GEW Thüringen
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PositionierungSchule darf nicht neutral sein!

Die GEW Thüringen lässt nicht zu, dass Pädagog*innen und Schüler*innen durch Online-Plattformen oder Offene Briefe denunziert und eingeschüchtert bzw. dazu aufgefordert werden. Nicht die AfD hat die Aufsicht über das gesamte Schulwesen, sondern der Staat!

28.11.2018 - Landesvorstand der GEW Thüringen

Lehrer*innen erfüllen den Auftrag, der ihnen vom Grundgesetz, der Thüringischen Verfassung und dem Schulgesetz übertragen worden ist. Damit sind Lehrer*innen verpflichtet, die ihnen anvertrauten Schüler*innen im Geiste der Menschenwürde, Demokratie, Toleranz und Gleichberechtigung zu erziehen und die Verletzung dieser Rechte zu thematisieren. Die gebotene Neutralität ist nicht verletzt, wenn in der Schule über rassistische oder demokratiefeindliche Äußerungen von Politiker*innen einer Partei gesprochen wird und Lehrkräfte dazu auch ihre Meinung äußern.

Dem Ziel der AfD, Lehrer*innen und Schüler*innen zu verunsichern und einzuschüchtern, treten wir entschieden entgegen. Wir teilen die Einschätzung des Präsidenten der Kultusministerkonferenz: „Alle Warnglocken sollten läuten, wenn eine Partei das Anschwärzen von Lehrern und deren Überwachung zu adäquaten Mitteln ihres Handelns erklärt.“

Wir begrüßen, dass Thüringens Kultusminister Helmut Holter, die Landeselternvertretung sowie andere Lehrerverbände den Einschüchterungsversuch der AfD verurteilen und schließen uns der kritischen Haltung an.

Die GEW Thüringen ermutigt alle Pädagog*innen, in der Schule und außerhalb Zivilcourage zu zeigen und sich klar gegen Ausgrenzung und für Vielfalt einzusetzen. Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen.

Informationen und Beratung sind u.a. hier zu finden.

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