GEW Thüringen
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Erstes Gespräch der GEW Thüringen mit dem Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee

Informationen zum Gespräch mit dem Minister am 23.07.2015

28.07.2015 - Kathrin Vitzthum

Es hat eine Weile gedauert, bis der Termin am 23. Juli 2015 im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) stattfinden konnte. Erfreulicherweise hatte Wissenschaftsminister Tiefensee bereits an GEW-Veranstaltungen und Sitzungen des Hauptpersonalrates teilgenommen, so dass dieses Treffen kein reiner Antrittsbesuch war.

Für das TMWWDG nahmen Minister Tiefensee und Kai Ziesenis, für die GEW Thüringen Lysett Wagner (Referatsleiterin), Thomas Hoffmann, Gunter Zeuke (stellv. Vorsitzende) und Kathrin Vitzthum (Landesvorsitzende) teil.

Die GEW Thüringen hatte eine Reihe von Themen angemeldet. Recht ausführlich sprachen wir mit Wissenschaftsminister Tiefensee über die Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport vor allem im Bereich der Lehrer*innenbildung. Tiefensee zeigte sich offen für eine besser fundierte Studienorientierung und forderte eine Stärkung der MINT-Fächer ein. Dass ihn das Thema Berufsschulnetzplanung umtreibt, kann angesichts seiner Aufgaben als Wirtschaftsminister kaum verwundern.

Gute Arbeit, dies ist eines der Leitthemen des Koalitionsvertrages und damit auch für den Bereich der Hochschulen gültig. Die prekären Beschäftigungsbedingungen, Befristungen und Teilzeitverträge hält auch der Wissenschaftsminister für keinen Standortvorteil. Die GEW-Positionen aus dem Templiner Manifest und dem Herrschinger Kodex sind ihm wohl vertraut und inspirierend für die Thüringer Wissenschaftspolitik. Wir werden ihn daran messen können.

Ein besonderes Anliegen war uns die im Koalitionsvertrag angekündigten Verbesserungen für Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben (LfbA) und für studentische Beschäftigte. Ohne hier bereits ins Detail gehen zu können: Der Wissenschaftsminister hat seinen guten Draht zum Thüringer Finanzminister bereits genutzt und erfährt zumindest dort eine sichtbare Unterstützung. Es gilt die TdL, also die Tarifgemeinschaft deutscher Länder als Vertreter der Arbeitgeberseite, zu überzeugen, dort Verhandlungen für Thüringen zuzulassen. Trotz aller noch vorhandenen Schwierigkeiten scheint in diesen Fragen eine gemeinsame Strategie zum Greifen nahe.

Wissenschaftsminister Tiefensee hat sich in dem Gespräch als Verfechter von Mitbestimmung und Beteiligung gezeigt. Dies gilt es im Zuge der anstehenden Novellierung des Thüringer Hochschulgesetzes und des Thüringer Personalvertretungsgesetzes konstruktiv zu nutzen. 

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