GEW Thüringen
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Tarifrunde 2019 für die Beschäftigten der LänderMehr Geld gibt’s nicht geschenkt. Worum geht es für uns Beschäftigte?

2019 hat begonnen und es geht gleich richtig los. Die Tarifrunde im Länderbereich startete am 21. Januar. In drei Verhandlungsrunden wollen wir das Maximum aus unseren Forderungen herausholen. Anfang März 2019 setzen wir auf ein ordentliches Verhandlungsergebnis.

11.02.2019 - Kathrin Vitzthum

  • Es geht um viel: Sechs Prozent mehr im Monat, mindestens aber 200 Euro!

Eine Menge Holz. Was würdest Du damit machen? Eine Woche länger Urlaub in Norwegen vielleicht, endlich das Wochenendhäuschen auf Vordermann bringen lassen und dann gemütlich den Feierabend genießen? Den Enkelkindern den langersehnten Ausflug mit dem Heißluftballon spendieren? Oder das Geld doch auf die hohe Kante legen und auf einen früheren Renteneintritt sparen? Egal, was Du mit dem Gehaltsplus anfangen würdest: Wir müssen ihn erst gemeinsam erkämpfen.

Neben den sechs Prozent mehr geht es für die GEW auch um das Erreichen der Paralleltabelle für Lehrer*innen, um die Aufwertung der Arbeit von Erzieher*innen im Länderbereich, damit sie nicht dauerhaft weniger bekommen als ihre
Kolleg*innen in kommunalen Kindergärten und das Ende des Befristungsunwesens. 

Doch die Verhandlungskommission der GEW hat noch viel mehr auf dem Zettel stehen. Dinge, die aus Sicht der Kolleg*innen dringend geregelt werden müssen, aber nicht direkt zu einem Streikaufruf führen. Dazu zählt z. B. die Forderung, Lehrkräfte nicht unterhalb der EG 10 einzugruppieren. Dies würde für Thüringen eine deutlich bessere Bezahlung der Sonderpädagogischen Fachkräfte nach sich ziehen. Nach unseren Vorstellungen sollen studentische Beschäftige endlich in den Geltungsbereich des Tarifvertrags der Länder (TV-L) fallen und Lehrkräfte für besondere Aufgaben tariflich eingruppiert werden. Außerdem wollen wir erreichen, dass einschlägige Berufserfahrung auch bei anderen Arbeitgebern und
und nach Befristungen anerkannt wird. 

Das alles gibt es aber nicht geschenkt. Es geht um Deine Bezahlung. Um Deine Arbeitsbedingungen. Um Deine Wertschätzung. Zeig uns und vor allem den Arbeitgebern, dass Du bereit bist, für einen besseren Tarifvertrag zu kämpfen. „Aber es fällt doch schon jetzt so viel Unterricht aus, wird doch schon jetzt an der Nachmittagsbetreuung gespart.“ Ja, das stimmt. Aber da fallen diese paar Stunden auch nicht mehr ins Gewicht. Und sorgen zugleich dafür, dass der öffentliche Dienst attraktiver für die Zukunft wird. 

Streiken können nur Tarifbeschäftigte. Du als verbeamtete*r Kolleg*in kannst aber unterstützen: keinen Vertretungsunterricht übernehmen, den anderen den Rücken stärken, sich solidarisch zeigen und bei Aktionen mitmachen, die kein Streik sind. Lasst Euch nicht spalten, sondern stärkt Euch gegenseitig!

Alle Infos zur Tarifrunde findest du hier: www.gew.de/troed2019.

Und das Tariftelegramm kannst du hier abbonnieren: www.gew.de/tariftelegramm-laender 

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