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„Bildung statt Bomben“GEW-Antrag zur Friedenspolitik auf dem BI-Weltkongress einstimmig angenommen

Abrüstungsinitiativen, Kontrolle von Waffenexporten und stattdessen mehr Geld für Bildung: Die Bildungsinternationale (BI) hat beim 8. Weltkongress in Bangkok den Antrag „Bildung statt Bomben“ der deutschen Delegation einstimmig verabschiedet.

29.07.2019

Zum Abschluss ihres 8. Weltkongresses am 26. Juli stellte sich die Bildungsinternationale (BI) geschlossen hinter die Forderung der GEW nach Friedenserziehung statt Aufrüstung. Ein entsprechender Antrag der deutschen Delegation („Bildung statt Bomben“)  wurde einstimmig angenommen. Um die Welt sicherer zu machen, bedürfe es nicht höherer Ausgaben für immer modernere Waffen, sondern einer neuen internationalen Abrüstungsinitiative und der Kontrolle von Waffenexporten, heißt es in der Resolution. Die durch Rüstungsabbau freigewordenen Finanzmittel müssten für massive Investitionen in die Bildungs- und Sozialversicherungssysteme verwendet werden.

Die BI bekräftigte zudem die in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes verankerten Schutzrechte und verurteilte die Rekrutierung sowie den Einsatz von Minderjährigen als Soldaten. Multilaterale Institutionen wie die Vereinten Nationen und ihre Unterorgane müssten politisch gestärkt und mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet werden, um ihre friedenserhaltenden und friedensschaffenden Aufgaben zu erfüllen.

Ausbau der Friedens- und Konfliktlösungsforschung gefordert

Nachdrücklich sprach sich der Kongress gegen die Rekrutierung junger Menschen für Streitkräfte durch Personal der Landesverteidigung oder der Armee innerhalb der Schulen aus. Lehrkräfte sollten die formelle Befugnis erhalten, den Personalvermittlern den Zugang zum Schulgelände zu verweigern. Die Resolution lehnt jegliche öffentlich finanzierte Forschung zur Weiterentwicklung von Waffen aller Art ab und fordert stattdessen den Ausbau der Friedens- und Konfliktlösungsforschung und der damit verbundenen Lehre.

Die BI ist die größte transnationale Gewerkschaftsföderation und vereint rund 400 Bildungsgewerkschaften aus mehr als 170 Ländern mit 33 Millionen Mitgliedern. Der Weltkongress tagt alle vier Jahre; 2019 fand das Treffen vom 22. bis zum 26. Juli in der thailändischen Hauptstadt Bangkok statt. 

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