GEW Thüringen
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Vielfältige Argumente gegen einfältige Vorurteile. Neue GEW-Argumentationshilfe erschienen.

Die Debatten über die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland (AfD) bei den Landtagswahlen im Frühjahr zeigen, wie wichtig es ist, für eine offene Gesellschaft einzutreten und vereinfachende sowie diskriminierende Aussagen zu hinterfragen. Nun ist eine neue GEW-Argumentationshilfe für die Auseinandersetzung mit neurechten, ultrakonservativen und fundamentalistischen Behauptungen erschienen.

18.07.2016 - Landesausschuss Diversity

Anliegen ist es, Kolleg*innen, Eltern und Schüler*innen in der Auseinandersetzung mit diffamierenden Aussagen über eine Pädagogik der Vielfalt zu unterstützen. Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen erfahren, auf welcher rechtlichen Grundlage eine solche Pädagogik basiert. Sie können sich über Unterstützungsmöglichkeiten informieren, wenn sie selbst zum Ziel diffamierender Angriffe werden oder bei Diffamierungen verweisend beraten möchten. Zudem zeigt die Broschüre, wie sich in der Schule für die Sichtbarkeit gesellschaftlicher Vielfalt eingesetzt werden kann. Angesichts zunehmender Angriffe auf eine Vielfalt wertschätzende Bildung und Erziehung unterstützt die Broschüre mit Argumenten und Informationen über Hintergründe,Aufgaben und Rechte.

„Dass Vielfalt längst gelebte Realität ist, zeigt der Blick in jede Einkaufsstraße, zeigen die Namenslisten der Kinder in jeder Schulklasse“, so Frauke Gützkow, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der GEW. Nicht ausreichend sichtbar werde diese Wirklichkeit allerdings in den pädagogischen Konzepten. „Deshalb fordert die GEW eine Pädagogik der Vielfalt, die diesen Namen verdient.“

Aufklärung

Die Broschüre klärt u. a. über neu-rechte, ultrakonservative und fundamentalistische Gruppierungen und Positionen auf, die nicht nur bildungspolitische Debatten verunsachlichen und ideologisieren, sondern auch Bemühungen um inklusive pädagogische Konzepte torpedieren und auch nicht davor zurückschrecken, Akteur*innen zu bedrohen.

In einem Argumentationsteil werden übliche Behauptungen, Vorurteile und Falschaussagen rund um diverse Familienkonstellationen, Geschlechtsidentitäten und Vorstellungen von einer Pädagogik der Vielfalt entkräftet. Interessierten und Betroffenen von Anfeindungen werden damit Argumente an die Hand gegeben z. B. für Elterngespräche, für Diskussionen im Kollegium, im kommunalpolitischen und öffentlichen Raum.

Wenn sich die GEW für eine Pädagogik der Vielfalt ausspricht, meint sie damit auch das Streiten für gleiche Rechte, Gleichwertigkeit, gleiche Teilhabe – und zwar für alle Menschen jedweder Religion, ethnischen Herkunft, geschlechtlichen oder sexuellen Identität oder gesundheitlichen Verfassung. „Es geht um die universellen Menschenrechte, deren Verwirklichung für alle vorangetrieben werden muss“, so Gützkow. „In diesem Sinne engagiert sich die GEW für Vielfalt als humanistisches und pädagogisches Leitbild und für die Realisierung in der Schule.“

Bezugsmöglichkeit 

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