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Grundschulen sind Ganztagsschulen in offener Form

So zumindest ist es in der jährlichen Statistik des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport ersichtlich. Und dies ist durch den Hort als Bestandteil dieser Schulart manifestiert. Aber auch alle anderen Schularten in Thüringen sind durch die Einnahmemöglichkeit von Mittagessen laut Definition eine Ganztagsschule. Durch den langen Stundentafeltag, AG, fakultativen Unterricht, Projekte und außerunterrichtliche Angebote sind eine große Anzahl von Schulen, ohne diesen Namen zu tragen, quasi GTS!

28.02.2017 - Uwe Chour, Nordhausen

Nun aber wieder zur basislegenden Schulart: Ca. 90 Prozent der Thüringer Grundschulkinder besuchen den Hort ihrer Schule und werden in der Regel bestens betreut. Klar fehlt es aktuell auch an Personal,
um die Gruppen laut Verwaltungsvorschrift kleiner zu führen, aber unsere Kinder werden durch die nachmittägliche Vielfalt in ihren Kompetenzen gefördert und gefordert.

Schön wäre es, wenn die sonderpädagogische sowie die migrantische Möglichkeit bestünde, in Form von Extraunterstützungskräften für den Hort auch in dieser Hinsicht bildungs- und erziehungstechnisch
hilfreich einzugreifen. Viele Hortnerinnen und Hortner würden sich in ihrer täglichen Arbeit bestärkt fühlen!

Der Schulhort ist ein wichtiger und vor allem von den Eltern anerkannter bildungspolitischer Sachverhalt in unserer Thüringer Bildungslandschaft, der hoffentlich seinen festen Platz behalten wird. Denn der kostbarste Rohstoff unseres Landes sind nun mal die uns anvertrauten Kinder!

Was eine Ganztagsschule laut Definition ist, kann auch nur zweitrangig sein. Also sorgen wir lieber dafür, dass kein Unterricht ausfällt und alle Beteiligten bessere Bedingen für den Bildungs- und Erziehungsprozess unserer Kinder und Jugendlichen haben, dann ist dies eine gute „Ganztagsschule“!

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