GEW Thüringen
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Der neugewählte stellvertretende Landesvorsitzende stellt sich vor

Thomas Pfeuffer

Thomas Pfeuffer wurde auf der Landesvertreterversammlung als stellvertretender Landesvorsitzender mit 61 Prozent der Stimmen gewählt. Hier stellt er sich und sein gewerkschaftlichen Ziele vor.

Glückwunsch zur Wahl als stellvertretender Landesvorsitzender an Thomas Pfeuffer (links) durch Kathrin Vitzthum (rechts), Landesvorsitzende, auf der LVV 2018 - Foto: Alice End
  • Vielen Dank für den Vertrauensvorschuss!

Auf der Landesvertreterversammlung in Suhl haben mich eure Delegierten zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Für mich ist das Grund zur Freude, stellt aber nicht weniger eine große Verpflichtung für mich dar. Dieser werde ich mit Muße und Freude nachgehen, damit ich das in mich gesetzte Vertrauen rechtfertigen
kann.

  • Wer ist dieser Thomas Pfeuffer?

1982 kam ich in Erfurt zur Welt und wuchs in Gebesee, nördlich von Erfurt auf. Im Jahr 2012 trat ich während meines Vorbereitungsdienstes in Hamburg der GEW bei. Seit meiner Rückkehr nach Thüringen im Jahr 2014 brachte ich mich unter anderem in die AG Inklusion ein. Mittlerweile arbeite ich in meinem fünften Jahr am Gymnasium Leinefelde als angestellter Lehrer und lebe in Mühlhausen. 2001 machte ich in Gebesee mein Abitur und schloss eine Lehre als Bankkaufmann an und ab. Schnell erkannte ich, dass ich in diesem Beruf keine Berufung gefunden habe. Also studierte ich in Jena Lehramt für Physik und Geschichte. Seit 2018 bin ich stellvertretender Kreisvorsitzender des DGB im Unstrut-Hainich-Kreis und bin ebenfalls aktiv bei der GEW im Eichsfeld. Bis Juni 2018 war ich Kreisvorsitzender der Jusos und bin Kassierer im SPD-Kreisvorstand (UH).

Den Entschluss mich politisch und gewerkschaftlich zu engagieren traf ich nach einer schweren Krankheit. Mir sind in dieser persönlichen Situation der Wert der solidarischen Gesellschaft hautnah vor Augen geführt worden, aber auch die globalen Ungerechtigkeiten. Mir wurde bewusst, dass ich wohl nicht mehr am Leben oder massiv verschuldet wäre, würde ich nicht in diesem Land leben. Chancengerechtigkeit ist zuerst eine Frage von Bildung. Daraus ergeben sich unter anderem meine Schwerpunkte, die ich später darstellen werde. Weiter gedacht geht es aber ganz klar um Arbeitsbedingungen (Arbeitssschutz, Entlohnung, Freizeit, Weiterbildungsmöglichkeiten, …), Handelspolitik sowie eine faire Besteuerung und Umverteilung des Wohlstandes in der Gesellschaft. Wobei Gesellschaft von mir hier
durchaus global und nicht nur national gefasst ist. Die DGB-Gewerkschaften sind eben nicht nur reine Mitgliederorganisationen. Sie sind vielmehr auch Denkfabriken zur Lösung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Fragen. Nicht zuletzt deswegen habe ich mich nicht für einen Lehrerverband entschieden, sondern bewusst für die GEW.

  • Inklusion ist kein Sparprogramm

Seit meinem Referendariat in Hamburg an einer Stadtteilschule ist das Thema Inklusion eines, das mich in besonderem Maße beschäftigt. Ich halte es für unerlässlich hier Fortschritte zu erreichen, dabei aber möglichst viele Beteiligte (Eltern, Lehrende und Lernende) mitzunehmen und nicht zu überfordern. Inklusion ist Verwirklichung von Menschenwürde und darf daher nicht verschoben oder gar ignoriert werden. Dafür muss immer wieder klar gemacht werden, dass sich die Überschrift Inklusion sich nicht als Sparprogramm eignet. Im Gegenteil. Sie bedarf politischem Willen und der entsprechenden Ausstattung (personell, räumlich, sächlich).

Mit der Thüringer Gemeinschaftsschule haben wir eine Schulart, die die genannten Themen Bezahlung und Inklusion verbindet. Im weiteren Ausbau und der Weiterentwicklung sehe ich daher eine Grundforderung der GEW, die ich mir sehr gern zu eigen mache, nicht zu letzt durch meine berufliche Sozialisation an einer Stadtteilschule, aber auch da ich mittlerweile in dem Landkreis lebe mit den meisten Thüringer Gemeinschaftsschulen.

  • Nicht gleich, aber gleichwertig: JA 13 für alle Lehrämter!

Ich bin sehr glücklich darüber, dass uns hier der großartige Erfolg gelungen ist, die Regelschullehrer*innen in die E/A 13 zu bekommen. Ein Erfolg den wir feiern können und der mir persönlich Schwung für die flächendeckende Einstufung aller Lehrämter in die Entgeltgruppe 13 gibt. Denn das Thema der gleichen Bezahlung der unterschiedlichen Lehrämter liegt mir sehr am Herzen. Andere Bundesländer haben es uns vorgemacht. Diese bezahlen Grundschlullehrer*innen genauso wie die an Regelschulen oder Gymnasien. Thüringen stünde es gut zu Gesicht, auch diese GEW-Forderung umzusetzen. 

  • Mein Leben außerhalb der GEW 

Allerdings bin ich nicht nur politisch interessiert. Ich genieße meine spärliche Freizeit mit meinen Freunden, deren Rückhalt mich stets stärkt. Daher ist Freundschaft in meinem Leben eine der wichtigen Säulen. Mit ihnen spiele ich leidenschaftlich gern Billard, Skat, Doppelkopf oder auch mal Poker, gehen ins Kino oder genießen einfach mal einen Abend sinnierend mit einem Cocktail oder tanzend in einem Club. Hin und wieder kann man mich mit Freunden oder meinem Bruder im Ernst-Abbe-Sportfeld oder im Steigerwaldstadion treffen. Gut, meinen Bruder nur in letzterem. Ich fahre auch gern mal durch die halbe Republik um ein Konzert der Foo Fighters, von U2 oder anderen Gruppen aus verschiedenen Musikrichtungen zu besuchen.

Natürlich könnt Ihr mich gern mit Euren Anliegen bombardieren oder einfach mit mir in Kontakt treten. In den kommenden vier Jahren werde ich für die Referate Allgemein- und berufsbildende Schulen sowie frühkindliche Bildung und Sozialpädagogik verantwortlich zeichnen. Ich freue mich darauf, in den kommenden vier Jahren viele von Euch kennen zu lernen und mit Euch Herausforderungen zu meistern, Bildungschancen zu verbessern, bessere Arbeitsbedingungen zu erwirken und einfach mit Euch Spaß zu haben. 

Glück auf!

Euer Thomas Pfeuffer

Ansprechpartner_in
Thomas Pfeuffer
Stellvertretender Landesvorsitzender
Heinrich-Mann-Str. 22
99096 Erfurt