

    Diese Regelung wurde im Thüringer Staatsanzeiger 16/2018, vom 16.4.2018, Seite 431 veröffentlicht.

     

    Die unterschiedslose Behandlung von angestellten oder beamteten Beschäftigten ist sehr zu begrüßen.

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    Recht TV-L Beamte Artikel Thüringen
    news-13948 Tue, 17 Apr 2018 13:06:00 +0200 Infoblatt 01/2018 der Landesrechtsstelle nun online https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/infoblatt-012018-der-landesrechtsstelle-nun-online/ Gewalt an Schulen - Wenn gute Worte nicht mehr helfen Das Thema ist real, hat die Öffentlichkeit längst erreicht und wird vielfältig diskutiert. So richtet sich gewalttätiges Verhalten auch immer häufiger gegen Lehrer*innen, Erzieher*innen und Sonderpädagogische Fachkräfte, aber auch gegen die anderen Beschäftigten an Schulen. Besonders Lehrer*innen beklagen zunehmend aggressives Verhalten von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern in der Schule.

    Was tun, wenn gute Worte nicht mehr helfen, z. B. einzelne Schüler*innen beginnen, den Schulalltag nach ihren ganz persönlichen Vorstellungen zu bestimmen, so dass Bildung und  Erziehung nahezu unmöglich gemacht wird?

    Zur Umsetzung des Bildungs-und Erziehungsauftrags sind Lehrer*innen, Sonderpädagogische Fachkräfte und Erzieher*innen mit den Eltern und Schüler*innen gemeinsam verpflichtet.  Die Mitwirkung der Eltern und Schüler*innen ist hierbei unerlässlich. So haben Schüler*innen nicht nur die Pflicht, regelmäßig am Unterricht teilzunehmen, sondern alles zu unterlassen, 
    was den Schulbetrieb oder die Ordnung in der Schule stören könnte. Das regelt § 30 Thüringer Schulgesetz (ThürSchulG).

    Was, wenn sich Schüler*innen hieran nicht halten? Lehrer*innen müssen nicht alles durchgehen lassen!

    Das ThürSchulG sieht zur Gewährleistung und Sicherung des Bildungs-und Erziehungsauftrages sowie zum Schutz von Personen und Sachen eine Vielfalt von pädagogischen- und Ordnungsmaßnahmen gegenüber den Schüler*innen vor.

    Die pädagogischen Maßnahmen liegen in der Verantwortung der Schule.

    Pädagogische Maßnahmen nach § 51 Abs. 1 ThürSchulG sind:

    1. das Gespräch mit den Schüler*Innen;
    2. Lob und Ermahnung;
    3. gemeinsame Gespräche mit Eltern und Lehrer*innen;
    4. die formlose Missbilligung des Fehlverhaltens;
    5. die Beauftragung mit Aufgaben, die geeignet sind, den Schüler*innen das Fehlverhalten erkennen zu lassen;
    6. Nachholen schuldhaft versäumten Unterrichts nach Benachrichtigung der Eltern.

    Führen diese Maßnahmen zu keinem Erfolg, soll gegenüber den Eltern ein schriftlicher Hinweis ergehen, bei schweren oder häufigen Pflichtverletzungen muss dieser erfolgen. Hilft dies alles nicht, können nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Ordnungsmaßnahmen getroffen werden.

    Ordnungsmaßnahmen nach § 51 Abs. 3 ThürSchulG sind:

    1. der schriftliche Verweis durch die Klassenlehrer*innen;
    2. der Ausschluss von besonderen Klassen- oder Schulveranstaltungen sowie vom Unterricht in Wahlfächern und freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen durch die/den Schulleiter*in auf Beschluss der Klassenkonferenz;
    3. der strenge Verweis durch die/den Schulleiter*in;
    4. die Versetzung in eine Parallelklasse der gleichen Schule durch die/den Schulleiter*in auf Beschluss der Klassenkonferenz;
    5. der Ausschluss vom Unterricht für die Dauer von bis zu sechs Tagen durch die/den Schulleiter*in auf Beschluss der Klassenkonferenz;
    6. der Ausschluss vom Unterricht für die Dauer von bis zu vier Wochen durch die/den Schulleiter*in auf Beschluss der Lehrerkonferenz und mit Zustimmung des zuständigen Schulamtes;
    7. die Zuweisung an eine andere Schule der gleichen Schulart durch das zuständige Schulamt; den Antrag stellt die/der Schulleiter*in auf Beschluss der Lehrerkonferenz.

    Die Ordnungsmaßnahmen sind vor Ergreifen den Schüler*innen anzudrohen und sie sind anzuhören. Die gewählten Eltern-und Schülervertretungen der Klasse können auf Verlangen angehört werden.

