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Herbstakademie 2016: Weiterbildung gegen Spaltung der Gesellschaft

Die GEW verlangt bessere Arbeitsbedingungen in der Weiterbildung, damit diese einen Beitrag gegen Spaltungstendenzen in der Gesellschaft leisten kann. Die Tarifbezahlung der Lehrkräfte ist dabei eine der Kernforderungen der Gewerkschaft.

28.10.2016

Zur Verbesserung der oft prekären Arbeitsverhältnisse in der Weiterbildung mahnt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) "eine Gesamtstrategie von Bund, Ländern und Kommunen" an. "Nur so können wir den aktuellen und künftigen gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht werden und eine hohe Qualität der Weiterbildungsangebote sicherstellen", sagte Ansgar Klinger, für Berufliche Bildung und Weiterbildung verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied zum Auftakt der zweitägigen Herbstakademie 2016 am Freitag in Halle/Saale.

Von der Weiterbildung werde viel erwartet: Sie solle gesellschaftliche Prozesse wie die Digitalisierung gestalten, einer Entsolidarisierung entgegenwirken sowie Fragen einer älter werdenden Gesellschaft und der Migration lösen. "Politik kümmert sich jedoch viel zu wenig darum, angemessene  Rahmenbedingungen und nachhaltige Ressourcen sicherzustellen, damit Weiterbildung diese Aufgaben stemmen kann", kritisierte Klinger. Die GEW fordert, die Beschäftigten nach Tarif zu bezahlen, die Planungssicherheit der Einrichtungen zu erhöhen und Weiterbildungsangebote für alle Menschen zugänglich zu machen.

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