GEW Thüringen
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Weltlehrertag 2012

Aus Anlass des WeltlehrerInnentags am 5. Oktober 2012 will die GEW auf die Gewalt gegen Lehrkräfte in Kolumbien aufmerksam machen. In dem Andenland wurden 2011 erneut 35 Gewerkschafter ermordet, darunter 17 Lehrerinnen und Lehrer.

04.10.2012

Kolumbien bleibt für GewerkschafterInnen das gefährlichste Land der Welt. Seit Jahrzehnten werden dort Menschen- und Gewerkschaftsrechte systematisch verletzt. Besonders betroffen sind Lehrerinnen und Lehrer an Schulen. Die Täter bleiben meist straflos. Trotz dieser unerträglichen Situation hat die Europäische Kommission ein Freihandelsabkommen mit Kolumbien vereinbart, dass handelspolitische Interessen über die Menschenrechte stellt.

‚Kein Freihandel ohne Menschenrechte‘ fordern daher kolumbianische Gewerkschaften und werden dabei von der GEW, vom DGB und anderen internationalen Gewerkschaften unterstützt. Der DGB Vorsitzende Michael Sommer hat die deutschen Abgeordneten im Europäischen Parlament schriftlich dazu aufgefordert, ihre Zustimmung zum Freihandelsabkommen zu verweigern, solange nicht grundlegende Verbesserungen bei Menschen- und Gewerkschaftsrechten erkennbar werden.

Im Juni hat das Europäische Parlament eine Resolution zu Kolumbien verabschiedet. Voraussichtlich im November werden die Abgeordneten über das Abkommen entscheiden. Um eine Mehrheit für die Ablehnung zu gewinnen, bedarf es zusätzlicher Initiativen und verstärkter Lobbyarbeit gegenüber den Abgeordneten. Erfahrungsgemäß reagieren diese eher auf Ansprachen, die aus ihrem regionalen Umfeld bzw. ihrem Wahlkreis kommen. Die GEW hat dafür ein Musterschreiben vorbereitet, das an Europaabgeordnete im Wahlkreis verschickt werden kann. Ein aktiver Beitrag zur Solidarität mit den bedrohten Kolleginnen und Kollegen in Kolumbien!

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