GEW Thüringen
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Der Betriebsverband stellt sich vor + Erklärung zum Aktivitätenfond

Der GEW-Betriebsverband der Bauhaus-Universität Weimar wurde 1991 gegründet. Die Bauhaus-Universität Weimar und die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bilden seit mehreren Jahren einen gemeinsamen Betriebsverband. Unsere Mitglieder sind überwiegend wissenschaftliche, künstlerische und technische Beschäftigte der Bauhaus-Universität und der Hochschule für Musik, sowie Studierende. Zum Vorstand gehören aktuell Dr. Kurt Stallknecht, Dr. Detlef Rütz, Jens Uwe Wagner, Jens Gebert, Jens Müller und Torsten Zern.

10.10.2017 - Torsten Zern (Mitglied im Betriebsverband der BUW und Mitglied im geschäftsführenden Landesvorstand) und Dr. Uwe Holzbecher (Schatzmeister der GEW Thüringen)

Der Fokus der Arbeit des Betriebsverbandes liegt vorrangig auf den Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen der Beschäftigten. Drei GEWMitglieder arbeiten im örtlichen Personalrat der Bauhaus-Universität Weimar mit. Eine nennenswerte Errungenschaft des GEW-Betriebsverbandes ist die Durchsetzung der Grundsätze der Beschäftigung  für akademische und künstlerische Angestellte („Agenda Mittelbau“) an der BUW im Jahr 2015. Dies erfolgte auf Initiative der im Senat und Personalrat aktiven Mitglieder der GEW. Die Beschäftigungsstandards wurden nach kontroversen Diskussionen in mehreren Lesungen im Senat 2014 beschlossen, in der Mitteilung der Universität 2015  veröffentlicht und werden seither vom Kanzler strikt angewendet.

Neben den 2-jährlichen Tarifauseinandersetzungen und 4-jährlichen Personalratswahlen führt der Betriebsverband regelmäßig seit 18 Jahren im Spätsommer eine  Mitgliedervollversammlung durch. Hier werden aktuelle Probleme besprochen, Rechenschaft des Vorstandes abgelegt und turnusmäßig bei Bedarf ein neuer Vorstand  gewählt. Diese Mitgliedervollversammlungen sind mit Führung in einer besonderen kulturellen Einrichtung unserer Stadt Weimar verbunden, kombiniert mit anschließendem geselligem Beisammensein. So besuchten wir bereits das Weimarer Schloss sowie deren Bastille und Schlossturm, das Thüringer Hauptstaatsarchiv, das Stammgebäude  und den Neubau der Anna-Amalia Bibliothek, den Lottekanal am Wittumspalais, das Atrium hinter den Kulissen, Schloss Ettersburg, die Herderkirche, das ehemalige  Franziskanerkloster, das Gauforum, das Kirms-Krackow-Haus, die Lottemühle und den Steinbruch Ehringsdorf mit den archäologischen Funden des „Menschen von Ehringsdorf“ . Dabei konnten wir bei diesen Führungen auch Bereiche besichtigen, die so für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Dementsprechend hoch ist die Beteiligung mit über 30 Mitgliedern an den jährlichen Treffen. Die 2-jährlichen Tarifauseinandersetzungen führen wir gemeinsam mit dem Kreisverband der GEW Weimar/Weimarer Land durch.

Im Jahr 2017 führten wir unsere Betriebsverbands-Vollversammlung am 26.9. im Weimarer Schießhaus durch und diskutierten dabei aktuelle Themen und Entwicklungen.  Nachdem wir eine Führung durch das Objekt und das in Umnutzung befindliche Schießhausgelände vornahmen, dessen Planung ursprünglich aus der Feder von Schlüter stammte und der Weimarer Büchsenschützengesellschaft gehörte, hielten wir im Schießhaus unsere jährliche Gewerkschafts-Veranstaltung ab.

Wir wollen an dieser Stelle noch einen Umstand nicht unerwähnt lassen, der den Verband mehrere Jahre intensiv beschäftigte und fast bis an die Grenzen der Auflösung  geraten ließ: Die Einrichtung des „Aktivitätenfonds“ verpflichtete unseren Betriebsverband zwangsweise zur anteiligen Abführung von Mitgliedsbeiträgen und Rücklagen. Da  wir wohlwissend von Mitgliederrückgang nicht verschont bleiben werden, hatte unser Betriebsverband sehr sparsam gewirtschaftet und für zurückgehende Einnahmen  entsprechende Rücklagen gebildet, die im Rahmen des mehrheitlich beschlossenen „Aktivitätenfonds“ im Sinne einer Enteignung abgeführt werden sollten. Dies erzeugte im Betriebsverband erheblichen Unmut, so dass wir nur mit Mühe größere Austrittswellen von langjährigen Mitgliedern abwenden konnten und der Betriebsverband zu Recht  nicht mehr auf Landesebene mitarbeitete. Wir sind nunmehr froh, dass das Konstrukt Aktivitätenfond, welches sowohl bei den Geberverbänden als auch bei den  Nehmerverbänden landesweit für erhebliche Kritik sorgte, nun beschlossenermaßen wieder sein Ende finden wird. Wir hätten uns hier gewünscht, dass eine solche  Zwangsumlage von Geldern der Mitglieder nicht vom Landesvorstand sondern im Einvernehmen mit allen beteiligten Betriebs- und Kreisverbänden, Referaten und  Arbeitsgruppen beschlossen wird. Dieses Einvernehmen lag leider nie vor.

 

Erklärung zum Aktivitätenfond durch Schatzmeister Dr. Uwe Holzbecher
Der so genannte Aktivitätenfonds wurde 2012 auf Beschluss des Landesvorstandes eingerichtet, um finanzschwachen Kreis- und Betriebsverbänden die eigenständige Durchführung von Veranstaltungen zu ermöglichen. Gespeist wurde der Fonds aus Teilen der bei anderen Verbänden vorhandenen Rücklagen. Damit wurden bis 2016  zahlreiche Veranstaltungen finanziert, die ohne die finanzielle Unterstützung sonst nicht hätten stattfinden können. 2016 hat der Landesvorstand beschlossen, den Kreis-  und Betriebsverbänden wieder einen höheren Anteil an den Beitragseinnahmen für eigene Veranstaltungen zu überlassen, was eine Unterstützung aus dem  Aktivitätenfonds überflüssig machen soll. Die dort noch vorhandenen Mittel werden auf Beschluss des Landesvorstandes für Mitgliederwerbung und -bindung verwendet. Der  Landesvorstand ist das satzungsgemäße Gremium, das über die Finanzen der GEW Thüringen entscheidet, soweit nicht durch den Gewerkschaftstag Beschlüsse auf Bundesebene bindend sind. Im Landesvorstand sind alle Kreis- und Betriebsverbände, die Referate, Landesausschüsse sowie – natürlich – die Landesvorsitzende,
ihre Stellvertreter*innen und der Schatzmeister stimmberechtigt. An die mehrheitlich gefassten Beschlüsse sind die Kreis- und Betriebsverbände gebunden, ob sie dem Beschluss zugestimmt haben oder nicht.
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