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Unterstützer der Woche: Wolfgang Stadler

"Es ist beeindruckend, wie bereitwillig und kompetent sich die Fachkräfte in den Kitas den neuen Anforderungen gestellt haben. Längere Öffnungszeiten, Bildungspläne, Sprachförderung, Inklusion. Alles selbstverständlich. Was rechtfertigt noch, sie schlechter als andere Pädagogen zu bezahlen? Nichts." Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bundesverbands, zu Pisa, Refinanzierung und einer stärkeren finanziellen Einbindung des Bundes.

27.04.2015 - Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender Arbeiterwohlfahrt Bundesverband

"Immer jüngere Kinder kommen immer länger in die Kitas. Darin liegt eine große Chance, denn auch die Gesellschaft beginnt zunehmend zu erkennen, dass die Kleinen hier gefördert werden können. In den neunziger Jahren war das Interesse an Kindergärten noch gering. Erst Pisa brachte die Erkenntnis: Wir müssen schnell etwas tun und das möglichst früh. Es ist beeindruckend, wie bereitwillig und kompetent sich die Fachkräfte in den Kitas den neuen Anforderungen gestellt haben. Längere Öffnungszeiten, Bildungspläne, Sprachförderung, Inklusion. Alles selbstverständlich. Was rechtfertigt noch, sie schlechter als andere Pädagogen zu bezahlen? Nichts. Doch die Voraussetzung für eine bessere Erzieherbezahlung liegt in einer verbesserten Refinanzierung. Die Kommunen können das nicht allein tragen, der Bund muss stärker in die Finanzierung eingebunden werden. Mit gutem Grund, denn alle profitieren davon, dass Eltern Beruf und Familie miteinander vereinbaren können - von der Wirtschaft bis zu den Sozialkassen."

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