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Glossar zu Hass, Belästigung und Gewalt im Netz

01.06.2018 - Marcus Heyn - Sprecher der AG LSBT*I* der GEW

Catfish

Als Catfish wird eine Person bezeichnet, die sich online für eine andere Person ausgibt, also ein Fake-Profil hat. Um sich vor Catfishing zu schützen, sollten in der digitalen  Kommunikation die Angabe von Nachname und Adresse sowie das Senden intimer Bilder, auf denen das eigene Gesicht zu erkennen ist, unterbleiben.

Counter Speech

Auf Hasskommentare oder Fake News kann jede*r dadurch reagieren, indem er*sie Kommentare oder Posts meldet oder diesen kontert. Gegenrede oder Counter Speech kann bedeuten, dass man Nutzer*innen auffordert, ihre angeblichen Fakten zu belegen oder ihnen mit sachlichen Argumenten widerspricht bzw. sie auf ihr unangemessenes Verhalten aufmerksam macht.

Cyber-Mobbing

Wird eine Person über einen längeren Zeitraum online beleidigt, bloßgestellt, bedroht oder belästigt, bezeichnet man das als Cyber-Mobbing. Häufig geschieht das in sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter) oder per Smartphone (über WhatsApp z.B.).

Grooming

Eine besondere Form des Catfishings ist das Grooming. Dabei schreiben Erwachsene – häufig unter einem Fake-Account – gezielt Kinder und Jugendliche an mit dem Ziel, sexuellen Kontakt mit ihnen zu haben. Um sich vor Grooming zu schützen, sollte auf Sexting mit unbekannten Profilen verzichtet werden.

Hate Speech

Hate Speech oder Hassrede richtet sich vor allem gegen bestimmte Gruppen oder Minderheiten. Menschen werden z.B. wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Sexualität, ihrer Religion, einer Behinderung oder ihres Aussehens abgewertet. Besonders im Netz ist Hate Speech ein Problem, weil man sich hier scheinbar anonym bewegen kann.

Hilfe

Unangemessene Inhalte können bei den Betreiber*innen der jeweiligen Website gemeldet werden. Außerdem kann man Inhalte unter folgenden Adressen melden: 
www.jugendschutz.net,
www.internet-beschwerdestelle.de
oder mit der kostenlosen App „Ban Hate“.

Man kann auch anonym im Netz Hilfe holen unter:
www.juuport.de,
www.save-me-online.de, 
www.nummergegenkummer.de,
www.handysektor.de. 

Oder Anonym beim Kinder- und Jugendtelefon: 116111.

Screenshot

Hate Speech und Cyber-Mobbing zu ignorieren ist keine gute Strategie. Wenn man mit Trollen nicht diskutieren will, kann man sie bei den Betreiber*innen der Website melden. Außerdem sollte man einen Screenshot, ein Bildschirmfoto, von Hasskommentaren machen, um auch bei Löschung des betreffenden Beitrags einen Beweis zu haben. Wie man Screenshots macht: www.take-a-screenshot.org/de/ 

Sexting

Die intime Kommunikation über sexuelle Themen und das Zeigen erotischer oder pornografischer Bilder über Smartphone oder im Web wird als Sexting bezeichnet. Häufig dient es der gegenseitigen Erregung. Wird man ungewollt mit diesen Inhalten konfrontiert, kann der Sender blockiert oder gemeldet werden.

Troll

Als Trolle werden Personen bezeichnet, die Beiträge oder Kommentare posten, nur um zu provozieren oder zu beleidigen. Selbst wenn eine Person nicht unter ihrem richtigen Namen trollt, kann sie z.B. über ihre IP-Adresse aufgespürt werden.

Weitere Infos und Tipps: www.klicksafe.de 

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