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GEW geht mit L-EGO in die Länder-Tarifrunde

Die GEW will in der Länder-Tarifrunde 2015 eine Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent für alle Beschäftigten und eine tarifvertragliche Eingruppierung für angestellte Lehrkräfte durchsetzen. Mit großer Mehrheit haben sich die GEW-Gremien am 6. Februar dafür ausgesprochen, den Abschluss einer Lehrkräfte-Entgeltordnung (L-EGO) anzustreben. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, der alle Bundesländer außer Hessen angehören, beginnen am 16. Februar in Berlin.

06.02.2015

Seit September 2014 hat die GEW mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in insgesamt acht Gesprächen die mögliche Struktur einer Lehrkräfte-Entgeltordnung verhandelt. Damit sind erstmals die Voraussetzungen erfüllt, innerhalb einer Tarifrunde eine Einigung zu erreichen, die zuvor immer am Widerstand der TdL gescheitert war.

Bereits im April 2014 hatte die GEW die Vorbedingung der TdL akzeptiert, dass sich die Eingruppierungsvorschriften für Lehrkräfte, die die Voraussetzungen für eine Verbeamtung erfüllen, weiterhin an den Besoldungsvorschriften für vergleichbare Beamtinnen und Beamte orientieren.

Entgeltgruppen den entsprechenden Besoldungsgruppen zuordnen!

Dieses Zugeständnis hat die GEW aber an eigene Forderungen für eine tarifliche Entgeltordnung geknüpft. Insbesondere sollen – wenn man sich schon weiterhin ans Beamtenrecht anlehnt – die Entgeltgruppen den numerisch entsprechenden Besoldungsgruppen zugeordnet werden (A 12 = EG 12 usw. statt wie jetzt A 12 = EG 11).

Die GEW-Forderungen kosten Geld. Daher war von vornherein klar, dass ein Abschluss erst im Rahmen einer Entgeltrunde erreicht werden kann. Die TdL wird wahrscheinlich versuchen, die Kosten einer L-EGO zumindest teilweise auf das Tarifergebnis anzurechnen. Die Länder zielen ohnehin schon auf eine eher kleine Gehaltserhöhung ab. So hat ihr Verhandlungsführer, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), bereits angekündigt, dass die derzeit geringe Teuerungsrate berücksichtigt werden müsse.

Die GEW will gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften eine kräftige Gehaltssteigerung für alle Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst erreichen. Das Tarifergebnis soll auch auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. Dies darf aber nicht auf Kosten der angestellten Lehrkräfte gehen, die endlich eine tarifliche Eingruppierung brauchen.

Die GEW erwartet eine harte Tarifauseinandersetzung und ist bereit, mit ihren Mitgliedern den nötigen Druck auf die TdL auszuüben.

Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, der alle Bundesländer außer Hessen angehören, beginnen am 16. Februar in Berlin. Weitere Termine sind Ende Februar und Mitte März.

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