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Geflüchtete Frauen brauchen bessere Bildungsangebote

Der schulische Bildungsstand von Frauen und Mädchen, die nach Deutschland geflüchtet sind, ist häufig deutlich geringer als der von geflüchteten Männern. Spezifische Bildungsangebote können bei der Integration helfen.

21.06.2016

Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drs. 18/8225) zur Situation geflüchteter Frauen macht deutlich, dass spezifische Bildungsangebote für die Integration von Frauen und Mädchen dringend notwendig sind. Eine Studie des Forschungszentrums Migration, Integration und Asyl des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zeigt, dass 35,1 Prozent der Frauen aus dem Irak keine Schule besucht haben. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch im Hinblick auf die berufliche Bildung. 82 Prozent der irakischen Frauen haben bisher keine berufliche Qualifikation erworben.

Daraus ergibt sich, dass die asylberechtigten Frauen auch in Deutschland auf dem Arbeitsmarkt wesentlich schlechtere Chancen haben. Sie seien nach ihrer Ankunft „in deutlich geringerem Maße am Arbeitsmarkt aktiv“, heißt es in der Studie. So sind von den geflüchteten Männern anschließend 49,8 Prozent beruflich tätig, während von den Frauen nur 11,5 Prozent beschäftigt sind.

 
 

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