GEW Thüringen
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Bilder vom Warnstreik in Erfurt und ein bemerkenswertes Zitat

Am Dienstag, den 20. März, haben sich Beschäftigte an einem Warnstreik im Rahmen der aktuellen TVöD-Runde beteiligt. Hier einige Impressionen.

20.03.2018 - Nadine Hübener

Wir trafen uns zum Streik-Frühstück in der Landesgeschäftsstelle der GEW Thüringen. Gemeinsam zogen wir anschließend zum Willy-Brandt-Platz vor dem Erfurter Hauptbahnhof. Hier einige Bilder und der bemerkenswerte O-Ton von Katrin Riemer, Elternbeiratsvorsitzende des Altensteiner Oberlandes und stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende für den Wartburgkreis:

„Ich hoffe das die Kundgebung und der Streik heute etwas für unsere Erzieherinnen und Erziehergebracht hat. Im nachhinein fallen mir noch tausend Dinge ein, die ich hätte sagen wollen. Wir Elternvertreter sollten viel öfter Kante zeigen und uns für unsere Erzieherinnen und Erzieher innen stark machen. Denn nur wenn es ihnen gut geht, geht es unseren Kindern gut. Dafür sollte nicht nur mehr Geld fließen,  sondern auch der Betreuungsschlüssel überdacht werden. Ich stehe hinter meinen Eltern und Elternvertretern, aber wir alle sollten auch geschlossen hinter unseren Erzieherinnen und Erziehern stehen, die leisten jeden Tag Großartiges als Seelentröster, Auawegpuster, Auffänger, Betreuuer, Zuhörer, Familienersatz, Wichtige-Sachen-Beibringer ...  ich könnte diese Liste endlos fortführen. Dafür nehme ich es auch in Kauf, kritische Stimmen abzufangen von Eltern, die uns nicht verstehen.“ 

Hintergrund

„Warten die auf den Osterhasen?“ – Arbeitgeber provozieren Eskalation

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ist in der laufenden Tarifverhandlung nach zwei Verhandlungsrunden bisher nicht auf die berechtigten Forderungen seiner angestellten Beschäftigten eingegangen. Ganz im Gegenteil: sie spielt auf Zeit, indem sie uns noch nicht einmal ein Gegenangebot unterbreitet hat. Vielmehr bezeichnet sie die sozial gerechten Forderungen der Gewerkschaften als „nicht finanzierbar“ und verweist – trotz eines deutlichen Haushaltsplus bei Bund und Kommunen und prognostizierten Mehreinnahmen – auf die engen finanziellen Spielräume bei den Kommunen.

Um den Arbeitgebern die Ernsthaftigkeit unserer Verhandlungsaufforderung anzuzeigen und die Verhandlungen endlich zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen, rief die GEW alle Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des TVöD und TVPöD an einzelnen kommunalen Einrichtungen und bei den Trägern Förderkreis JUL gemeinnützige GmbH und Hufeland-Träger-Gesellschaft Weimar mbH zum Warnstreik auf.

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