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Der Betriebsrat an der Freien Reformschule „Franz von Assisi“ Ilmenau stellt sich vor

Bist Du jemand, der sich gern neuen Herausforderungen stellt? Engagierst Du dich gern für eine Gemeinschaft? Interessierst Du Dich für bildungspolitische und rechtliche Hintergründe in Deiner Arbeitswelt? Dann bist Du hier genau richtig: im Betriebsrat, im Personalrat oder einer anderen Form der Arbeitnehmervertretung.

18.12.2017 - Der Betriebsrat der Freien Reformschule „Franz von Assisi“ Ilmenau

  • Wer sind wir?

Wir sind Lehrer*innen und Erzieher*innen an einer Schule in freier Trägerschaft, und zwar an der Freien Reformschule „Franz von Assisi“ in Ilmenau. Die Gründung eines Betriebsrates (BR) an unserer Einrichtung war uns ein wichtiges Anliegen. Mit einem zusätzlichen Kraft- und Arbeitsaufwand sowie der intensiven Unterstützung durch die GEW gelang uns dies. Im November 2016 wurde erstmals eine Betriebsratswahl durchgeführt. Aufgrund des Ausscheidens von BR-Mitgliedern aus der Schule wurde eine Neuwahl notwendig. Seit März 2017 sind wir fünf – Katrin Schulz, Sandro K., Margrit Döring, Katrin von Nordheim und Gudrun P. – der gewählte Betriebsrat an unserer Einrichtung. Die Mehrheit von uns ist bereits GEW-Mitglied.

  • Warum machen wir das?

Wir verstehen uns als Ansprechpartner für alle Kolleg*innen – also als „offenes Ohr“. Selbstverständlich gehört es auch zu unseren Aufgaben, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu kontrollieren – also das „Auge“ zu sein. Und als „Sprachrohr“ vertreten wir aktiv und konstruktiv die Rechte unserer Belegschaft. 

  • Was machen wir konkret?

Da wir als Betriebsrat noch „relativ jung“ sind, befinden wir uns derzeit noch in der Informations- und Bildungsphase. Einige von uns haben schon die Grundlagenmodule BR 1 und BR 2 besucht. Für unsere interne Zusammenarbeit erstellten und beschlossen wir eine Geschäftsordnung. 

Mit Hilfe einer Umfrage im Kollegium sowie Einzelgesprächen ermittelten wir Arbeitsschwerpunkte und erstellten daraufhin unseren Arbeitsplan für die erste Zeit. Ebenso fanden erste Gespräche zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber statt. In den Betriebsversammlungen informierten wir das Kollegium über den jeweils aktuellen Arbeitsstand. Weiterhin sind Neuigkeiten an unseren Pinnwänden ersichtlich.

Momentan beschäftigen wir uns mit personellen Angelegenheiten wie den Regelungen zu Bewerbungen, Einstellungen, Versetzungen und Umgruppierungen sowie Kündigungen. Anschließend stehen Gespräche über soziale Angelegenheiten wie zum Beispiel der Urlaubsregelung sowie der Definition von Mehrarbeit an.

  • Welche Rolle spielt der Betriebsrat an unserer Einrichtung?

Nach anfänglicher Zurückhaltung und Vorbehalten der Institution „Betriebsrat“ gegenüber, wenden sich zunehmend mehr Kolleg*innen mit ihren Fragen und Wünschen an uns. Das bestärkt uns in der Entscheidung, uns in diesem Gremium zu engagieren, auch wenn es oft schwierig ist, gemeinsame Beratungszeiten zu finden.

  • Was muss man für dieses Amt mitbringen?

Unserer Erfahrung nach braucht man Mut, Selbstbewusstsein, Interesse an der Gemeinschaft, Gerechtigkeitssinn und Einfühlungsvermögen. Natürlich erfordert Betriebsratsarbeit viel Zeit und Energie – aber erste kleine Erfolge bestärken uns im Einsatz für die Belegschaft und unser Ziel, das Arbeitsumfeld für alle Kolleg*innen noch etwas besser und gerechter zu gestalten.

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