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Filmtipp „Das Leben spüren“Berühren, schwingen, schmecken, hören, tasten

Für seinen Film „Das Leben spüren: Basale Stimulation für schwerstbeeinträchtigte Menschen“ hat der Bildungsjournalist Paul Schwarz monatelang etwa auf Intensivstationen und in einer Schule für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche gedreht.

28.06.2019

Als basale Stimulation werden alle pflegerischen und therapeutischen Maßnahmen bezeichnet, die zur Förderung von körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen verwendet werden. So sollen die Sinneswahrnehmung, Körperorientierung und Kommunikationsfähigkeit der Patientinnen und Patienten verbessert werden. Die Formen sind vielfältig: von Berührungen und Massagen über die Erzeugung von Schwingungen und die Anregung des Gehirns durch Geruch und Geschmack bis zum Hören von Musik und Zeigen von Filmen. Der Bildungsjournalist Paul Schwarz hat einen 75-minütigen Film über das Thema gedreht: „Das Leben spüren. Basale Stimulation für schwerstbeeinträchtigte Menschen“.

Monatelang drehten er und sein Team dazu auf Intensivstationen, einer Frühchenstation des Universitätsklinikums Mannheim, in einer Schule für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche in Krautheim, bei einer Schulung von Masterstudierenden im Institut für Sonderpädagogik an der Universität Landau, im Jugendwerk Hegau am Bodensee, in einem Taubblindenwerk in Fischbeck, einem Hospiz in Herne, im Pflegezentrum Bern und im dortigen Demenzzentrum. Die Filmcrew begleitete Menschen im Koma, mit Hirnblutungen und nach Schlaganfällen. Ausführlich zu Wort kommen auch die beiden Menschen, die das Pflegekonzept entwickelten, Andreas Fröhlich und Christel Bienstein. 

Gezeigt wurde „Das Leben spüren“ bisher bei Sondervorführungen in Kinos sowie bei Expertinnen- und Expertentreffen wie Kongressen und Tagungen. Der Film inklusive ausführlichem Booklet ist auf DVD zum Preis von 15 Euro erhältlich und kann per E-Mail bestellt werden bei schwarzpaul@t-online.de oder elke@elkeneu.de.

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