    In den Fällen Nr. 4-7 sind die Eltern zu informieren, anzuhören und zu beraten.

    Andere als die o.g. Ordnungsmaßnahmen sind nicht zulässig.

    Ordnungsmaßnahmen, pädagogische Maßnahmen und Maßnahmen des Hausrechts sind nebeneinander zulässig. Diese Maßnahmen können jedoch nicht gegenüber der ganzen Klasse oder Gruppen verhängt werden. Hier muss es bei den guten Worten bleiben.

    Ausschluss nach § 52 ThürSchulG

    Die mit Abstand härteste Maßnahme der Erziehungsund Ordnungsmaßnahmen stellt der Ausschluss von der Schule dar.

    Der Ausschluss ist für Schüler*innen anwendbar, die bei Verbleib in der Schule eine wesentliche Gefahr für die Unterrichtung, die Gesundheit oder die Sicherheit der Anderen bedeuten würden und der Verbleib den Schülerfrieden so beeinträchtigen würde, dass die Aufrechterhaltung eines geordneten Schulbetriebes nicht mehr gewährleistet werden kann.

    Den Antrag auf Ausschluss stellt die Schulleiter*in auf Beschluss der Lehrerkonferenz beim zuständigen Staatlichen Schulamt. Die Schüler*innen können vom Staatlichen Schulamt nach erfolgten pädagogischen und psychologischen Maßnahmen unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit auf Zeit oder auf Dauer von der Schule ausgeschlossen werden.

    In besonders schweren Fällen können Schüler*innen von allen Schulen einer Schulart oder allen Schulen eines Landes ausgeschlossen werden. Das zuständige Staatliche Schulamt trifft hier mit dem Jugendamt die erforderlichen weiteren Maßnahmen. 

    Information der Eltern

    Neben der Mitwirkungspflicht haben Eltern ein Recht auf Auskunft über die schulische Entwicklung und den Leistungsstand der Schüler*innen, was auch für volljährige Schüler*innen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gilt, sofern sie dem nicht generell oder im Einzelfall widersprochen haben. 

    Über einen Widerspruch der Schüler*innen werden die Eltern von der Schule informiert.

    Unterstützung und Hilfestellung

    Die konsequente Anwendung und Ausschöpfung der gesetzlichen Regelungen sollen dem pädagogischen Personal bei der Realisierung des Bildungs- und Erziehungsauftrages als unterstützendes und schützendes Element zur Seite stehen und helfen, Gewalt an Schulen zu vermeiden und wirkungsvoll damit umzugehen.

    Was Schule und Pädagog*innen jedoch dringend benötigen, sind einheitliche Handlungsanleitungen zur Unterstützung gegen Gewalt im Unterricht, auf dem Schulhof, in der Schule. Pädagog*innen müssen geschult und vorbereitet sein, um gezielt auf Ansätze gewalttätigen Verhaltens reagieren zu können.

    Gewaltprävention braucht ein professionelles Konzept!

    Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) und die zuständigen Staatlichen Schulämter müssen einen wirkungsvollen Fahrplan vorlegen und ihrer Verantwortung im Rahmen der Fürsorgepflicht für die Beschäftigten in der Schule gerecht werden. Ein kompetentes Zusammenwirken von Spezialisten ist hierbei unerlässlich.

    Beschäftigte brauchen ein Netzwerk, welches hilft, Gewalt zu verhindern, aber auch mit Gewalt umzugehen. Beschäftigte brauchen wirkungsvolle Unterstützung und professionelle Betreuung, wenn sie Gewalt in der Schule erleben. 

    Dafür setzt sich die GEW Thüringen ein.

