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Workshops der DemokratielaboreVon „Data Dancing“ bis „Game of Thoughts“

In den Workshops der Demokratielabore können Schülerinnen und Schüler Nachrichtenredaktionen gründen oder lernen, Cybertrolle mit Argumenten zu besiegen. Die Formate stehen unter einer freien Lizenz und können nachgenutzt werden.

14.06.2019

Die Demokratielabore stellen auf ihrer Webseite acht Workshops dokumentiert, lizenzfrei und zur Nachnutzung etwa für Schulen und Lehrkräfte zur Verfügung. Die meisten davon dauern mehrere Stunden und können an einem Tag stattfinden. 

In Data Dancing etwa wird eine App entwickelt, die Freunde miteinander vernetzt. Alle Teilnehmenden entwerfen zum Start verschiedene Charaktere, die in kleinen Gruppen zusammengeführt werden sollen. Nach einer Einführung in die Basics des App-Designs werden diese Screen für Screen auf Papier aufgezeichnet, abfotografiert und die Fotos mit Hilfe eines Tablets untereinander verknüpft, so dass ein klickbarer Prototyp entsteht. Gemeinsam wird auch geschaut: Welche Daten nutzen diese Apps? Was könnte man mit den Daten aus Hersteller- oder aus Freundesperspektive alles anstellen? 

In Newsbusters werden fiktive Nachrichtenagenturen gegründet, die Themen auswählen und dazu Schlagzeilen und Nachrichten im Internet recherchieren. Ausgehend davon werden eigene Meldungen verfasst, die teilweise korrekt, teilweise aber auch mit Fehldarstellungen und Unwahrheiten versehen sein sollen. Mit Hilfe von Mozilla Goggles, 24aktuelles oder Paul Newsman werden diese Meldungen veröffentlicht und zwischen den Gruppen ausgetauscht. Anschließend gilt es herauszufinden, wo die anderen Teams Fehler und Falschinformationen in ihren News versteckt haben.

Ziel von Game of Thoughts ist es, Ideen für eine bessere Welt in kleine digitale Spiele zu verwandeln. In Invasion der Cybertrolle werden Argumente gegen Trolle in sozialen Netzwerken erarbeitet. Der Workshop instAR.lab vermittelt derweil, wie Influencerinnen und Influencer auf Instagram populär werden und wie sie im Internet ihre Meinung verbreiten.

Die Demokratielabore zeigen Jugendlichen, wie sie mit digitalen Werkzeugen aktiv die Gesellschaft mitgestalten. Das Modellprojekt der Open Knowledge Foundation Deutschland wird von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Workshop- und Aktionsformate rund um Digitalisierung, Technologien und gesellschaftliches Miteinander richten sich an junge Menschen zwischen 12 und 21 Jahren. Es gibt Kooperationen mit außerschulischen Jugendeinrichtungen sowie überregionalen Bildungsverbänden und -initiativen. 

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