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Buchtipp Vorstellung und Analyse des „Frauen*streiks“

Die Karlsruher Rechtsanwältin und Publizistin Brigitte Kiechle widmet sich vor dem Hintergrund aktueller politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen in ihrem gleichnamigen Buch der Aktionsform „Frauen*streik“.

16.08.2019

Bereits 2017 gab es unter anderem in Lateinamerika, USA und Polen Aufrufe zum Frauenstreik. Die Frauenbewegung wurde dadurch wieder zu einer wichtigen und sichtbaren gesellschaftlichen Akteurin. Vor allem der Erfolg des Frauenstreiks am 8. März 2018 in Spanien motivierte auch Feministinnen in Deutschland, das Thema Frauenstreik auf die Tagesordnung zu setzen.

In dem Buch „Frauen*streik“ von Brigitte Kiechle wird das notwendige Hintergrundmaterial zur aktuell begonnenen Diskussion geliefert. Dazu gehören die Vorstellung und Analyse der bisherigen Frauenstreiks: Was waren jeweils die spezifischen Bedingungen, die zum Erfolg geführt haben? Und welche Lehren lassen sich daraus ziehen?

Kiechles Werk liegt die Annahme zugrunde, dass heute unter vielen Feministinnen Übereinstimmung darüber herrsche, dass das „Projekt Frauenbefreiung“ einen neuen Anlauf brauche. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Antifeminismus und Rückschritten in frauenpolitischen Fragen müsse das bereits Erkämpfte nicht nur verteidigt werden, auch gesellschaftliche Alternativen seien erforderlich. 

Kiechle, Brigitte, „Frauen*streik – Die Welt steht still, wenn wir die Arbeit niederlegen“, 1. Auflage 2019, 112 Seiten, Schmetterling, ISBN 3-89657-173-7, 10 Euro. 

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