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    Schule Recht Beamte Artikel Thüringen
    news-2669 Mon, 16 Apr 2018 16:18:00 +0200 GEW-Schuljahresplaner für das Schuljahr 2018/2019 im A1-Format abholbereit https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-schuljahresplaner-fuer-das-schuljahr-20182019-im-a1-format-abholbereit/ In der GEW-Landesgeschäftsstelle können die neuen Schuljahresplaner abgeholt werden. Für Mitglieder der GEW Thüringen kostenlos zum mitnehmen. Schulsozialarbeit Berufliche Bildung Schule LehrerInnenbildung Artikel Thüringen news-13931 Mon, 16 Apr 2018 12:00:00 +0200 Der dritte Tag meiner Bildungsreise, diesmal in Ostthüringen https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/der-dritte-tag-meiner-bildungsreise-diesmal-in-ostthueringen/ Der dritte Tag meiner Bildungsreise führt mich zunächst in das Osterlandgymnasium nach Greiz bzw. Gera und am Nachmittag in die Kita Vollmershain, zwischen Gera und Crimmitschau gelegen. Hier mein Bericht: Das Osterlandgymnasium befindet sich in Gera, aber eigentlich ist es ein Gymnasium des Landkreises Greiz. Empfangen werden wir von Olaf Senf, dem Personalrat der Schule, wenig später kommt auch der Schulelternsprecher Herr Singewald zum Gespräch hinzu. Das Osterlandgymnasium hat es derzeit nicht leicht. Allerorten ist der Unterrichtsausfall hoch, fehlt Personal, hier aber hat sich die Situation seit Beginn des Schulhalbjahres zugespitzt. So sehr, dass sich die Schule entschloss, eine ganze Klassenstufe für einen Tag zuhause zu lassen, um wenigstens den anderen Klassen regulär Unterricht erteilen zu können, immerhin stehen Prüfungen an. Was gut gemeint war, kommt bei den Eltern gar nicht gut an, meint Herr Singewald. Sie wären einfach gern früher informiert worden, Stillarbeit zuhause, das ginge doch nicht. So untersagt denn auch das Ministerium diese Notfalllösung und lässt die Schulleitung vorerst allein mit dem Problem. Zwei Langzeitkranke seit dem Jahr 2013 und von Vertretung keine Spur. Die Lehrerin für Kunst verstirbt plötzlich, auch hier kein Ersatz in Sicht. Eine Stelle für Kunst/Geschichte kann nicht besetzt werden, dafür kommt für ein halbes Jahr jetzt eine Vertretung für Sport. Olaf Senf, Sport- und Geschichtslehrer wird dann nur noch Geschichte unterrichten, zumindest so lange, wie es keine dauerhafte Lösung gibt. Die Kolleg*innen arbeiten am Limit, sagt er, sie versuchen alles, um so wenig wie möglich Unterricht ausfallen zu lassen, auch noch die Arbeitsgruppen zu bedienen, die das Schulleben ja auch ausmachen. Aber das geht nicht spurlos am Kollegium vorbei.

    Später stößt der Schulleiter Küchler zum Gespräch dazu, vom Einstellungsgespräch kommt er, wieder nichts. Erstaunlich gelassen führt er uns dann durch die Schule, die wie so oft ein Plattenbau ist. Rund 500 Schüler*innen lernen hier, Tendenz sinkend, ins neue Schuljahr starten nur 35 Fünftklässler, sie hoffen noch auf Zweizügigkeit. Wenn das so weiter geht, wird es eng für die Schule. Eng ist es aber trotzdem schon, die Klassenräume recht klein, wobei für Bio, Physik und Chemie jeweils zwei Fachräume zur Verfügung stehen. Beeindruckend ist die Aula, die sich in einem Anbau befindet. Am Tag zuvor hatte ein Theaterstück Premiere, man kann die Überreste noch sehen. Preise fürs Schultheater haben sie schon bekommen, bleibt zu hoffen, dass ihnen noch weitere folgen. Die Schule hätte es verdient.

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    news-13907 Thu, 12 Apr 2018 15:42:00 +0200 Tag 2 der Bildungsreise, in meiner Heimatstadt Erfurt https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tag-2-der-bildungsreise-in-meiner-heimatstadt-erfurt/ Seit dem 9. April 2018 bereise ich Thüringen und schaue mir die Bedingungen an ausgewählten Bildungseinrichtungen (Kitas, Schulen, Hochschulen) an, mit denen meine Kolleg*innen tagtäglich zu tun haben. Hier meine Eindrücke vom zweiten Tag in Erfurt. Am Morgen steht der Besuch der Puschkinschule an, eine Grundschule ziemlich genau zwischen dem Südviertel und Juri-Gagarin-Ring (für Nicht-Erfurter*innen: Zwischen Bildungsbürgertum auf der einen und sozialem Wohnen auf der anderen Seite). Zum Gespräch mit der Schulleiterin Frau Klose ist auch Oberbürgermeister Andreas Bausewein gekommen, der genau wie ich dem Vortrag über die Schule lauscht. Die Ganztagsschule mit rund 330 Schüler*innen, darunter etwa 70 Kinder nichtdeutscher Herkunft, arbeitet nach dem Lernhauskonzept. Im Idealfall lernen jeweils 10 Kinder der vier Klassenstufen mit zwei Lehrer*innen in zwei Klassenräumen, bilden Kurse, machen Projekte und werden dabei auch von zwei Erzieher*innen in den Nachmittag begleitet. Neben den Klassenräumen gibt es eine Schreib- und eine Forschungswerkstatt, die Aula wird als Musik- und Tanzraum genutzt. Ein grosses Lehrer*innenzimmer gibt es hier nicht, aber das ist Teil des Konzeptes, erklärt Frau Klose. Die Teams in den Lernhäusern haben Arbeitsplätze in ihrem Lernhaus, um sich vorzubereiten und Absprachen treffen zu können. Frau Klose sprüht vor Elan und so hat sie einen ganzen Fragenkatalog für den OB vorbereitet. Am dringlichsten ist die Frage nach der Sanierung, vor allem des Außenbereichs. Die alten Betonplatten auf dem Schulhof sind marode, der Schulgarten zwar groß und schön gelegen, aber nach der Neunutzung noch nicht wieder urbar gemacht und es fehlt an Spielgeräten. In den Treppenhäusern kleben die Kinder selbstgemalte Kunstwerke über die größten Schandflecke, die Pädagog*innen und die Eltern streichen die Räume selbst.

