GEW Thüringen
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Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

Die Sommerferien sind zu Ende, der Alltag hat viele Menschen wieder im Griff. Ein neues Schuljahr hat gerade begonnen, in den Hochschulen schauen sich langsam aber sicher die Erstsemester um und die Kindergärten werden nach dem Schulwechsel langsam wieder voller. Für all das Anstehende wünsche ich Euch viel Kraft und viel Freude, denn wenn auch vieles neu beginnt, bleibt doch einiges alte bestehen. Die Sorgen und Nöte der Thüringer Schulen sind das Schwerpunktthema dieser tz.

10.09.2018 - Kathrin Vitzthum

Stellungnahmen

Sommerzeit ist die Zeit der Stellungnahmen. Ein Schalk, wer Arges dabei denkt … Wir haben uns der Herausforderung gestellt und geliefert:

  • Die Stellungnahme zum Entwurf des TMBJS zur Novellierung des Thüringer Schulgesetzes konzentriert sich auf drei wesentliche Schwerpunkte (Ganztagsschule, Inklusion, Referenzrahmen für Schul- und Klassengrößen/Schulkooperationen). Sie ist auf unserer Internetseite www.gew-thueringen.de  nachzulesen.
  • In der Stellungnahme zum Thüringer Personalvertretungsgesetz werben wir nach wie vor für die Allzuständigkeit der Personalräte, um die Mitbestimmungsmöglichkeiten zu stärken. Und  wir werben weiterhin darum, auch die studentischen Beschäftigten unter die Regelungen der Interessenvertretung zu fassen.
  • In der Stellungnahme zum Lehrerbesoldungsgesetz kritisieren wir die fehlende Hebung der Grund- und Regelschullehrer*innen in die A 13 / E 13, die fehlende Anerkennung der Fachleiter*innen an den staatlichen Studienseminaren und die Abschaffung attraktiver Beförderungsämter, begrüßen aber die Hebung der Förderschullehrer*innen in die A 13 / E 13 sowie die kleineren Verbesserung bei der Beförderung von Schulleiter*innen.
  • Die Stellungnahme zur Fachkräfteentwicklung bringt viele Forderungen aus den Bereichen Kita, Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung auf den Punkt.
  • Unsere Stellungnahme zum Thüringer Gesetz für Inklusion und und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen stellt auf den Zusammenhang mit dem inklusiven Schulgesetz ab und verweist auf die eine oder andere Lücke bei Begrifflichkeiten und Systematik.

Wir setzen nun darauf, dass unsere Einschätzungen, Anregungen und Vorschläge Eingang in die weiteren Beratungen und am Ende in die Gesetze finden. Allen, die sich an der Erarbeitung der Stellungnahmen beteiligt haben, sei hiermit Danke gesagt.

Landesvertreterversammlung

Noch etwas mehr als ein Monat und dann sind vier Jahre Amtszeit schon wieder vorüber: Vom 21. bis 23. September 2018 tagt die Landesvertreterversammlung der GEW Thüringen in Suhl und wählt einen neuen Geschäftsführenden Vorstand. Einige der Amtsinhaber*innen werden nicht mehr antreten und Platz machen für neue und junge Gesichter. Vorab dafür und für die geleistete Arbeit schon einmal mein herzlichster Dank. Ihr habt in den vergangenen Jahres viel geleistet, dabei viel Zeit und Kraft investiert und viele Eurer Kolleg*innen unterstützt. Und auch wenn dies ein Ende ist, so ist es auch ein Anfang für jene, die in Eure Fußstapfen treten wollen.

Ich selbst werde meinen Hut erneut in den Ring werfen.

Aus einem „Ja, ich nehme die Wahl an“ für vier Jahre wird, so es die Delegierten wollen, ein weiteres Ja. Manchmal habe ich in den vergangenen Jahren gedacht, ob ich …, wenn ich gewusst hätte …  und so weiter … Es gab  Tage, die nicht enden wollten, Diskussionen, die kein Ziel fanden, und Forderungen, die im politischen Raum verhallten. Doch: Ich habe es nie bereut!

Jetzt und heute kann ich schreiben, wir haben einiges erreicht und vor lauter Ideen, was noch alles besser sein könnte, sehen wir oft nicht, was das eigentlich wirklich heißt:

  • die Horte wieder im Landesdienst,
  • die Lehrbeauftragten für besondere Aufgaben mit der angemessenen Eingruppierung,
  • ein Bildungsfreistellungsgesetz,
  • ein erster Schritt der Anpassung der Besoldung für Regelschullehrer*innen,
  • ein Tarifvertrag für die Kolleginnen der Kitas der Volksolidarität Oberland e. V.,
  • mehr Einstellungen von Lehrer*innen und Erzieher*innen
  • u.v.a.m..

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das haben wir gemeinsam geschafft, weil wir hartnäckig waren, weil wir nicht aufgehört haben. Und wir werden auch weiterhin nicht aufhören, denn es gibt noch eine Menge zu tun, damit wir sagen können, die Bildungspolitik in Thüringen steht auf guten Füßen und ist für die Zukunft gerüstet, ohne das dabei die Gegenwart kaputt geht. Für all das, was noch ansteht, möchte ich mich mit den Kolleg*innen, denen die Delegierten ihr Vertrauen schenken werden, mit voller Kraft einsetzen.

Ich wünsche Euch und uns eine kraftvolle und mutige Landesvertreterversammlung, die uns für die nächsten vier Jaher genügend Schwung verleiht, das noch nicht Erreichte anzugehen.

Herzlichst,

Kathrin Vitzthum
Landesvorsitzende

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