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Broschüre "Die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern in Thüringen" jetzt zum Download

Ein Beitrag der GEW Thüringen zur Debatte der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern auf Hochschulniveau.

18.03.2010

Ein Beitrag der GEW Thüringen zur Debatte der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern auf Hochschulniveau.   


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Studie zu frühpädagogischen Ausbildungen


Im Thüringer Lehrplan für berufsbildende Schulen im Bildungsgang Sozialpädagogik heißt es:

„Aufgabe des Erziehers ist es, den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vielfältige Selbsterfahrungen zu ermöglichen, um Selbstvertrauen entwickeln zu können, selbstbestimmt leben zu lernen und sich selbst zu verwirklichen, sie zu sozial verantwortlichem Verhalten und Handeln anzuhalten, ihre Lernbereitschaft, ihre Entscheidungsfreudigkeit und ihr kritisches Urteilsvermögen zu stärken. Zum Aufgabenbereich des Erziehers gehört weiterhin, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu begleiten, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe sowie Orientierungshilfe für die Lebensgestaltung zu geben“.

Erzieherinnen sind heute mehr als nur Wissensvermittlerinnen. Vielmehr unterstützen sie Kinder und Jugendliche bei der Erschließung und Aneignung von Kompetenzen. Dies erfordert von ihnen selbst eine hohe Handlungskompetenz, Sachkompetenzen sowie Selbst- und Sozialkompetenzen. Erzieherinnen müssen ihr Wissen individuell auf jedes Kind, auf jeden Jugendlichen abgestimmt anwenden können.

Qualitativ anspruchsvoll ist dies nicht zuletzt durch den Fakt, dass Kinder und Jugendliche in sozioökonomisch, soziokulturell und weltanschaulich vielfältigen Lebenslagen und Sozialräumen aufwachsen. Wir besitzen heute eine Vielzahl verschiedener Lebens- und Familienformen bei gleichzeitiger Labilität der Familienverhältnisse Es gibt mehr Kinder, die ohne Geschwister aufwachsen. Studien verzeichnen starke regionale und soziale Diferenzen bezüglich der Bildungsgerechtigkeit. Wir sehen, dass Kindheit zunehmend von Institutionalisierung und Konsum betroffen ist und erkennen die zunehmende Bedeutung von Medien im Kindesalter. Diese Vielfalt als Chance zu verstehen und aus ihr die persönliche pädagogische Arbeit abzuleiten, ist eine der größten Aufgaben von Pädagoginnen. Deshalb hat die Ausbildung oder das Studium der Erzieherinnen eine immense Bedeutung.

In der vorliegenden Broschüre geben wir einen Überblick über die Vielfalt der verschiedenen Möglichkeiten der
Erzieherinnen-Ausbildung in Thüringen und ziehen Schlussfolgerungen.


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Vergleich der Fachschulausbildung mit hochschulischem Ausbildungs- und Fortbildungsangebot
2 1 Die Fachschulausbildung in Türingen
2 2 Die hochschulischen Ausbildungs- und Fortbildungsangebote
2 2 1 Universität Erfurt „Pädagogik der Kindheit“
2 2 2 Fachhochschule Jena „Soziale Arbeit“
2 2 3 SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera
2 2 4 Fachhochschule Erfurt „Bildung und Erziehung von Kindern“
3. Diskussion zur Professionalisierung und Akademisierung der Erzieherinnen-Ausbildung
4. Fazit
5. Forderungen der GEW
6. Studienförderung durch Aufstiegsstipendium – eine echte Alternative für Erzieherinnen
7. Übersicht über die Einrichtungen für die Ausbildung von staatlich anerkannten Erzieherinnen (Stand März 2009)
7 1 Staatliche Berufsbildende Schulen
7 2 Hochschulische Ausbildung
7 3 Schulen in freier Trägerschaft (Privatschule)
8. Literaturverzeichnis


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