GEW Thüringen
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Landesprogramm Akzeptanz und Vielfalt

Bei der Akzeptanz von Homosexuellen bildet Thüringen das Schlusslicht. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie „Queeres Deutschland 2015. Zwischen Wertschätzung und Vorbehalten“.

15.04.2016 - Marcus Felix

So zeigten die Thüringer*innen die negativsten Einstellungen u. a. bei der Frage, wie sie es beurteilten, wenn ein schwules oder lesbisches Paar in die Nachbarschaft ziehen würde. Bereits der aktuelle Thüringen-Monitor bescheinigte dem Freistaat eine mangelnde Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt – jeder Vierte habe homophobe Einstellungen. Die Lebenssituation von LSBTI*-Menschen (= Lesben, Schwule, Bisexuelle,Transsexuelle, Intersexuelle ) ist demnach in Thüringen als besonders gefährdet zu bezeichnen.

Nicht mehr über, sondern mit den LSBTI-Menschen

Umso mehr begrüßt der Landesausschuss Diversity das bereits in der Koalitionsvereinbarung festgeschriebene Landesprogramm „Akzeptanz und Vielfalt“, das nun die Landesregierung derzeit mit mehreren queeren Gruppen initiiert. In einem partizipativen Prozess sollen im Rahmen einer Auftaktveranstaltung zunächst Inhalte und Forderungen erarbeitet werden. Zu diesem Arbeitstreffen sind insbesondere alle queeren Vereine, Organisationen,Projekte und Einzelpersonen eingeladen. Damit setzt die Landesregierung ein deutliches Zeichen: Es wird endlich nicht mehr über LSBTI*-Menschen gesprochen, sondern mit ihnen. Der Landesausschuss wirddie Entwicklung kritisch begleiten.

Der Auftakt findet am Samstag, dem 23.04. von 10:00 - 17:00 Uhr in Erfurt statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung wird dringend empfohlen und ist hier möglich.

Der Landesausschuss Diversity trifft sich wieder am 09.04. ab 10:30 Uhr in der Landesgeschäftsstelle in Erfurt. Interessierte sind jederzeit eingeladen.

Informationen über unsere Arbeit findet ihr hier. Gern könnt ihr uns auch kontaktieren, per Mail unter diversity(at)gew-thueringen(dot)de.

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