GEW Thüringen
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Diversity in der GEW?!

Was bedeutet "Diversity"? Warum ist die Beschäftigung damit wichtig, besonders in Bildungseinrichtungen? Was macht der Landesausschuss Diversity der GEW Thüringen? Wie kann ich mitmachen, mich einbringen?

Der Begriff Diversity kommt ursprünglich aus dem Management. Dort wurde er aus der Feststellung heraus entwickelt, dass durch die Ausgrenzung von Frauen, Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Herkünften, Menschen mit so genannten Behinderungen oder beispielsweise Homosexuellen die Effizienz und Profitabilität des Unternehmens gestört wird.

Diversity meinte in diesem Sinne die Vielfalt (Diversity) der unterschiedlichen Belegschaftsmitglieder zu erkennen, als positiv wahrzunehmen und nicht diskriminierend in die Unternehmen einzubinden, also für ein Klima der Akzeptanz von Unterschiedlichkeit zu sorgen. Diesen Ansatz übernehmen in den letzten Jahren auch mehr und mehr non-profit-Organisationen. Denn er macht eines klar: Die Gesellschaft (und auch die Mitgliedschaft in Gewerkschaften) ist heterogener als das im Allgemeinen wahrgenommen wird. So finden sich auch in der GEW unter anderem zahlreiche Mitglieder, die einen Migrationshintergrund haben, die schwul oder lesbisch sind*.

Besondere Relevanz entfaltet das Problem auch in Schulen, denn Schüler_innen, die Aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihrer – vermeintlichen – Homosexualität diskriminiert werden, können schwere psychische Probleme für ihr weiteres Leben davon tragen. Anderseits werden Menschen mit Behinderung oft prinzipiell vom Alltagsleben und Schulbetrieb ausgegrenzt – ein oft unterbelichtetes Problem. Damit soll nicht in Abrede gestellt werden, dass die soziale Diskriminierung in Bildungseinrichtungen oft auch immer noch vom ökonomischen Status der Eltern abhängt. Aber diese schichtspezifische Ausgrenzung wird durch die oben genannten Diskriminierungsformen erweitert und teilweise verschärft.

Einige dieser Themen wollen wir nun angehen, und uns im Arbeitskreis Diversity zunächst mit folgenden Schwerpunkten befassen:

  • Gemeinsamer Unterricht
  • Umgang mit kulturellen Unterschieden innerhalb der GEW und in Bildungseinrichtungen
  • Situation von Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen in der GEW und in Bildungseinrichtungen


Rückblick
Ende Oktober 2010 fand sich eine Initiativgruppe zu einem ersten inoffiziellen Treffen zusammen, aus dem eine Arbeitsgruppe entstanden ist, die im November 2010 vom Landesvorstand offiziell eingerichtet wurde.
Als erster Einstieg ins Thema wurde eine Veranstaltung mit Prof. Dr. Karsten Kenklies von der Universität Jena geplant, die sich mit Fragen von Homosexualität in der Schule beschäftigte. Der Vortrag fand am 16. Februar 2011 in Jena statt.

Im Rahmen des CSD Weimar 2012 ludt die AG Diversity zur Veranstaltung "Queere Vielfalt - (k)ein Thema für die Schule?" ein. Melanie Bittner stellte dabei zunächst ihre Schulbuchstudie zu Geschlechterkonstruktionen und der Darstellung von LSBTI vor. Anschließen wurden die verschiedenen Facetten gleichstellungsorientierter Schularbeit in einer Podiumsdiskussion dargestellt.


Kontakt
Wir suchen Mitstreiter_innen vor allem auch aus anderen Bildungsbereichen neben Hochschule und Forschung! Wer Interesse hat, kann mit dem Kontaktformular oder direkt unter diversity(at)gew-thueringen(dot)de mit uns Kontakt aufnehmen.

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