GEW Thüringen
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Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wenn diese tz erscheint, sind sehr dichte Wochen für eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen vorüber. Und nein, ich meine damit nicht das bald endende Schuljahr.

01.06.2018 - Kathrin Vitzthum

  • WERTSCHÄTZUNG DEINER ARBEIT!

Ich denke an die Vorbereitung und Begleitung der Personal- und Betriebsratswahlen in den Schulen, Hochschulen und Kindergärten sowie vereinzelt in freien Schulen. Das Wahlmotto „Wertschätzung Deiner Arbeit“ war noch recht schnell gefunden, dann aber ging es immer intensiver weiter: Material wurde erstellt und zahlreiche Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen geführt, die erstmals ihre Interessenvertretung wählen wollen. Viele Veranstaltungen hat die GEW Thüringen organisiert, zum Thema Gewalt gegen Lehrer*innen, zum Thema Arbeitszeit, zu den Aufgaben der Personalvertretung, zu juristischen Fragen von Schulleitungen, eine Kundgebung zum besseren Besoldung von Grund- und Regelschullehrkräften. Mein herzlicher Dank geht an alle Aktiven, besonders aber an Bärbel Brockmann und Gunter Zeuke für die vielen Stunden ehrenamtlichen Engagements und an die Kolleg*innen in der LGS, denen es gelungen, jede noch so kurzfristige Idee umzusetzen.

  • Erfolgreich in den Verhandlungen zum TVöD

Parallel zu den Wahlen fand die Tarifrunde zum TVöD statt, die nach einer langen letzten Tarifverhandlung mit einem überraschend guten Ergebnis ihren Abschluss fand. Im Schnitt 7,3 Prozent mehr für alle Entgeltgruppen und -stufen im Sozial- und Erziehungsdienst. Trotz der längeren Laufzeit von 30 Monaten bedeutet dies ein dickes Lohnplus für unsere Kolleg*innen in der Kinder- und Jugendhilfe. 

  • PEK-Verhandlungen: Die Zeit ist reif für Entscheidungen

Seit den Umsetzungswerkstätten verhandelt die GEW Thüringen das Personalentwicklungskonzept Schule (PEK). Intensive Diskussionen in den Unterarbeitsgruppen, aber vor allem in den Arbeitsgruppen innerhalb der GEW Thüringen bereiten die Verhandlungen vor. So viel Energie, so viel Zeit und doch derzeit noch so wenige Ergebnisse. Aus der Aufbruchstimmung, die mit dem neuen Bildungsminister über das Land schwappte, droht eine Stimmung des „Eswirdsichjadochnichtsändern“ zu werden. Das TMBJS täte gut daran, die Verhandlungen zur Personalentwicklung ernst zu nehmen und die GEW und die Verbände als Partner zu verstehen und nicht als Gegner. Wollen wir Schule endlich wieder zu einem attraktiven Lern- und Arbeitsort mit gesunden und gesunderhaltenden Arbeitsbedingungen weiterentwickeln, dann müssen wir jetzt die Weichen dafür stellen. Wohlwissend, dass Veränderungen Zeit brauchen, ist jeder Tag, an dem keine Entscheidung fällt, ein verlorener Tag. Das mag drastisch klingen, aber es hat einen ernsten Hintergrund: Uns muss jetzt gelingen, den Lehrkräftemangel zu überwinden, durch gute Ausbildung und bessere Einkommen, durch Entlastungen und Perspektiven zur  persönlichen Weiterentwicklung. Jede einzelne Maßnahme, die in den PEK-Verhandlungen gedacht, diskutiert, verworfen, wiederaufgenommen wird, braucht nach der Entscheidung an auch die Umsetzung. Dies alles ist wertvolle Zeit, in der weiterhin Unterricht ausfällt, Lehrkräfte abwandern, Lernbiografien unter schwierigen Bedingungen
geschrieben werden. Jetzt ist die Zeit für Entscheidungen. Jetzt ist die Zeit für die Umsetzung.

  • Ein weiterer Erfolg: Mehr Mitbestimmung an den Hochschulen

Thüringen hat ein neues Hochschulgesetz, dass auch aufgrund der Einflussnahme der GEW Thüringen die Mitbestimmung an Hochschulenverbessert und damit einen Beitrag zur weiteren Demokratisierung der Hochschulen leistet. Wir werden die Umsetzung des Gesetzes wie immer kritisch begleiten und die Beschäftigten an den Hochschulen über ihre neuen und alten Rechte informieren. 

Für die anstehende Sommerzeit mit Ferien und Urlaub wünsche ich Euch gutes Wetter, Zeit zum Entspannen und Kräftesammeln. Denn nach dem Sommer warten wieder neue Herausforderungen auf uns. Und ganz sicher auch ein paar noch nicht gelöste.

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