GEW Thüringen
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Eingruppierung an Thüringer Gemeinschaftsschulen

Mitte Januar erreichte mich als Landesvorsitzende der GEW Thüringen ein Brief der Lautenbergschule Suhl, in welcher die derzeitige Eingruppierung an den Thüringer Gemeinschaftsschulen als ungerecht eingeschätzt wurde. Diese Einschätzung teilt die GEW Thüringen.

12.02.2016 - Kathrin Vitzthum

Die Situation wird durch den vom Deutschen Beamtenbund unterzeichneten Tarifvertrag zur Eingruppierung der Lehrkräfte (TVEntgO-L) noch verschärft, da der Tarifvertrag ohne Prüfung des Geltungsbereiches auf Neueinstellungen angewendet wird.

Die GEW hat im vergangenen Jahr aus guten Gründen diesen Tarifvertrag nicht unterzeichnet, gleichwohl hat das Land Thüringen entschieden, ihn flächendeckend bei den Neueinstellungen und auf Antrag für alle anderen zur Anwendung zu bringen.

Alle Landesverbände der GEW sowie der Hauptvorstand arbeiten derzeit an einer Strategie, wie die Ungerechtigkeiten in den Lehrerzimmern endgültig beseitigt werden können. Wir werden dazu auch weiterhin die Kampfkraft aller Betroffenen benötigen, um gegenüber den Finanzministerien genügend Druck für Veränderungswillen aufzubauen.

In zahlreichen Gesprächen mit dem Bildungsministerium, auch gegenüber dem Finanzministerium, haben wir das Thema der Eingruppierung an Thüringer Gemeinschaftsschulen angebracht. Auch in Pressemeldungen verweisen wir regelmäßig auf das Problem und fordern die entsprechende Änderungein. Dabei erntet die GEW Thüringen durchaus Verständnis. Doch Verständnis allein ändert die Politik leider nicht.

Als Vorsitzende Ihrer Interessenvertretung nehme ich das Anliegen sehr ernst und werde auch weiterhin die gerechte Eingruppierung an Thüringer Gemeinschaftsschulen bei den zuständigen Ministerieneinfordern. Gegebenenfalls müssen wir gemeinsame Aktionen planen, um den politischen Entscheidungsträgern zu signalisieren, dass dieser Zustand nicht länger hinnehmbar ist.

Notwendig ist die Änderung des Besoldungsgesetzes inklusive der Einrichtung eines Besoldungsamtesbzw. Lehramtes Thüringer Gemeinschaftsschule. Auf unsere Verhandlungsaufforderung dazu hat die Finanzministerin Taubert bislang nicht reagiert. Daher werden wir diese Frage auch in der Tarifpolitischen Werkstatt am 19. März 2016 in Erfurt aufgreifen und gemeinsam Strategien der Umsetzung diskutieren. Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Internetseite.

Sie sind herzlich eingeladen, sich in der Werkstatt einzubringen.

In diesem Sinne freue ich mich auf konstruktive Zusammenarbeit und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.