GEW Thüringen
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Referat allgemein- und berufsbildende Schulen Sommerbrief 2021

Was bestimmte und was beschränkte die Arbeit im Schulbereich? Wo waren wir erfolgreich? Präsenzveranstaltungen oder Videokonferenzen? Welche neu AG gibt es? Und wem gebührt Dank? Der aktuelle Sommerbrief des Referats Schule ist da, lest selbst!

20.07.2021 - Kristina Argus, Andreas Heimann, Thomas Pfeuffer, und Marlis Bremisch

Liebe Kolleg:in,

hinter uns allen liegt ein Schuljahr, das mit seinen Anforderungen an unseren Arbeitsalltag mit vergangenen Schuljahren nicht vergleichbar war.

Auch vor Corona gab es schon viele Probleme in der Schule, die unsere GEW-Arbeit bestimmten, wie u. a. sich verschärfender Personalmangel, Integration und Inklusion, Mehrarbeit und zunehmende Verwaltungstätigkeiten.

Mit der Coronapandemie stieg der Arbeitsaufwand jedoch nochmals: Einarbeiten in neue Unterrichtsformate (Homeschooling/Schulcloud), Quarantänen, fehlender persönlicher Kontakt zu Kolleg:innen und Schüler:innen, weitere Dokumentationspflichten, Auseinandersetzungen mit Eltern zu Test- und Maskenpflicht, Absagen von Klassenfahrten, Praktika und allen Formen des Lernens am anderen Ort usw.

Dabei bot und bietet diese Pandemie auch Chancen für uns alle: Viele Kolleg:innen lernten mit den digitalen Medien umzugehen; Ältere lernten dabei häufig von Jüngeren und wurden zunehmend sicherer im Umgang mit den verschiedenen Formaten. Einige erkannten nun auch deren Vorteile und suchten und entwickelten im Team praktikable Lösungen an ihren Einrichtungen.

Was dagegen hemmte, war und ist die unterschiedliche und zumeist unzureichende technische Ausstattung der eigenen Schule.

So könnten wir hier die Aufzählung in der einen wie der anderen Richtung fortsetzen.

All das bestimmte und beschränkte auch die Arbeit unseres Referates in diesem Schuljahr.

Manches taten wir, um die Last durch die Coronapandemie für Dich und alle Kolleg:innen zu erleichtern, ohne es an die Große Glocke zu hängen. So stand die GEW Thüringen im ständigen Austausch mit dem TMBJS. Über unsere Landesvorsitzende Kathrin Vitzthum, über unser Referat und über den Hauptpersonalrat brachten wir die uns wichtigen Themen vor: Schutz der Gesundheit der Lehrkräfte, Erzieher:innen und Sonderpädagogischen Fachkräfte, Schule in der Coronazeit, Unterstützung des pädagogischen Personals bei digitalem Unterricht und Mehrarbeit unter Coronabedingungen. Leider fanden unsere Vorschläge nicht immer beim Ministerium Gehör. Oft konnten wir auf diesem Wege aber auch unsere Vorstellungen zu den oben genannten Themen nicht nur vortragen, sondern sie wurden vom TMBJS aufgenommen und umgesetzt.

Unsere Öffentlichkeitsarbeit lief verstärkt über die Homepage, Presseveröffentlichungen, den Newsletter und die Infoblätter an Schulen und Mitglieder.

Präsenzsitzungen und –veranstaltungen waren uns als Referat lange Zeit nicht möglich. So lernten auch wir Formate von Videokonferenz und Telefonkonferenz kennen und zumeist auch schätzen. Arbeitsgruppen und Stammtische vernetzten sich so auf neue Art und fanden dadurch auch neue Mitstreiter:innen. Wir sind uns sicher: in der Zeit nach der Coronapandemie wird es eine Mischung aus Präsenz- und Videokonferenzangeboten geben. Der persönliche Kontakt ist und bleibt uns wichtig.

Die neue AG Digitalisierung nahm ihre Arbeit auf und brachte erste Ergebnisse in Bezug auf die Senkung des Verwaltungsaufwandes zu Papier.

Neben Corona blieb unser Referat natürlich an allen anderen Themen dran. Ein besonderer Schwerpunkt bildete und bildet dabei die berechtigten Forderungen der Sonderpädagogischen Fachkräfte in Bezug auf Anerkennung und Wertschätzung ihrer herausfordernden Arbeit an den Förderzentren und im Gemeinsamen Unterricht.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die zahlreichen Stellungnahmen, die im Referat erarbeitet oder vom Referat zugearbeitet wurden. Einen herzlichen Dank an alle GEW-Mitglieder, die sich dabei einbrachten.

An dieser Stelle danken wir allen ehrenamtlich Engagierten, die trotz herausfordernder Zeiten als Vertrauensfrau- oder –mann, als örtlicher Personalrat der eigenen Einrichtung, als AG-, Stammtisch- oder Referatsmitglied tätig waren. Ein Dank geht auch an alle GEW-Mitglieder, die bei Videokonferenzen, in Mails und Anrufen Probleme mitgeteilt und dabei auch schon Lösungsansätze vorgeschlagen haben.

Wie sich die Situation nach den Sommerferien darstellen wird, können wir zurzeit nur spekulieren. Wir alle werden wachsam bleiben und die politisch Handelnden in Land und Kommunen an ihre Verantwortung gegenüber den Schüler:innen, vor allem aber gegenüber den Beschäftigten, also Dich und allen GEW-Kolleg:innen erinnern.

Wir wünschen Dir nun einen erlebnisreichen und erholsamen Urlaub, Zeit für Dich und Deine Lieben, aber vor allem Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen

Kristina Argus & Andreas Heimann, Referatsleitungsteam
Thomas Pfeuffer, stellv. Landesvorsitzender, verantwortlich für den Bereich Schulen
Marlis Bremisch, Referentin Bildung