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Schulung für die Örtlichen Personalräte in Suhl und Meiningen

Am 24 und 26. November 2015 wurde der 3. Teil der Schulungsreihe für die Örtlichen Personalräte der Staatlichen Schulen in Suhl und in Meiningen durchgeführt.

17.12.2015 - Steffen Potratz

Auf der Grundlage einer von Bärbel Brockmann, der GEW-Kreisvorsitzenden von Suhl, erarbeiteten Powerpoint, stellten Steffen Potratz und Thomas Messner einige Neuigkeiten des Thüringer Personalvertretungsgesetzes sowie verschiedene Anwendungsmöglichkeiten im Schulalltag vor. In dieser jeweils ganztägigen Schulung wurden nicht nur jede Menge theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen durch die Referenten weitergegeben, sondern auch aktuelle Fragen aus dem Alltag der Kolleginnen und Kollegen an ihren Schulen behandelt. Viele Fragen konnten geklärt werden, einige wurden von den Referenten aber auch mitgenommen, um sie z.B. von den kompetenten Juristinnen der Thüringer GEW klären zu lassen.

Auf beiden Veranstaltungen wurden die beiden Referenten durch die Mitglieder der Kreisvorstände Simone Rausch, Kathrin Wahl, Susanne Steube und Jürgen Röder unterstützt. Dabei kam ihnen entgegen, dass alle fünf Gewerkschafter auch gewählte Mitglieder im aktuellen Bezirkspersonalrat von Südthüringen sind und sie somit schon über einen größeren Erfahrungsschatz auf personalratsrechtlicher Ebene verfügen.

So besprach man in der neuen Suhler Gemeinschaftsschule im schönen Wohngebiet auf dem Lautenberg am Dienstag neben dem offiziellen Thema der Mitbestimmung der Personalräte in der Schule auch viele Fragen von Mehrarbeit, Arbeitszeit, Lernen am anderen Ort, zu Rechten  und Pflichten von Schwerbehinderten sowie dem Dauerbrenner Abordnung gegen den Willen der Kolleginnen und Kollegen. Aus der Regelschule Floh-Seligenthal wurde um Unterstützung bei bis dahin ungelösten Problemen für den Unterricht ankommender Flüchtlingskinder nachgefragt. Dieses Thema wurde schon kurz danach erfolgreich auf der Tagesordnung des BPR behandelt. Aus verschiedenen Grundschulen wurden Fragen der Mehrarbeit von Horterzieherinnen gestellt und immer wieder wurden auch Erfahrungen der Personalratsmitglieder zum partnerschaftlichen Umgang mit ihren Schulleitungen vermittelt, die leider noch nicht an allen Schulen der Normalfall sind.

Am darauf folgenden Donnerstag wurde die Veranstaltung in der Pulverrasenschule der altehrwürdigen Residenzstadt Meiningen wiederholt. Nach dem Hauptteil der Schulung zur Mitbestimmung kam es im Diskussions- und Fragenteil für die Referenten zu einer Art Déjà-vu. An den im Vergleich zu Suhl fast gleichen Fragen erkannte man, dass die Probleme in den Kollegien unabhängig von der Region ähnlich gelagert sind.

An beiden Tagen unterstützten die anwesenden Personalratsvertreter auch ausdrücklich die Forderungen nach deutlich mehr Einstellungen im Lehrerbereich und nach Erhöhungen des Beschäftigungsumfangs im Grundschulhort. Mit vielen Erfahrungen aber auch dem Wissen, dass nicht alle Wünsche sofort und 1:1 umsetzbar sein werden, kehrten die Teilnehmer wieder in ihre Schulen zurück. Sie wissen aber auch, dass sie sich mit ihren personalratsrechtlichen Fragen und Problemen an verantwortungsbewusste und energische Kollegen aus der GEW wenden können.

Bis bald! Und vielleicht ist nächstes Mal einer der Schulpersonalräte dieser beiden Tage im Ehrenamt der GEW im Kampf für die Rechte der Kolleginnen und Kollegen auch in den Kreisvorständen aktiv – viele dieser klugen Köpfe könnten wir gebrauchen.

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