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Der direkte DrahtErgebnisse der heutigen Telefonkonferenz mit dem Bildungsminister

Ministerpräsident Ramelow hatte mit seinen Verlautbarungen zur weitestgehenden Lockerung auch unter den Pädagog*innen für Aufruhr gesorgt. Es war daher gut, dass der Bildungsminister in unserer wöchentlichen Telefonkonferenz direkt darauf einging.

26.05.2020 - Kathrin Vitzthum

Fest steht: Es steht noch nichts fest. Der am 21. April verabschiedete Rahmenplan zur schrittweisen Öffnung wird umgesetzt. Ab dem 2. Juni 2020 sollen alle Kinder wieder die Schule besuchen können, unter Wahrung der Abstandsregelungen, kleineren Gruppen und in einer schulspezifischen Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht. Für nächste Woche erarbeitet das TMBJS einen Vorschlag, ob und wie das sog. Sächsische Modell der Öffnung auch in Thüringen umgesetzt werden kann.

Selbstverständlich hat der Gesundheitsschutz nach wie vor hohe Priorität. An eine Rückkehr in den Normalbetrieb, mit vollem Stundenplan und allen Lehrkräften ist derzeit nicht zu denken. Ich habe dem Minister auf den Weg gegeben, nicht nur Unterrichtsabsicherung in den Blick zu nehmen, sondern die verbleibende Zeit bis zum Schuljahresende auch für die Aufarbeitung der Schulschließung zu nutzen. Das würde Schulen entlasten, weil sie Personal flexibler einsetzbar wäre.

Um eine genauere Vorstellung davon zu entwickeln, wie Schule in den kommenden Wochen aussehen kann, hat Helmut Holter vorgeschlagen, mit Schulleiter*innen, getrennt nach den Schularten, in Telefonkonferenzen in den Austausch zu treten. Die Bedingungen an den Schulen sind so verschieden, da hilft ein guter Rahmen mehr als ein detaillierter Plan. Ich bin sehr froh, dass er damit meinen Vorschlag von letzter Woche aufgegriffen hat und in die Tat umsetzt.

In der kommenden Woche werden wir dann über das Problem der Ferienbetreuung und das große Thema Arbeitszeit in der Corona-Krise diskutieren.