    Frau Klose wünscht sich vor allem Kommunikation und Transparenz. Es sei schwer zu ertragen, von Sanierungen anderer Schulen zu lesen, ohne zu wissen, warum die eigene Schule mal wieder hinten runter gefallen ist. Etliche Anfragen und Anträge an den Schulträger wurden bereits gestellt, aber nur wenige beantwortet. Der OB gelobt hier Besserung und sichert den Kolleg*innen auch zu, dass im Falle einer Sanierung diese nicht ohne Einbeziehung der Schule erfolge. Beim Rundgang durch die Schule präsentieren die Pädagog*innen und die Elternvertreter ihren ganzen Stolz: Die neue Schüler*innenküche, die nach zehn Jahren Ende April endlich eröffnet werden kann. Hier werden die Kinder gemeinsam kochen und backen und damit ihren Speiseplan noch mehr mitgestalten als sie es jetzt schon können. Denn im Speisesaal steht ein Büfett, die Kinder können selbst wählen, was und wie viel sie essen wollen; da gäbe es auch schon mal Grießbrei mit grünen Bohnen, erzählt schmunzelnd die Hortkoordinatorin Frau Leichter.

    Nachdem der OB zum nächsten Termin geeilt ist, nutzen die Pädagog*innen die Chance, mit uns über die personelle Situation zu reden. Es werde immer enger, klagt die Schulleiterin, zwei Langzeitkranke seit Beginn des Schuljahres, was zu Unterrichtsausfall führe, weil sie nicht nachbesetzt werden. Die Vertretungsreserve wirkt einfach nicht. Die Horterzieher*innen sind enttäuscht, dass sie mit nur 60 Prozent arbeiten müssen. Auch dass viele Impulse aus dem Modellprojekt mit der Überleitung in den Landesdienst verloren gegangen sind, beklagen sie und wünschen sich gemeinsam mit den Lehrer*innen die konsequente Weiterentwicklung der Thüringer Ganztagsschule. Der Hort alleine macht noch keinen Ganztag, darüber sind sich alle einig. Meine Kollegin Marlis Bremisch, mein Kollege Michael Kummer und ich verlassen die Schule mit mindestens zwei Erkenntnissen: Erstens, eine Schule hat Glück, wenn sie eine so engagierte Schulleitung hat, die vom Kind her denkt und alles Mögliche versucht, mit den Kolleg*innen im Team das Lernhauskonzept mit Leben zu füllen. Zweitens, Wertschätzung hat nicht mit allein mit Geld zu tun, sondern mit Kommunikation und Transparenz, mit Mitbestimmung und Planungssicherheit.

