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Aktionswoche Traumjob Wissenschaft: Über 90% befristete wissenschaftliche Mitarbeiter*innen an der Hochschule Nordhausen

An der Hochschule Nordhausen kam etwa 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die meisten von ihnen befristet beschäftigt, vor der Mensa zusammen um ein Plakat zu enthüllen, das auf den hohen Grad an Befristung auch an dieser kleinen Fachhochschule im Norden Thüringens aufmerksam machen soll.

02.11.2015 - Thomas Hoffmann

An dieser Hochschule arbeiten etwas über 200 Menschen, von denen ziemlich genau ein Drittel befristet beschäftigt ist. Von den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind sogar über 90 Prozent befristet. Die beiden Plakate werden während der ganzen Aktionswoche an stark frequentierten Orten auf dem Campus ausgestellt.

In seiner kurzen Rede anlässlich der Enthüllung des Plakates wies Thomas Hoffmann, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW Thüringen und Personalratsvorsitzender der Hochschule Nordhausen auf die erste Lesung des Gesetzesentwurfes zur Änderung des Wissenschaftszeitvertrages im Bundestag Ende dieser Woche hin.

Aus Sicht der GEW geht dieser Gesetzentwurf jedoch längst nicht weit genug. Erforderlich sei eine Nichtanrechnung sämtlicher Beschäftigungszeiten vor dem Masterabschluss auf die 6-jährige Befristungszeit zur Erlangung der Promotion. Auch müssten Drittmittelbeschäftigte grundsätzlich mindestes so lange beschäftigt werden, wie ihr Projekt läuft.

Weitere Vorhaben der GEW Thüringen, insbesondere die Forderung nach einem Tarifvertrag für Lehrkräfte an Hochschulen und deren bessere Eingruppierung, wurden erwähnt.

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