GEW Thüringen
Du bist hier:

Zur aktuellen Situation in ThüringenViele neue Lehrkräfte, unsere Unterstützung und was wir für Euch tun werden

Thüringen stellt so viele Lehrkräfte ein wie nie zuvor (auch wenn es keine so dringend benötigten zusätzlichen Lehrerinnern und Lehrer sind). Ihre Heimat können diese „Neuen“ bei der GEW finden, denn die Bildungsgewerkschaft hält den Rücken frei. Und für die Verbesserung der oftmals schlechten Arbeitsbedingungen hat sich die GEW für die nächste Zeit einiges vorgenommen.

03.09.2019 - Kathrin Vitzthum - Landesvorsitzende der GEW Thüringen

Herzlich willkommen im Thüringer Schuldienst!

Wenn alles gut geht, dann stellt das Land Thüringen in diesem Jahr 1.200 neue Lehrer*innen und 84 neue Erzieher*innen in den Thüringer Schulen ein. Wir möchten ganz unabhängig davon, ob bereits alle Stellen besetzt sind, die  neuen Kolleg*innen ganz herzlich begrüßen. Ihr habt Euch für einen tollen Beruf mit vielen Herausforderungen entschieden. Dafür wünschen wir Euch immerwährende Kreativität im Umgang mit den Schüler*innen und den Tücken des Schulalltages, die nötige Geduld, wenn die Mühlen des Apparats mal wieder länger mahlen, Hilfe und Unterstützung durch die alten Hasen und Häsinnen, die nicht immer alles besser wissen, aber doch über eine Menge brauchbarer Erfahrungen verfügen. 

Bei der GEW findet Ihr Unterstützung

Unterstützung findet Ihr auch bei Eurer GEWerkschaft. Viele von Euch haben uns bereits im Vorbereitungsdienst kennen- und schätzen gelernt. Das ist gut. Für all die Forderungen und Ideen, die wir zur Verbesserung Eurer   Arbeitsbedingungen haben, brauchen aber auch wir Eure Unterstützung. Die Erfolge der letzten Jahre sind nicht vom Himmel gefallen. Einerseits gibt es zahlreiche Ehrenamtliche, die in verschiedenen Arbeitsgruppen und Gremien die Forderungen entwickeln, mit Zahlen und Argumenten unterlegen, andererseits gibt es die vielen anderen, die das in den Lehrerzimmern diskutieren und dazu animieren, mit Aktionen auf der Straße, Unterschriftensammlungen und vielem anderen mehr, diesen Forderungen auch Nachdruck zu verleihen. Immer braucht es diesen Zweischritt: Menschen, die sich stark machen und die dafür unterstützt werden. So funktioniert GEWerkschaft, so sind wir. Und wenn die Neuen mitmachen bei der GEW, wenn die Alten die Neuen mitnehmen, dann können wir noch besser Druck machen für gute Arbeitsbedingungen an den Schulen.

Wir haben uns in den nächsten Jahren viel vorgenommen

Die Arbeitsbelastung bei allen Beschäftigten ist nachweisbar hoch. Die Studien aus Niedersachsen zur Arbeitszeit und Arbeitsbelastung sind in Teilen auch auf Thüringen übertragbar. Wir werden also gemeinsam mit Euch nach Wegen suchen, diese Belastungen zu reduzieren. Dabei geht es um Bürokratieabbau, zusätzliches Personal für Inklusion und zur Umsetzung des Digitalpaktes, da geht es um Entlastung von Tätigkeiten, die mit Unterricht, Förderung und Erziehung nicht allzu viel zu tun haben. Da geht es auch um Arbeitszeitfragen, vor allem im Hinblick auf Ganztagsschule. Auch bundesweit haben wir dieses Thema als Schwerpunkt definiert und werden im Frühjahr nächsten Jahres auf vielfältige Weise auf dieses Thema aufmerksam machen.

Mitgestaltung der Personalentwicklung an den Schulen

Weiterhin setzen wir uns für die konsequente Umsetzung des Personalentwicklungskonzeptes SCHULE ein und werden die Verhandlungen zu noch offenen Punkten wieder aufnehmen. Dabei stehen Fragen der Lehrer*innenausbildung stark im Fokus.

JA13 - weil Grundschullehrer*innen es verdienen!

Ohne unsere Verhandlungen, ohne Euren Druck würden die Regelschullehrkräfte immer noch nach A12 besoldet bzw. nach E 11 bezahlt. Das hat die Landesregierung aufgrund unserer Hartnäckigkeit geändert. Wir finden, nun sind die Grundschullehrer*innen an der Reihe, denn ihre Arbeit ist zwar eine andere, aber eine gleichwertige. Ohne die Arbeit der Grundschulen wären weiterführende Schulen undenkbar. Kleine Beine, kleines Geld? Dieser Gedanke gehört der Vergangenheit an. 

Insgesamt geht es also um die Wertschätzung der pädagogischen Berufe, auch in den Kitas und Kindergärten, in den Hochschulen, in der Jugend- und Erwachsenenbildung.

Also, Ihr Neuen und Ihr „Alten“: Lasst es uns gemeinsam anpacken!

Zurück