GEW Thüringen
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Aufruf zur Teilnahme an alle Thüringer Lehrer*innenCorona-Krise und Schulschließungen: Universitäten Erfurt und Jena starten gemeinsam mit der GEW Thüringen eine Befragung der Thüringer Lehrer*innen

Wie geht es Thüringens Lehrerinnen und Lehrer während der Schulschließungen? Welche Instrumente und Werkzeuge haben sich bewährt? Wie gelingt es, den Unterricht aufrecht zu erhalten? Welche Schlussfolgerungen sollten das Bildungsministerium und die Schulträger in der Bereitstellung digitaler Lernformen beachten? Die Universitäten Erfurt und Jena und die GEW Thüringen kooperieren mit einer Lehrer*innenstudie.

30.03.2020 - Kathrin Vitzthum und Thomas Pfeuffer

Die gegenwärtige Krise stellt Euch Lehrer*innen vor große Herausforderungen. Nicht nur soll angemessener Ersatz für Unterricht realisiert werden. Ihr müsst aktuell auch Wege finden, wie Ihr Eurem pädagogischen Auftrag – trotz der Distanz – gerecht werden könnt. In vielen Fällen bedeutet das: Digitalisierung über Nacht. Jetzt ist die große Unbekannte, wie gut das gelingt und welcher Unterstützungsbedarf besteht.

Aus diesem Grund führen Dr. Benjamin Dreer von der Erfurt School of Education und Professorin Bärbel Kracke, Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie am Institut für Erziehungswissenschaften der FSU Jena eine landesweite Befragung von Lehrkräften durch und erheben hierüber Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe Euch Thüringer Lehrkräfte in der aktuellen Situation sowie für den Neustart an den Schulen. Die Initiative ist angedockt an ein durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) an beiden Hochschulen gefördertes Projekt zur Digitalisierung in der Lehrerbildung. 

Wir als Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Thüringen sind als Partnerin mit an Bord, um die Initiative mit fachlicher Expertise und unserem Netzwerk zu unterstützen. Wir wollen mit unseren Kontakten und Präsenz an den Schulen dazu beitragen, dass Eure Erfahrungen der Lehrerinnen und Lehrer seit der Schließung der Schulen nicht versanden. Im besten Fall werden diese durch das Land Thüringen und die durch die Schulträger bei der zukünftigen materiellen und sächlichen Ausstattung und bei inhaltlichen  Vorgaben berücksichtigt.“

Die Ergebnisse der Erhebung sollen in einem Bericht zusammengefasst werden und gemeinsam mit Empfehlungen dem zuständigen Ministerium übergeben werden. Sie sollen außerdem für die weitere Entwicklung von Angeboten der Digitalisierung von Schulen an beiden Hochschulen genutzt werden können.

Hier geht es direkt zum Fragebogen.