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    news-13880 Tue, 10 Apr 2018 15:42:22 +0200 Tag 1 meiner Bildungsreise: Die GEW in Bildung unterwegs! https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tag-1-meiner-bildungsreise-die-gew-in-bildung-unterwegs/ Das Motto der GEW-Bundesvorsitzenden Marlis Tepe aufgreifend, habe ich am 9. April 2018 eine Bildungsreise durch Thüringen gestartet. In den fünf Schulamtsbereichen besuche ich Kitas, Schulen und Hochschulen. Hier meine Eindrücke vom ersten Tag in Eisenach, Vacha und Ilmenau.
  • Der erste Tag führt mich und meinen Kollegen Michael Kummer nach Westthüringen. Am Morgen steht ein Besuch der Mosewaldschule in Eisenach an.
  • Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Bernd Wächter aus der Schulverwaltung gibt es ein Gespräch mit der stellvertretenden Schulleiterin Frau Füldner und dem Schulsozialarbeiter Herrn Säckel zur personellen und baulichen Situation. Letzteres tut wirklich Not. Eine Plattenbauschule, Baujahr 1980, die Katja Wolf und mich in unsere eigene Schulzeit zurückwirft. Denn wirklich viel hat sich nicht geändert am Bau. Ein bisschen mehr Farbe da, ein Smartboard dort, ansonsten ist vieles in einem Zustand, der funktioniert, aber weit davon entfernt ist, einladend zu sein. Das sei ein großes Problem, sagt die stellvertretende Schulleiterin, die für ihre Funktion noch nicht einmal beauftragt ist. Viele Eltern würden nicht einmal ihre Kinder vorstellen, sondern gleich den Gastschulantrag mitbringen. Dabei ist es eine wachsende Schule, mittlerweile rund 260 Schüler*innen aus fünfzehn Nationen besuchen die Grundschule in Eisenach Nord. Ein weiteres Stichwort. Eisenach Nord ist eine Plattenbausiedlung, grün, weitläufig, mit gut ausgebauter Infrastruktur, aber eben preiswertem Wohnraum. Hier leben viele Familien und Alleinerziehende, viele Ältere und viele Geflüchtete, da sich Eisenach für eine dezentrale Unterbringung stark gemacht hat. Etwa ein Drittel der Schüler*innen sind nichtdeutscher Herkunft. Die stellvertretende Schulleiterin ist dafür mehr als aufgeschlossen, aber mehr Unterstützung wünscht sie sich schon. So ist die DaZ-Lehrerin jetzt Klassenlehrerin als Ersatz für die stellvertretende Schulleiterin. Damit fehlt aber deren Einsatz im DaZ-Unterricht, so dass mittlerweile Erzieher*innen versuchen, diese Lücke zu schließen. Besser als nichts, aber eben nicht optimal. Vielleicht auch ein Grund, warum bislang so viele Lehrer*innen einen Versetzungsantrag stellten. Glücklicherweise unterstützt hier das Schulamt sehr. Wer nach ein paar Wochen sagt, hier kann ich nicht arbeiten, der wird es nie können, ist sich Frau Füldner sicher. Jetzt aber hat sie ein gutes Team zusammen und wirbt für diese besondere Grundschule. Wenn alles gut läuft, wird die Schule im nächsten Jahr vollständig saniert. Pläne und Wünsche äußern aber weder Füldner noch Säckel, zu groß ist die Enttäuschung, vor anderthalb Jahren schon einmal leer ausgegangen zu sein. Dennoch, beim Rundgang durch die Schule werden doch ein paar Wünsche laut: ein Lehrerzimmer, in dem alle Kolleg*innen Platz haben für Pausenbrote und Kaffee, Gespräche und Arbeitsmaterialien. Ein größerer und vor allem ansprechender Speisesaal. Unterrichtsräume für den Fachunterricht, damit die Musiklehrerin nicht mit den Instrumenten durch die Schule wandern muss und der Englischunterricht in einem Raum mit britischer Flagge, mit Bildern von den britischen Inseln, ein Raum eben, in dem beim Betreten klar wird, hier wird englisch gesprochen. Es sind oft Kleinigkeiten, die das Arbeiten der Pädagog*innen einfacher machen würden. Aller Probleme zu Trotz: Frau Füldner macht mit ihrem Kollegium richtig gute Arbeit. Die Gesichter der Kinder, die wir in ihren Klassenzimmern besuchten, waren ein eindeutiges Zeugnis.

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    Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Bildung weiter denken GEW Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit Artikel Thüringen Betriebsverband Technische Universität Ilmenau Kreisverband Wartburgkreis
    news-13831 Thu, 29 Mar 2018 13:33:50 +0200 Rechte Gewalt im Arbeitsbereich Erziehung https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/rechte-gewalt-im-arbeitsbereich-erziehung/ Vortrag und Workshop mit ezra, der „Mobilen Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ am 24. April 2018 in Erfurt. Die Beratungsstelle ezra verzeichnet für das Jahr 2016 eine Verdoppelung von Angriffen auf Kinder und Jugendliche in Thüringen. Wir nehmen das zum Anlass und möchten zusammen mit der Beratungsstelle ezra diese aktuelle Entwicklung beleuchten und diesmal mögliche Strategien der Solidarisierung und Unterstützung von Betroffenen rechter Gewalt im Arbeitskontext Erziehung diskutieren.

    Nach einem einführenden Vortrag wird der Referent, Michael Karpf, die Ausstellung „Angsträume“ kurz vorstellen. Die Ausstellung kann gebührenlos entliehen werden. Im dritten Teil der Abendveranstaltungen gibt es dann einen Workshop, in dem die Teilnehmenden konkrete Lösungsansätze entwickeln und mit dem Referenten anschließend diskutieren können. Fragen Sie den Experten oder thematisieren Sie eigene Erfahrungen! Hierfür wird ausgiebig Raum gegeben.

