GEW Thüringen
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Die Spezialschulungen zur Rahmendienstvereinbarung

Wie erreichen wir nun den einzelnen Kollegen, die Örtlichen Personalräte, die Schulleitungen? Eine Riesenherausforderung, der wir uns im Frühjahr dieses Jahres stellten und in insgesamt 23 Spezialschulungen in den Staatlichen Schulämtern und in der GEW-Landesgeschäftsstelle in Erfurt die Eckpunkte der Rahmendienstvereinbarung und Umsetzungsmöglichkeiten an die Örtlichen Personalräte der Schulen vermittelten. Über die Hälfte der Schulen konnten wir erreichen.

05.02.2018 - Thomas Messner

Insgesamt wurden 21 Veranstaltungen im Februar und März 2017 durchgeführt. Die Teilnahme der Personalratsvertreter kann als gut eingeschätzt werden, da die Thematik auch für die örtlichen Perso­nalräte immer mehr in den Vordergrund rückt. Patentrezepte konn­ten natürlich nicht ausgestellt werden - aber es wurden Wege auf­gezeigt, wie man auch an den einzelnen Einrichtungen tätig werden kann. Hier nun eine kurze Übersicht bezüglich der Themenfelder und der Auswertung dieser Veranstaltungen.

Die Autoren hatten im Vorfeld viel Arbeit mit der inhaltli­chen Vorbereitung.

Die zahlreichen Referenten konnten die Themenschwerpunkte gut vermitteln. Denn alle hatten das gleiche Ziel: Mit der Umsetzung der RDV Gesundheitsmanagement einen Beitrag für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort zu leisten. Autoren waren: Bärbel Brockmann, Dana Kecke, Gunter Zeuke, Thomas Messner

Übersicht bezüglich der behandelten Themenfelder:

  • Der Arbeits- und Gesundheitsschutz im ThürPersVG: Beteiligungs­rechte und Beteiligungspflichten des Personalrates, Handlungsfel­der und Handlungsmöglichkeiten der ÖPR
  • Der Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Thüringer Schule
  • Die Rahmendienstvereinbarung Gesundheitsmanagement im Ge­schäftsbereich des TMBJS
  • Gesetzliche Grundlagen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz – eine Übersicht
  • Eine vollständige Gefährdungsbeurteilung: die wichtigste Grundla­ge für die Arbeit des ÖPR
  • Rechtsdurchsetzung im Arbeits- und Gesundheitsschutz: Möglich­keiten der aktiven Einflussnahme der Personalvertretung
  • Forderungen der GEW Thüringen zur Umsetzung der Rahmen­dienstvereinbarung Gesundheitsmanagement

Die Auswertung der Spezialschulungen zur RDV Gesund­heit aus Sicht der Referenten und der Schulungsteilneh­mer (Kurzübersicht)

  • Die PowerPoint-Präsentationen waren übersichtlich und gut struk­turiert aufgebaut. Es mussten aber auch Straffungen vorgenom­men werden, um mehr Zeit für Diskussionen und zum Erfahrungs­austausch zu haben.
  • Die Schulungsteilnehmer wurden auf Möglichkeiten hingewiesen, wie sie die Punkte der RDV Gesundheit konkret an der Einrichtung umsetzen können.
  • Notwendigkeit der vollständigen Gefährdungsbeurteilungen unter Einbeziehung der psycho-sozialen Belastungsfaktoren wurde ver­deutlicht. (Der Teil „psychische Gefährdungsbeurteilung“ an den ein­zelnen Einrichtungen wurde erst Ende 2017, im TMBJS und in den Staatlichen Schulämtern und in den Schulen ab 2018 behandelt)
  • Personalräte besitzen unterschiedlichen Kenntnisstand.
  • Sehr gut wurden auch die Beiträge der Fachkräfte für Arbeitssicher­heit aufgenommen.

Fragen und Anregungen der örtlichen Personalräte (Aus­züge ohne Wertung bzw. Kommentierung)

  • Gesundheitsmanagement generell geringe Wertigkeit an den Schulen
  • Immunisierung/Impfungen (Infektionsschutzgesetz): Beantragung durch die einzelnen Schulen nach Gefährdungsbeurteilung
  • Überlastungsanzeigen/Reaktion auf Hilferufe (Folgen/Verfahrens­weisen, Androhung Tiefenprüfung, Auswirkungen auf Beurteilungen)
  • Initiativanträge
  • Dienstvereinbarungen
  • Hilfe/Lösungen (nicht nur von außen, sondern auch durch Ände­rung des eigenen Verhaltens)
  • Umgang mit Unfallanzeigen (Unterzeichnung/Aufbewahrung)

Fazit

Diese Spezialschulungen und die auf einem Datenstick für alle Teil­nehmer zur Verfügung gestellten Gesetze, Verordnungen usw. sollen den örtlichen Personalräten dazu dienen, sich mit dieser langwieri­gen aber äußerst wichtigen Thematik in den Einrichtungen zu befas­sen. Die Rahmendienstvereinbarung Gesundheitsmanagement kann und will nur der äußere Rahmen sein.

Die Akteure vor Ort sollten ihre konkrete Situation analysieren und schrittweise Veränderungen für die Beschäftigten unter Einbezie­hung aller Beteiligten anstreben. Hierbei möchten Sie die Mitglieder der Arbeitsgruppe Arbeits- und Gesundheitsschutz in der GEW Thü­ringen gern unterstützen.

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