GEW Thüringen
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Bericht des Referats Sozialpädagogik: Kandidatenvorstellung und Antragsberatung

Im Mai findet der Gewerkschaftstag statt. Die Kandidaten für den Bereich Jugendhilfe und Sozialarbeit stellten sich am 28. März den Fragen der Thüringer Delegierten, Erzieher*innen und Kindheitspädagog*innen.

29.03.2017 - Nadine Hübener

Björn Köhler (36 Jahre jung und derzeit Leiter des sozialpädagogischen Büros der GEW in Bayern) und Andreas Giersch (50 Jahre jung und derzeit Organisationssekretär der GEW Sachsen) benannten in ihren persönlichen Vorstellungen zunächst ihre individuellen angestrebten Schwerpunktsetzungen für die Vorstandsarbeit.

Dabei zeigt sich, dass es bei vielen Gemeinsamkeiten doch Unterschiede gibt. Während Andreas Giersch den Organisationsgrad der GEW im sozialpädagogischen Berufsfeld durch den Einsatz neuer Medien und eine intensivierte Arbeit der GEW-Vertrauensleute erreichen möchte sowie für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Fach- und Berufsverbänden auf Bundesebene plädiert, liegen die Schwerpunkte für Björn Köhler bei einer tariflichen Aufwertung des Berufs und der Thematisierung von Gerechtigkeit (im Bezug auf Lohnunterschiede, die Rente und die Gesundheit der in sozialpädagogischen Berufen Beschäftigten).

Und während Andreas Giersch perspektivisch eine Erzieher*innenausbildung auf Hochschulniveau forderte, plädierte Björn Köhler für eine Parallelstruktur von akademischer und fachschulischer Ausbildung, wobei Anreize für die Akademisierung des Berufs über einen Qualifizierungstarifvertrag geschaffen werden sollten.

Die anschließenden Fragen der Thüringer Teilnehmer*innen bezogen sich auf die Vorstellungen der beiden Kandidaten zu

  • Tariftreue bei freien Trägern
  • bundesweiten Normativen (etwa bei Personalschlüsseln)
  • Zusammenarbeit mit den anderen GEW-Fachgruppen und Profilierung der Fachgruppe Sozialpädagogische Berufe sowie
  • förderalistischen Strukturen.

Vielen Dank an dieser Stelle an die beiden Kandidaten und die Thüringer Teilnehmer*innen für ihre streitbare, konstruktive Diskussionsfreudigkeit.

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