    Anmeldungen bitte bis zum 19. April 2018 an Jana.Bonn(at)gew-thueringen(dot)de

    • Alles auf einen Blick:

    Wann? 24. April 2018

    Wo?     GEW-Landesgeschäftsstelle, Heinrich-Mann-Str. 22, 99096 Erfurt

    Beginn? 18:00 Uhr

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    Studium Kita GEW Artikel Kita in freier Trägerschaft Erzieher*innenbildung Thüringen
    news-13790 Tue, 20 Mar 2018 11:00:00 +0100 Bilder vom Warnstreik in Erfurt und ein bemerkenswertes Zitat https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/bilder-vom-warnstreik-in-erfurt-und-ein-bemerkenswertes-zitat/ Am Dienstag, den 20. März, haben sich Beschäftigte an einem Warnstreik im Rahmen der aktuellen TVöD-Runde beteiligt. Hier einige Impressionen. Wir trafen uns zum Streik-Frühstück in der Landesgeschäftsstelle der GEW Thüringen. Gemeinsam zogen wir anschließend zum Willy-Brandt-Platz vor dem Erfurter Hauptbahnhof. Hier einige Bilder und der bemerkenswerte O-Ton von Katrin Riemer, Elternbeiratsvorsitzende des Altensteiner Oberlandes und stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende für den Wartburgkreis:

    „Ich hoffe das die Kundgebung und der Streik heute etwas für unsere Erzieherinnen und Erziehergebracht hat. Im nachhinein fallen mir noch tausend Dinge ein, die ich hätte sagen wollen. Wir Elternvertreter sollten viel öfter Kante zeigen und uns für unsere Erzieherinnen und Erzieher innen stark machen. Denn nur wenn es ihnen gut geht, geht es unseren Kindern gut. Dafür sollte nicht nur mehr Geld fließen,  sondern auch der Betreuungsschlüssel überdacht werden. Ich stehe hinter meinen Eltern und Elternvertretern, aber wir alle sollten auch geschlossen hinter unseren Erzieherinnen und Erziehern stehen, die leisten jeden Tag Großartiges als Seelentröster, Auawegpuster, Auffänger, Betreuuer, Zuhörer, Familienersatz, Wichtige-Sachen-Beibringer ...  ich könnte diese Liste endlos fortführen. Dafür nehme ich es auch in Kauf, kritische Stimmen abzufangen von Eltern, die uns nicht verstehen.“ 

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    Kita Thema TVöD Artikel TH sonstige Kategorien (nicht direkt verwenden) Erzieher*innenbildung Personalräte Thüringen
    news-13735 Tue, 13 Mar 2018 14:08:00 +0100 GEW Thüringen unterstützt Petition „A 13 bzw. E 13 für alle Lehrämter“ an den Thüringer Landtag https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-thueringen-unterstuetzt-petition-a-13-bzw-e-13-fuer-alle-lehraemter-an-den-thueringer-landtag/ Seit vielen Jahren setzt sich die GEW Thüringen dafür ein, dass gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird. Die Arbeit von Lehrer*innen, egal an welcher Schulform, ist gleichwertig und muss gleich bezahlt werden. Es ist Zeit, die bundesweiten Realitäten einer zunehmend gleichen Bezahlung aller Lehrer*innen auch in Thüringen zur Kenntnis zu nehmen und daher unterstützt die GEW Thüringen diese Petition. Unterschreibe auch Du! Auf dem Weg zu JA 13 hat die GEW schon viel erreicht. In Berlin ist inzwischen A13/E13 an Grundschulen erreicht, mit einigen Einschränkungen. In Brandenburg wurden zunächst 6.000 Lehrkräfte auf A 13 angehoben. In Nordrhein-Westfalen hat die Kultusministerin A 13 für alle angekündigt. In Schleswig-Holstein geht die Auseinandersetzung um JA 13 auch nach dem Regierungswechsel weiter. In Baden-Württemberg können sich 5.000 Lehrkräfte an Hauptschulen weiterqualifizieren, um nach A 13 höhergruppiert zu werden. In Rheinland-Pfalz wird ein solches Angebot insgesamt 1.200 Hauptschullehrkräften gemacht. In einigen Ländern wurden die Arbeitsbedingungen von Schulleitungen, vor allem die Freistellung und die Bezahlung verbessert. In vielen Ländern wurden Stellenstreichungen zurückgenommen oder neue Stellen ausgewiesen. Nicht zuletzt wurde das Tarifergebnis weitgehend ohne Einschränkung in die Beamtenbesoldung übernommen. Zu guter Letzt hat nun auch Sachsen beschlosen, die Grundschullehrer*innen in die A 13 / E 13 anzuheben. Und diese Liste ist bei weitem nicht vollständig.

