GEW Thüringen
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Der Landesvorstand der GEW Thüringen befasst sich mit aktuellen Themen im Bildungsbereich

26.02.2018 - GEW Thüringen

Am Samstag, den 24.02.2018, tagte der Landesvorstand der GEW Thüringen, in welchem u.a. die Landesvorsitzende und ihre drei Stellvertreter, die Referatsleiter*innen und die Vertreter*innen von Kreis- und Betriebsverbänden Mitglieder sind. Folgende Punkte hat der Landesvorstand dabei beraten:

  • Die GEW Thüringen wird in den anstehenden Personal- und Betriebsratswahlen im kommunalen Bereich, in den Schulen und Hochschulen mit Listen vertreten sein. Der Landesvorstand hat sich noch einmal mit den Vorhaben der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlperiode 2018 bis 2022 befasst und diesen für die anstehende „Werbetour“ den Rücken gestärkt. Die GEW Thüringen wirbt dafür, dass auch in Schulen ohne örtlichen Personalrat ein geordnetes Wahlverfahren stattfindet.
  • Die Tarifrunde TVöD 2018: Zentrale Forderung ist eine 6-prozentige Erhöhung der Tarifentgelte (mindestens jedoch 200 Euro), dazu Informationen über den zu erwartetenden Verlauf.
  • Die GEW Thüringen wirbt weiterhin für eine gleiche Besoldung „A 13 / E 13 für Alle“. Davon ist Thüringen ein ganzes Stück entfernt, andere Bundesländer dabei deutlich weiter. Daher hat der GEW-Landesvorstand seine Aktivitäten für einen nächsten Schritt – die Anhebung der Gehälter von Regelschullehrer*innen – bekräftigt.
  • Die GEW Thüringen beteiligt sich mit einer Reihe von Kolleginnen und Kollegen sowohl an den Unterarbeitsgruppen zum Personalentwicklungskonzept (PEK) als auch im Werkstattprozess „Zukunft Schule“. In einigen dieser Gruppen liegen Ideen vor. Der GEW-Landesvorstand hat nun beraten, wie sich die GEW Thüringen zu diesen Zwischenergebnissen positioniert und welche Vorschläge sie in den weiteren Diskussionsprozess einbringen wird. 
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Kommentare
Name: Thomas Schmidt
A13/E13 für Alle
Sehr geehrte Damen und Herren der GEW, Ihre Bemühungen auf gleiche Besoldung für Grundschullehrer und andere unterstütze ich ausdrücklich NICHT! Grundschullehrer in der DDR haben nicht einmal Abitur und schon gar kein Hochschulstudium. Sie haben aber effektiv viele Jahre frührer Geld verdient. Eine Gleichstellung mit Regelschullehrern wäre ein Klatsche derer die sich einer höheren Ausbildung gestellt und qualifiziert haben!!! Seit vielen Jahren sehe ich es als einen absoluten Schwachpunkt der GEW an, dass man sich zu wenig um die Schulleiter kümmert. Diese tragen unendlich viel Verantwortung, die viel zu wenig anerkannt wird. Leider haben wir zu wenig Stimmen in der GEW. Es ist meiner Erfahrung nach durchaus nicht gänging, das Schulleitungen gegen das Kollegium arbeiten, sondern eher mit ihm. Deshalb wünsche ich mir, dass sich die GEW mehr als bisher für die Schulleiter einsetzt. Davon dürften alle etwas haben! Mir freundlichem Gruß Thomas Schmidt
01.04.2018 - 22:13
Name: Kathrin Vitzthum
A13/E13 für alle
Sehr geehrter Herr Schmidt, vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Auch wenn ich diese nicht in ihrer Gänze teilen kann. Wir diskutieren die A13/E13 für alle unter dem Gesichtspunkt der Ausbildung nach 1990. Die Ausbildung der Grundschullehrer*innen unterscheidet sich kaum noch in Dauer und Anspruch von der Ausbildung in anderen Lehrämtern. Klar, Grundschullehrer*innen machen eine andere Arbeit, aber diese ist nicht weniger wert, sondern vielmehr die Voraussetzung, damit Lehrer*innen an weiterführenden Schulen auf einer soliden Bildungsgrundlage weiter unterrichten können. D.h., gleiches Geld für gleichwertige Arbeit, dazu bekennt sich die GEW in ihrer Gesamtheit. Für die Lehrer unter Klassen (LuK), also jene, auf die Sie sich explizit beziehen, hat die GEW Thüringen in Verhandlungen mit dem damaligen Finanzminister Voß eine schrittweise Hebung in die A12 bzw, E11 erreicht. Das ist der Ausbildung angemessen, aber eigentlich nicht der Tätigkeit, die sich ja nicht von den Grundschullehrer*innen unterscheidet, die nach 1990 ausgebildet wurden. Die GEW ist fest davon überzeugt, dass die pädagogische Arbeit aller Lehrämter gleich wichtig und gleichwertig ist und wird daher weiterhin ihre Kraft für A13/E13 einsetzen. Was die Wertschätzung der Schulleiter*innen angeht, gebe ich Ihnen Recht. Hier besteht enormer Nachholbedarf. Vielleicht haben Sie es nicht mitverfolgt, aber die GEW Thüringen kämpft seit vielen Jahren dafür, dass Schulleitungen entsprechend ihrer Mehrverantwortung auch entsprechend eingruppiert und besoldet werden. Aktuell setzen wir uns zudem für spürbare Entlastungen ein, damit Schulleiter*innen Zeit haben für Gespräche mit den Kolleg*innen, für Schulentwicklung u.v.a.m. Ich füge Ihnen einige Links ein, die Ihnen zeigen wollen, dass die GEW Thüringen auch Angebote für Schulleiter*innen hat, deren ganz spezifischen Probleme kennt und sich um Abhilfe bemüht: https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/schulleiterinnen-zur-gew-fort-und-weiterbildung-in-sachen-schule-und-recht/ https://www.gew-thueringen.de/veranstaltungen/detailseite/sie-hoeren-von-meinem-anwalt-wie-koennen-schulleitungen-bei-konflikten-mit-eltern-umgehen-die-ih/ https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/aktualisierung-urteil-zur-funktionsgerechten-verguetung-schulleiterin-muss-nun-auch-entsprechend-ih/ Zum letzten Link: Uns ist gelungen, die funktionsgerechte Vergütung für Schulleiter*innen durchzusetzen, die mit Hilfe des GEW-Rechtsschutzes ins Klageverfahren gegangen sind. Wir werden nicht müde, für gute Arbeitsbedingungen für alle unsere Mitglieder zu kämpfen, egal, in welchem Bildungsbereich und mit welchem pädagogischen Abschluss. Gute Bildung von Anfang an, dass ist und bleibt unser Maßstab. Mit freundlichen Grüßen Kathrin Vitzthum Landesvorsitzende
03.04.2018 - 12:16
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