GEW Thüringen
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Aktuelle Handreichung der GEW-Arbeitsgruppe „Kita und Kita-Leiter*innen“

Die Fortschreibung des „Thüringer Bildungsplans für Kinder bis 18 Jahre“ umfasst 372 Seiten. In einer Handreichung haben wir exklusiv für GEW-Mitglieder die wichtigsten Neuerungen des Thüringer Bildungsplans bis 18 Jahre zusammengefasst. Denn viele Kolleg*innen kennen aus ihrer praktischen Arbeit den „alten“ Bildungsplan (bis 10 Jahre) schon recht gut. Darauf gilt es aufzubauen.

11.05.2016

Dazu gehört etwa ein Überblick über das grundlegende Bildungsverständnis:

Bildungsplan 2008Bildungsplan 2016
Verhältnis zwischen Bildung und ErziehungBlick auf die Wirkung von Erziehung auf Bildung, Erziehung erfüllt v.a. Aufgabe der Vermittlung von traditierter KulturbeständeBlick auf die Wechselbeziehung Bildung – Erziehung, Erziehung als Nährboden für gelungene Bildung, für dessen erfolgreiche Umsetzung der Erwachsene Sorge trägt
Formuliertes BildungszielBetonung der Persönlichkeitsentwicklung Betonung des Enablings / Grundlage für die Teilhabe/Wahrnehmung von Rechten schaffen
BildungsprozesseFokus auf Wissen und Kompetenzen als Voraussetzung und Ziel des Bildungsprozessesstärker Fokus auf den aktiven Prozess des Lernens als Schlüssel zur Bildung
KompetenzbegriffBlick vor allem auf die Entwicklung individueller Fähig- und Fertigkeiten gerichtetBlick mehr auf die Interaktionsebene Individuum – Gesellschaft gerichtet, Kompetenzen als Mittel, sich erfolgreich mit der Welt auseinander zu setzen
Bedeutung von Sprache (und Symbolsystemen)Sprache wichtig zum WeltverständnisZugang zu Sprache und Symbolsystemen = notwendige Voraussetzung für Bildung! r Welt auseinander zu setzen
Rolle von Wissen, Fähigkeiten, Kompetenzen für die BildungBetonung der Notwendigkeit des Wissenserwerb als wichtiger Inhalt von Bildungstärkere Betonung des Wissenserwerb als Mittel zum Zweck zur Orientierung, erfolgreicher Auseinandersetzung der Welt & um Lernen als Bildungsinhalt zu ermöglichen
Pädagogische Begleitung und SettingsFokus auf die päd. Unterstützungsfunktion bei Bildung und anregende päd. SettingsBetonung der ganzheitlichen Bedeutung von päd. Begleitung für die Grunddispositionen der kindlichen Persönlichkeit und des daraus erwachsenden Rechts des Kindes auf Schutz, Anregung und Zuwendung
Veränderung von BildungsprozessenAltersbezogene Unterscheidung von basalen, elementaren und primaren Bildungsprozessen grob möglich, aber individuell abzustimmenAltersbegrenzung von Lernprozessen generell nicht möglich u. nicht zielführend, zusätzliche Lernphasen (heteronome und autonome Phase)
Offenheit des BildungsprozessesOffen, weil sich jedes Kind auf seine je eigene Weise mit der Welt auseinandersetzt, respektvoll, alle Sinne ansprechend, am Kind orientiert Erweiterung des Offenheitsverständnisses: Berücksichtigung übergreifender, entwicklungsrelevanter Einflüsse (Kultur, Natur, biologische Reifungsprozesse) statt Offenheit als Beliebigkeit zu verstehen

Des weiteren werden Veränderungen im Aufbau der Bildungsbereiche, allgemeine Unterschiede sowie spezifische inhaltliche Neuerungen in den Bildungsbereichen beleuchtet, etwa bei der künstlerisch-ästhetischen oder zivilgesellschaftlichen Bildung.

Interesse?

Für weiterführende Informationen und die umfangreiche Handreichung wenden Sie sich bitte direkt an die GEW Thüringen.

GEW-Mitgliedern steht die Handreichung direkt als Download zur Verfügung (siehe rechts den Bereich "Downloads").

Wie ihr zum Mitgliederbereich kommt, findet ihr hier.

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