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FeiertagsquizCorona kennt keine Feiertage – doch kennst Du sie?

Ordne den Zahlen im Text die folgenden Begriffe zu: Chanukkia, Weihnachtsfest, Mohammed, Ida-Ezî-Fest, Hızır, Neujahrsfest, Hanukka, Dreikönigstag, Buddha, Adventszeit.

07.12.2020 - Marcus Heyn, Mitglied im LAS Diversity

Während der derzeitige Teil-Lockdown das Infektionsgeschehen verlangsamen und uns damit einen unbeschwerteren Dezember bescheren soll, befürchten einige Expert*innen, dass die dunkle Jahreszeit wohl doch eher eine kontaktarme und wenig sorgen-freie sein wird. Ein Großteil wird hierbei das  in Gefahr sehen, welches in der christlichen Tradition das Fest der Geburt Jesu Christi darstellt. Diesem vorgelagert ist eine Zeit, die traditionell dem Fasten dient. Heute ist diese als  bekannt und prägt mit ihren Weihnachtsmärkten das Bild der Innenstädte und dem Lichterkranz das Bild heimeliger Vorfreude. Traditionell wird diese Zeit am  beschlossen, der in der orthodoxen Kirche eine große Rolle spielt.

In der jüdischen Tradition wird im Dezember das achttägige Lichterfest  begangen (10. bis 18. Dezember 2020), welches den Triumph des Lichts über die Dunkelheit symbolisiert. Dazu wird am achtarmigen Leuchter, der , jeden Tag eine weitere Kerze entzündet. Traditionell wird gemeinsam Latkes, ein Kartoffelpfannkuchengericht, und Sufganiot, ein gefülltes Teiggebäck, verspeist.

Für die Jesiden bildet das den Höhepunkt der Feierlichkeiten. Drei Wochen zuvor wurde dienstags bis donnerstags vor Sonnenauf- bis Sonnenuntergang gefastet. Das Fest wird zu Ehren Gottes gefeiert, der jene heiligen Engel schuf, die die Erde erschaffen haben.

Glücklicherweise nicht vom Lockdown betroffen war ein islamisches Fest, das in der kalten Jahreszeit in diesem Jahr am 29. Oktober begangen wurde. Lailat al-maulid an-nabi ist die Nacht der Geburt von . Traditionell wird der Geburt bzw. des Todes des Propheten gedacht, es werden Koransuren rezitiert und Almosen verteilt.

Hoffen werden alevitische Mitbürger*innen auf ein lockdownfreies neues Jahr, um gemeinsam des Schutzpatrons zu gedenken, zu dessen Ehren drei Tage lang gefastet und anschließend gemeinsam gefeiert wird. Gebräuchlich wird hierbei das Teilen zelebriert, indem jede*r die Gaben der anderen verkosten.

Derweil hoffen Buddhist*innen, das tibetische Neujahr feiern zu können, welches in diesem Jahr auf den 24. Februar fällt. An diesem Tag wird der Krönung des ersten tibetischen Königs Nyatri Tsenpo gedacht, mit der die tibetische Zeitrechnung 127 v. Chr. begann. Im Hinduismus wird das am 14. Januar 2021 begangen, welches gemäß dem Sonnenkalender berechnet wird.

Nicht gemeinsam begehen konnten buddhistische Mitbürger*innen bereits den 7. November, den Herabstieg des aus dem Götterhimmel. Dies nehmen Pilger*innen aus der ganzen Welt traditionell zum Anlass, um die heiligen Stätten des Buddhismus in Nordindien und Nepal zu besuchen.


Na, haben wir Dein Interesse geweckt?

Hier kannst Du beim BAMF den interreligiösen Kalender für 2021 herunterladen.


Auflösung:
① Weihnachtsfest
② Adventszeit
③ Dreikönigstag
④ Hanukka
⑤ Chanukkia
⑥ Ida-Ezî-Fest
⑦ Mohammed
⑧ Hızır
⑨ Neujahrsfest
⑩ Buddha