    Als Gewerkschaft stehen wir für Entgeltgleichheit, dafür, dass Grundschullehrkräfte nicht deshalb schlechter bezahlt werden als andere, weil in diesem Feld ganz überwiegend Frauen arbeiten. Und wir stehen dafür, dass gleichwertige Arbeit auch gleich bezahlt wird, deshalb unterstützen wir diese Online-Petition „A 13 bzw. E 13 für alle Lehrämter“ an den Thüringer Landtag.

    Hier die Petition im Wortlaut:

    „Welches Ziel hat die Petition?

    Alle Bundesländer geraten wegen des wachsenden Lehrermangels zunehmend unter Druck. Vor allem in den Grundschulen wird sich die Situation weiter zuspitzen. Zu den Maßnahmen, um die akuten Personalengpässe zu entschärfen und die Arbeitsbedingungen der Lehrerinnen und Lehrer zu verbessern, sollte auch eine gerechtere und verfassungsgemäße Besoldung gehören. Diese Petition setzt sich darum zum Ziel, eine gleiche Besoldung im Eingangsamt (A 13/ E 13) für alle Lehrämter in Thüringen zu erreichen. Damit soll die Gleichwertigkeit der Abschlüsse, unabhängig von der Schulform, anerkannt werden.

    Darüber hinaus wird mit der Petition grundsätzlich die Möglichkeit des Festhaltens an Beförderungsämtern für Lehrkräfte aller Schulformen gefordert, damit Leistungsanreize ermöglicht werden.

    Welche Entscheidung wird beanstandet?

    Aufgrund des bereits massiven und sich weiter verschärfenden Lehrkräftemangels an Thüringer Schulen und vor dem Hintergrund der Abwanderung von Absolventinnen und Absolventen in benachbarte Bundesländer hat die Landesregierung eine schrittweise Angleichung der Gehälter von Thüringer Regelschul- und Gymnasiallehrkräften angekündigt. Im derzeitigen Gesetzentwurf des Thüringer Besoldungsgesetzes bleiben jedoch die Thüringer Grundschullehrerinnen und –lehrer unberücksichtigt. Da diese jedoch mit den gleichen Herausforderungen wie die Lehrkräfte aller anderen Thüringer Schulformen konfrontiert sind, wird ebenfalls die Besoldung im Eingangsamt A 13/ E 13 gefordert.

    Gleichzeitig richtet sich die Petition gegen die Abschaffung von Beförderungsämtern. Insbesondere für den Grund- und Regelschullehrer ist das Eingangsamt gleichzeitig als Endamt vorgesehen. Damit wird für diese Lehrkräfte eine Beförderungsmöglichkeit ausgeschlossen und eine Ungleichbehandlung dieser Lehrämter auf lange Sicht festgeschrieben. Beförderungsämter sind jedoch notwendig, um Leistungsanreize zu schaffen und um damit die Ausübung bestimmter Funktionen und besonderer Aufgaben honorieren zu können.

    Wie wird die Petition begründet?

    In einigen Bundesländern wurde die gleiche Besoldung für alle Lehrämter (A 13/ E 13 für alle) bereits umgesetzt. In weiteren Bundesländern wird die erforderliche Besoldungsreform gegenwärtig diskutiert. Die Regierungen dieser Länder ziehen damit die besoldungsrechtlichen Konsequenzen aus der Reform der Lehrerbildung, welche mit der Umstellung auf BA-/ MA Abschlüsse für Lehramtsstudiengänge aller Schulformen begann. Sowohl die vorgeschriebene Regelstudiendauer, die Vorgaben aus den KMK-Lehrerbildungsstandards als auch die damit verbundenen Anforderungen an die theoretischen und praktischen Studienanteile haben sich in allen Lehramtsstudiengängen angeglichen. Damit ist eine ungleiche Besoldung in keiner Weise mehr zu rechtfertigen.

    Darüber hinaus bewältigen Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten in ihrem beruflichen Alltag eine Fülle an Herausforderungen. Sie setzen sich mit inklusiven Bildungsprozessen sowie mit den Herausforderungen der Digitalisierung auseinander. Sie fördern Schüler entsprechend ihrer individuellen Voraussetzungen und setzen die Forderung nach sprachsensiblen Unterricht u. v. m. um.

