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Mit Wäscheleine gegen Kinderarbeit

Zum Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni informierten Schülerinnen und Schüler der Hamburger Grundschule Mümmelmannsberg Fußgänger über Kinderarbeit und sammelten Geld für Projekte der GEW-Stiftung ‚Fair Childhood‘.

13.06.2015

Fast wie ein Profi greift Akbarschah zum Mikrofon. Und ein Profi ist er ja schon fast, denn schon zum zweiten Mal tritt er mit seinen MitschülerInnen am Welttag gegen Kinderarbeit auf dem Ida-Ehrenplatz auf, begleitet von seinen Lehrerinnen. „Stopp Kinderarbeit!“ ruft Akbarschah.

 

Auf einer Wäscheleine hängen die restlichen selbst genähten und bemalten Puppen-T-shirts, die die Schüler der Grundschule Mümmelmannsberg im letzten Jahr im Projekt „Kinderrechte“ angefertigt hatten. Viele der Puppen-T-shirts wurden schon früher in einer Auktion im Billstedtcenter versteigert. Wie schon damals soll der Erlös wieder für die Projekte der GEW-Stiftung „Fair Childhood“ gespendet werden.

 

Auch an diesem 12. Juni soll wieder viel Geld zusammen kommen. Dafür sorgen durch ihr selbstbewusstes Auftreten Akbarschah, Aurelia, Imran, Jamila, Jan-Philipp, Nehir, Paula, Pollyana, Samim, Safora, Sarah, Vanessa stellvertretend für die Projektgruppe „Kinderrechte“ ihrer Schule. Und sie beeindrucken die Passantinnen und Passanten in den Gesprächen mit ihren guten Kenntnissen über Kinderarbeit in anderen Ländern Europas und der Welt und mit ihrer Entschlossenheit, dagegen etwas zu unternehmen. Sehr viele der Vorbeikommenden lassen sich ausführlich informieren und nehmen gegen eine Spende ein T-shirt und eine preisgekrönte Schülerzeitung mit.

 

Nicht nur die Kinder ernten viel Lob, auch die Lehrerinnen bekommen sehr viel Anerkennung. Nach zwei Stunden ist die Aktion vorbei und die Wäscheleine wird wieder eingerollt. Müde sind sie, aber auch sehr froh: eine Summe von 505,81 Euro ist zusammengekommen. Auch dieses Geld kommt wieder „Fair Childhood“ zugute um den Kampf gegen Kinderarbeit fortzuführen.

 

„Versprochen“, sagt Birgit Matthiessen, die Lehrerin, „nächstes Jahr kommt eine neue Aktion.“

 

 

Text und Fotos: Magda Peters, Volker Peters

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