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Forderungen für HochschulenOffener Brief des Lehramtsreferats Jena

In einem offenen Brief wendet sich das Lehramtsreferat Jena an die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Studierendenwerk Thüringen, das Landesprüfungsamt für Lehrämter / TMBJS und das TMWWDG. Als Bildungsgewerkschaft sind wir auch für Studierende da. Deshalb unterstützen wir diesen Aufruf.

24.06.2020

Mit folgendem Text veröffentlichte das Lehramtsreferat heute sein Anliegen in den sozialen Medien:

Uns alle belastet momentan die Corona-Krise. Vor allem zu Semesterbeginn erreichten uns täglich etliche Nachrichten von euch, die mit unterschiedlichster Art von Problemen zu kämpfen hatten. Mittlerweile sind es zwar weniger Nachrichten geworden, die grundlegenden Probleme bleiben aber trotz zahlreicher E-Mails an Verantwortliche bestehen.

Unsere Probleme müssen endlich ernst genommen und von den verantwortlichen Personen und Institutionen angegangen werden – gerade in Hinblick auf die Möglichkeit, dass sich die aktuelle Situation noch über weitere Semester erstrecken könnte.
Deshalb haben wir beschlossen, nicht länger zu bitten, sondern zu fordern und haben einen offenen Brief an die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Studierendenwerk Thüringen, das Landesprüfungsamt für Lehrämter / Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft verfasst.
Bitte lest unseren offenen Brief, teilt ihn mit euren Freund*innen und Bekannten, kurz: Helft uns, eine Veränderung zu erreichen!

In ihrem offenen Brief werden folgende Punkte gefordert:

  1. Wir fordern, dass dieses sowie alle kommenden Semester bis zum Ende der Corona-Krise als Ausnahme- und Solidarsemester anerkannt werden, sodass Studierende ihr Studium möglichst gut fortführen oder auch ohne Nachteile pausieren können.
  2. Viele Studierende möchten oder müssen aber auch in diesem Semester – das von der Universität Jena zu einem „normalen“ Semester erklärt wurde – 30 Leistungspunkte erbringen und geraten dabei an ihre Grenzen. Wir fordern deshalb, dass diese Kann-Regelung zu einer Soll-Regelung geändert wird. Außerdem fordern wir eine Anpassung der Inhalte und Formate der Lehrveranstaltungen – insbesondere auch die Ausgestaltung von Praktika – an die Vorlesungszeit.
  3. Wir fordern die verschiedenen Akteur*innen der Universität und das Landesprüfungsamt für Lehrämter (TMBJS) auf, Fristen und Prüfungstermine möglichst zeitnah bekannt zu geben, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und Studierenden wie Dozierenden faire und transparente Vor- und Nachbereitungsmöglichkeiten für Prüfungen zu gewährleisten. Dazu gehören ebenfalls das Offenlegen von Korrekturfristen verschobener Prüfungen sowie zeitnahe Rückmeldungen auf Anfragen von Studierenden.
  4. Die wissenschaftliche bzw. künstlerisch-praktische Hausarbeit im zweiten Prüfungsabschnitt im Rahmen des 1. Staatsexamens (die sogenannte „Examensarbeit“) muss eine weitere pauschale Verlängerung erhalten, da eine enorme Ungleichheit zwischen den Verlängerungen regulärer Hausarbeiten und wissenschaftlicher bzw. künstlerisch-praktischer Hausarbeiten besteht.

Der gesamte offene Brief in vollem Umfang ist nachzulesen unter: https://www.lehramt-jena.de/offener-brief/