GEW Thüringen
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Gesundheitstag 2016 – „Gesundheit ist alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“

Konkrete Projekte zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz Teil 1

05.02.2018 - Steffi Kalupke

  • „Gesundheit ist alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“

Unter diesem Motto hat am 05.11.2016 und zum ersten Mal an ei­nem Samstag der nunmehr 5. Gesundheitstag der GEW Thüringen an der Grete-Unrein-Schule in Jena stattgefunden. Das Team um Schul­leiter Rüdiger Schütz hatte alles perfekt für uns vorbereitet, auch ein gesundes Mittagessen. Etwa 35 Lehrer*innen, Erzieher*innen, auch Berufsanfänger*innen hatten unsere Angebote attraktiv gefunden und sich neben den zwei Eingangsvorträge für einen der sieben ange­botenen Workshops entschieden. Während Dr. Klaus Zweiling von der Unfallkasse Gotha zu Aspek­ten der psychischen Gefährdungs­beurteilung referierte, wandte sich Psychologe Erik Reinhard aus der Rehaklinik Stadtlengsfeld den praktischen Fragen einer psycho­somatischen Kur zu.

Gut angenommen wurden die Angebote in der Mittagspause. Beim Automobilclub Europa konn­ten die Teilnehmer*innen einen Rauschparcour testen, Schulmaterialien bei Frau Schröter erstehen oder die ergonomischen Sitzgelegenheiten von ORG-DELTA GmbH testen. Den krönenden Abschluss des Tages bildeten die gut besuch­ten zweistündigen Seminare mit den Themen: der richtiger Umgang mit Überlastungsanzeigen im Berufsalltag, in die Balance kommen mit Hilfe der Kinesiologie oder die Erhaltung einer gesunde Stimme von Pädagog*innen.

Das Fazit unseres Gesundheitstages war eindeutig: Alle Bemühun­gen von Lehrkräften um einen gesunden Lebensstil sind nicht aus­reichend, wenn sich der Arbeitgeber seiner Verantwortung um die Gesundheitserhaltung seiner Beschäftigten durch geeignete Maß­nahmen im Arbeitsprozess nicht bewusst stellt. Das zu erfassen mit Hilfe von sächlichen und psychischen Gefährdungsbeurteilungen, wird den Arbeitgebern in eindeutiger Weise gesetzlich vorgeschrie­ben.

Dies immer wieder einzufordern, zu begleiten und wirksame Maß­nahmen zu überprüfen, ist nur mit Hilfe von starken Personalräten möglich. Das bedeutet kurz zusammengefasst: Verhältnisprävention geht klar vor Verhaltensprävention!

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