    Die sich verändernden Anforderungen an Bildung und der damit verbundenen Entwicklung von Kompetenzen zwingen zudem in allen Schularten zur Überprüfung, Weiterentwicklung und Änderung bekannter und vertrauter Vorstellungen vom Lehren und Lernen. Die Aufgabe von Lehrenden besteht darin, Lernprozesse zu initiieren, zu entwickeln und zu begleiten. Zur Umsetzung der Anforderungen an die Gestaltung dieser Lernprozesse müssen die Lehrkräfte neben Wissen über geeignete Handlungskompetenzen verfügen. Sie müssen in der Lage sein, auf ein passfähiges methodisches Repertoire zurückzugreifen, Beziehungen zu gestalten und verschiedene Rollen ausgestalten zu können. Dies gilt für alle Lehrämter und Schulformen und sollte sich darum in einer einheitlichen Bezahlung im Eingangsamt niederschlagen.

    Richtet sich die Petition auf die Änderung eines Gesetzes? Wie und warum soll das Gesetz geändert werden?

    Die Bertelsmann-Stiftung stellte im Januar 2018 in einer Studie dar, dass in naher Zukunft bundesweit vor allem Grundschullehrkräfte fehlen werden. 
    Thüringen ist also angehalten, zukünftig Grundschullehrerinnen und -lehrer für die Tätigkeit im Thüringer Schuldienst zu werben. Die Berücksichtigung der Forderungen dieser Petition, die Besoldung im Eingangsamt A 13 bzw. E 13 für alle Lehrämter im derzeit diskutierten Gesetzentwurf festzulegen, wäre in diesem Kontext ein richtiges Signal im Kampf um die bundesweite Mangelware Lehrkraft. Die Eröffnung von Beförderungsmöglichkeiten mit transparenten Leistungsanforderungen würde die Gewinnung von geeignetem Fachpersonal für Führungsaufgaben fördern und damit ein deutliches Signal für ein Interesse an motiviertem Personal setzen. Somit wäre die Umsetzung der Forderung „A 13/ E 13 für alle“ eine sinnvolle Investition des Landes Thüringen als ein Beitrag zur Qualitätssicherung von Bildung.“

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    Studium Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungssystem LehrerInnenbildung Gute Arbeit TV-L Beamte Artikel Thüringen
    news-13677 Fri, 09 Mar 2018 11:00:00 +0100 Impressionen vom Warnstreik am 9.3.2018 in Gotha https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/impressionen-vom-warnstreik-am-932018-in-gotha/ Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 26. Februar 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des TVöD. Bisher haben die Arbeitgeber kein akzeptables Angebot vorgelegt. Die GEW fordert in der Tarifrunde 2018

    • Erhöhung der Tabellenentgelte um sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten!
    • Erhöhung der Entgelte für Praktikantinnen und Praktikanten sowie Auszubildende um 100 Euro monatlich!

    Zur Durchsetzung dieser Forderungen rief die GEW ihre tarifbeschäftigten Mitglieder im Geltungsbereich des TVöD und TVPöD

    • am Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde und
    • in der Stadtverwaltung sowie
    • an den Kindertageseinrichtungen der Stadt Gotha

    zu einem Warnstreik auf.

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    Kita Tarif TVöD Artikel Erzieher*innenbildung Personalräte Thüringen
    news-13697 Thu, 08 Mar 2018 13:44:00 +0100 Worüber der Geschäftsführende Vorstand der GEW Thüringen beraten hat https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/worueber-der-geschaeftsfuehrende-vorstand-der-gew-thueringen-beraten-hat/ In dieser Woche tagte der Geschäftsführende Vorstand der GEW Thüringen, in welchem u.a. die Landesvorsitzende und ihre drei Stellvertreter, die Referatsleiter*innen und die Landessenior*innen vertreten sind. Über folgende Punkte wurde dabei beraten:
  • Die GEW plant für den Zeit bis zur Personalratswahl am 15./16.05. ihre Wahlkampfhöhepunkte
  • Die GEW wird in den nächsten zwei Monaten zwei wichtige Aktionen zum Thema - E13/A13 für alle Schularten - öffentlich- und pressewirksam umsetzen
  • Das Gesundheitswochenende wird am Wochenende vor den Sommerferien zum 2. Mal durchgeführt, die Ausschreibung dazu wird in der Aprilzeitung erfolgen
  • Die Einladungen zum Neumitgliederseminar im April sind sehr gut angenommen worden
  • Auswertung der Anhörung im Landtagsausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft zum Thüringer Hochschulgesetz
  • Auswertung der Referatsklausur am 20.01.2018 und erste Arbeiten für die Anträge zur Landesvertreterversammlung aus dem Hochschulbereich
  • Planung von Aktionen im Zeitraum vor den Personalratswahlen, um auf prekäre Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen aufmerksam zu machen
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    Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule GEW Artikel Personalräte Thüringen