GEW Thüringen
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Erklärung des Landesvorstandes: Die GEW Thüringen fordert mindestens 1000 zusätzliche Stellen im Schulbereich

Die GEW Thüringen hat sich intensiv mit dem vorliegenden Entwurf des Landeshaushaltes 2016/2017 auseinandergesetzt und schätzt ein, dass mindestens 1000 zusätzliche Stellen erforderlich sind. Schule in Thüringen braucht zur Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages und vor dem Hintergrund der aktuell entstehenden Aufgaben in der Integration von prognostiziert jährlichen 8900 Flüchtlingskindern in Thüringen dringend dieses zusätzliche Personal.

21.11.2015 - Landesvorstand der GEW Thüringen

Das Stellenabbaukonzept für den öffentlichen Dienst ist zu prüfen, aktuell anzupassen oder auszusetzen  – vor allem im Schulbereich!

Zu berücksichtigen sind:

  • Zusätzliche Einstellungen zur Absicherung  aller neuen Aufgaben  (unter anderem die thüringenweite Errichtung von Gemeinschaftsschulen, die Entwicklung der Ganztagsschulangebote, die Erweiterung der Kapazitäten für die Lehrerbildung). 
  • Ausreichende Stellen für Inklusion müssen im Haushalt verankert werden.
  • Unterrichtsabsicherung braucht eine tatsächliche Installation einer ausreichenden Vertretungsreserve mit Untersetzung im Stellenplan.
  • Zusätzliche Stellen für die unbefristete Einstellung von Lehrern für „Deutsch als Zweitsprache“ und für die Integration der Flüchtlinge in den Schulen sind erforderlich.
  • Individuelle Förderung aller Schüler*innen, Inklusion und Integration bedürfen mindestens eine Anrechnungsstunde für alle Klasssenlehrer*innen.
  • Die Einheit von Grundschule und Hort ist stellenmäßig ausreichend zu untersetzen.

Im Haushaltsgesetz ist für den Schulbereich zu verankern:

  • Ersatzeinstellungen im Rahmen des Haushaltes sind  jeder Zeit zu ermöglichen.
  • Eine Entlastung der Lehrkräfte und des Haushaltes durch Teilzeitregelungen.
  • Die aktuellen Entwicklungen müssen in den Schulnetzplanungen  berücksichtigt werden.

Eine Demographievereinbarung Bildung muss kommen!

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